Hag gerade gesehen, dass es hier auch Aldi gibt, allerdings nicht in New York. Das ist schon traurig, weil Aldi auch hier eindeutig billiger ist. Und ich vermute, die Qualität ist wesentlich besser, als bei manch anderen hier. Ich finde die Supermärkte hier echt nicht so toll, und insgesamt verdammt teuer.
Wens interessiert, hier ein netter Link über Aldi in den USA, leider auf Englisch (http://www.chicagotribune.com/business/chi-sun-aldi-chicago-aug10,0,1651247.story).
Samstag, 27. September 2008
Donnerstag, 25. September 2008
Fertig!!
Die Arbeit ist fertig und abgegeben! Wer hätte es gedacht...Wens interessiert, kann hier einen Blick drauf werfen: DieRandiliThesis
Ist (leider) in Englisch, und dazu auch noch in (Fach-)Chinesisch. Kommentare sind natürlich immer willkommen.
Ich bin froh, dass es endlich vorbei ist. Hat sich doch wesentlich länger hingezogen, wie es eigentlich hätte sollen. Es war interessant und herausfordernd. Damit ist auch mein Studium der Computerlinguistik (vorerst) beendet. Wie es jetzt weitergeht, wird sich noch entscheiden.
Heute bin ich reichlich spät aufgestanden, und hab erstmal geputzt. Die Wohnung hats bitter nötig gehabt. Ach ja, der Schimmel ist immer noch da. Aber hoffentlich nicht mehr lange, muss endlich mal den Vermieter anrufen.
Was soll ich jetzt noch sagen? Hab heute entdeckt, dass mein favorisierter Pizza-Mann Rabatt gibt für NYU-Studenten, immerhin 10%. Da hab ich mich gefreut, und gleich mal ein schönes Stück Salami-Pizza gekauft. Zur Feier des Tages waren Poy und ich im Kino, ein seltsamer Familien-Film, "The family that prays". Ich vermute mal, dass der in Deutschland nicht in die Kinos kommt, dafür ist er viel zu amerikanisch. Aber wer weiß...Aber wenn man mal ne Zeit hier ist, denkt man auch anders über den ganzen Hollywood-Kram. Es ist einfach so typisch, denkt man. Mir fallen jetzt auch mehr Details auf, kleine Dinge, die man hier jeden Tag sieht. Produkte, Marken, oder auch nur bestimmte Sprüche, das Verhalten der Leute eben. Das bekommt man in Deutschland auch oft nicht so mit, weil alle Filme eingedeutscht sind. Da geht eine Menge Authentizität verloren, und so richtig ist mir das erst jetzt klar geworden.
Vielleicht noch eine Anekdote zum Schluss. Wasser ist im Staate New York ja kostenlos. Ja, kostenlos! Ich muss noch nicht mal für warmes Wasser zahlen, alles schon in der, wenn auch deftigen, Miete mit drin. Dementsprechend ist auch der Hahn in der Badewanne ausgestattet. Man kann ihn nur auf- oder zudrehen, bzw. wenn man dreht wird weniger oder mehr warm, der Wasserdruck ist aber immer derselbe, und dazu auch noch recht stark. Ich fühle mich schon ein wenig verschwenderisch, aber bei kostenlosem Wasser geht man mit dem nassen Gut schon ein wenig anders um. Aber: das Wasser hat natürlich nicht unsere Qualität. Es ist gechlort, aber trotzdem drinkbar. Wir haben einen Filter am Wasserhahn in der Küche. Und überall in der Stadt gibt es kleine Trinkwasserspender, so richtig hübsch, wie man sie aus dem Fernsehen kennt.
Ach ja, Wasser...Hier in New York gibts derzeit noch die "New York Wasserfälle" zu bewundern. Macht euch selbst ein Bild: http://www.nycwaterfalls.org/#/about_the_waterfalls/Waterfall_Images
Einen schönen Tag noch, ohne Abschlussarbeitschreibenstress...
Ist (leider) in Englisch, und dazu auch noch in (Fach-)Chinesisch. Kommentare sind natürlich immer willkommen.
Ich bin froh, dass es endlich vorbei ist. Hat sich doch wesentlich länger hingezogen, wie es eigentlich hätte sollen. Es war interessant und herausfordernd. Damit ist auch mein Studium der Computerlinguistik (vorerst) beendet. Wie es jetzt weitergeht, wird sich noch entscheiden.
Heute bin ich reichlich spät aufgestanden, und hab erstmal geputzt. Die Wohnung hats bitter nötig gehabt. Ach ja, der Schimmel ist immer noch da. Aber hoffentlich nicht mehr lange, muss endlich mal den Vermieter anrufen.
Was soll ich jetzt noch sagen? Hab heute entdeckt, dass mein favorisierter Pizza-Mann Rabatt gibt für NYU-Studenten, immerhin 10%. Da hab ich mich gefreut, und gleich mal ein schönes Stück Salami-Pizza gekauft. Zur Feier des Tages waren Poy und ich im Kino, ein seltsamer Familien-Film, "The family that prays". Ich vermute mal, dass der in Deutschland nicht in die Kinos kommt, dafür ist er viel zu amerikanisch. Aber wer weiß...Aber wenn man mal ne Zeit hier ist, denkt man auch anders über den ganzen Hollywood-Kram. Es ist einfach so typisch, denkt man. Mir fallen jetzt auch mehr Details auf, kleine Dinge, die man hier jeden Tag sieht. Produkte, Marken, oder auch nur bestimmte Sprüche, das Verhalten der Leute eben. Das bekommt man in Deutschland auch oft nicht so mit, weil alle Filme eingedeutscht sind. Da geht eine Menge Authentizität verloren, und so richtig ist mir das erst jetzt klar geworden.
Vielleicht noch eine Anekdote zum Schluss. Wasser ist im Staate New York ja kostenlos. Ja, kostenlos! Ich muss noch nicht mal für warmes Wasser zahlen, alles schon in der, wenn auch deftigen, Miete mit drin. Dementsprechend ist auch der Hahn in der Badewanne ausgestattet. Man kann ihn nur auf- oder zudrehen, bzw. wenn man dreht wird weniger oder mehr warm, der Wasserdruck ist aber immer derselbe, und dazu auch noch recht stark. Ich fühle mich schon ein wenig verschwenderisch, aber bei kostenlosem Wasser geht man mit dem nassen Gut schon ein wenig anders um. Aber: das Wasser hat natürlich nicht unsere Qualität. Es ist gechlort, aber trotzdem drinkbar. Wir haben einen Filter am Wasserhahn in der Küche. Und überall in der Stadt gibt es kleine Trinkwasserspender, so richtig hübsch, wie man sie aus dem Fernsehen kennt.
Ach ja, Wasser...Hier in New York gibts derzeit noch die "New York Wasserfälle" zu bewundern. Macht euch selbst ein Bild: http://www.nycwaterfalls.org/#/about_the_waterfalls/Waterfall_Images
Einen schönen Tag noch, ohne Abschlussarbeitschreibenstress...
Montag, 15. September 2008
Lehman Brothers
Wir haben immer noch kein eigenes Internet, und benutzen immer doch das WLan eines unwissenden Nachbarn. Heute hätt ich mich ja am liebsten beschwert, weil der Herr (oder die Dame) einfach den Router abgeschaltet hat, und ich kein Internet hatte. Frechheit! Es lebe fon (http://de.wikipedia.org/wiki/FON)...
Ich hab heute zu Hause gearbeitet, und wurde von lästigen Stechmücken geplagt. Derzeit ist es in New York dermaßen schwül, dass man schon beim Sitzen schwitzt. Da es doch hoffentlich (!) bald kühler wird, haben wir uns keine Klimaanlage (so ein komischer Kasten, den man aus dem Fenster hängt, gaaanz anders wie in Thailand...) gekauft. Dafür müssen wir jetzt leiden, und die Fenster auflassen. Warum auch immer gibts hier ne echte Mückeplage, und auch sonst ist einiges das kriecht zu meinem Fenster reingeklettert (aber nicht sooo eklig wies sich jetzt anhört).
Ich bin mittlerweile stolzer Besitzer von drei neuen Metallica-Alben, da ich frecherweise ja gleich drei Tickets bestellt hab, die jeweils ein Album beinhalten. Ist fast ein wenig witzlos, wie heutzutage Musik verbreitet wird. Man kann nämlich bereits seit geraumer Zeit alle Lieder von eben diesem neuen Album online hören, auf der offiziellen Seite von Metallica: http://metallica.com/index.asp?item=601231
Fernseh haben wir auch nur beschränkt, über Zimmerantenne. Und wir haben geschlagene 3 Sender! Yeah...Alles Nachrichtensender, z.T. chinesisch und auf New York bezogen, aber wirklich schlecht. Wir werden wohl bald bei TimeWarner unterschreiben, und eine hübsche kleine Box mit Kabel bekommen. Das kostet im Monat $120 (mit Brooklyn-Aufschlag), beinhaltet so ziemlich jeden vorstellbaren Kanal (den man im Ami-Land hat) und Internet (kein Telefon). Ich finds teuer. Mein Handy kostet (wohlgemerkt mit Vertrag) $50, wobei ich "nur" 400 Minuten hab. Was drüber geht, muss ich dicke extra zahlen. Falls ihrs nicht wisst, in den USA bezahlt man sowohl fürs Anrufen, als auch fürs AngerufenWerden. Da ist 400 schon gar nicht mehr soviel, und man beschränkt sich. AAAAber...zu anderen Kunden von Verizon (mein Anbieter) bezahlt man nix, und Poy hat Verizon ;)
In den Nachrichten ist derzeit ganz groß, dass Lehman Brothers pleite ist. Lehman Brothers ist einer der größten Arbeitgeber in New York (10 Millionen) und das ganze hat auf jeden Fall große Auswirkungen, die man auf der ganzen Welt spüren wird, da Lehman u.a. schlechte Kredite aus den USA "weiterverkauft" hat, um so neues Kapital zu bekommen. Dummerweise sind da ne Menge Banken und Institute dran beteiligt...Heute ist glaube ich so ziemlicher jeder Index eines Finanzinstituts (auch Deutsche Bank) runtergegangen...
Poy studiert ja mehr oder weniger angewandet Finanzmathematik, und ist derzeit oft an der Wall Street. Einer ihrer Kommilitonen hatte ein Praktikum bei Lehman in Singapur gemacht. Er hatte eine Vollzeitstelle für nach seinem Studium angeboten bekommen. Jetzt bangt er, dass es die Firma überhaupt noch gibt. Insgesamt werden derzeit in diesem Bereich viele Leute entlassen, und es ist eigentlich ne schlechte Zeit das zu studieren, was Poy studiert. Aber so ist das manchmal. Aber sie will ja sowieso lieber Forschung machen, als in der Bank zu arbeiten ;)
Derzeit lese ich übrigens "Per Anhalter durch die Galaxis" (natürlich auf Englisch). Unterhaltsam, unterhaltsam...Lesen ist hier äußerst angesagt, weil man z.B. in der Metro oft recht lange unterwegs ist. Ich z.B. fahre etwa 30 Minuten am Stück. Da kann man ne Menge lesen...
Ach ja, der Schimmel ist immer noch da...
Ich hab heute zu Hause gearbeitet, und wurde von lästigen Stechmücken geplagt. Derzeit ist es in New York dermaßen schwül, dass man schon beim Sitzen schwitzt. Da es doch hoffentlich (!) bald kühler wird, haben wir uns keine Klimaanlage (so ein komischer Kasten, den man aus dem Fenster hängt, gaaanz anders wie in Thailand...) gekauft. Dafür müssen wir jetzt leiden, und die Fenster auflassen. Warum auch immer gibts hier ne echte Mückeplage, und auch sonst ist einiges das kriecht zu meinem Fenster reingeklettert (aber nicht sooo eklig wies sich jetzt anhört).
Ich bin mittlerweile stolzer Besitzer von drei neuen Metallica-Alben, da ich frecherweise ja gleich drei Tickets bestellt hab, die jeweils ein Album beinhalten. Ist fast ein wenig witzlos, wie heutzutage Musik verbreitet wird. Man kann nämlich bereits seit geraumer Zeit alle Lieder von eben diesem neuen Album online hören, auf der offiziellen Seite von Metallica: http://metallica.com/index.asp?item=601231
Fernseh haben wir auch nur beschränkt, über Zimmerantenne. Und wir haben geschlagene 3 Sender! Yeah...Alles Nachrichtensender, z.T. chinesisch und auf New York bezogen, aber wirklich schlecht. Wir werden wohl bald bei TimeWarner unterschreiben, und eine hübsche kleine Box mit Kabel bekommen. Das kostet im Monat $120 (mit Brooklyn-Aufschlag), beinhaltet so ziemlich jeden vorstellbaren Kanal (den man im Ami-Land hat) und Internet (kein Telefon). Ich finds teuer. Mein Handy kostet (wohlgemerkt mit Vertrag) $50, wobei ich "nur" 400 Minuten hab. Was drüber geht, muss ich dicke extra zahlen. Falls ihrs nicht wisst, in den USA bezahlt man sowohl fürs Anrufen, als auch fürs AngerufenWerden. Da ist 400 schon gar nicht mehr soviel, und man beschränkt sich. AAAAber...zu anderen Kunden von Verizon (mein Anbieter) bezahlt man nix, und Poy hat Verizon ;)
In den Nachrichten ist derzeit ganz groß, dass Lehman Brothers pleite ist. Lehman Brothers ist einer der größten Arbeitgeber in New York (10 Millionen) und das ganze hat auf jeden Fall große Auswirkungen, die man auf der ganzen Welt spüren wird, da Lehman u.a. schlechte Kredite aus den USA "weiterverkauft" hat, um so neues Kapital zu bekommen. Dummerweise sind da ne Menge Banken und Institute dran beteiligt...Heute ist glaube ich so ziemlicher jeder Index eines Finanzinstituts (auch Deutsche Bank) runtergegangen...
Poy studiert ja mehr oder weniger angewandet Finanzmathematik, und ist derzeit oft an der Wall Street. Einer ihrer Kommilitonen hatte ein Praktikum bei Lehman in Singapur gemacht. Er hatte eine Vollzeitstelle für nach seinem Studium angeboten bekommen. Jetzt bangt er, dass es die Firma überhaupt noch gibt. Insgesamt werden derzeit in diesem Bereich viele Leute entlassen, und es ist eigentlich ne schlechte Zeit das zu studieren, was Poy studiert. Aber so ist das manchmal. Aber sie will ja sowieso lieber Forschung machen, als in der Bank zu arbeiten ;)
Derzeit lese ich übrigens "Per Anhalter durch die Galaxis" (natürlich auf Englisch). Unterhaltsam, unterhaltsam...Lesen ist hier äußerst angesagt, weil man z.B. in der Metro oft recht lange unterwegs ist. Ich z.B. fahre etwa 30 Minuten am Stück. Da kann man ne Menge lesen...
Ach ja, der Schimmel ist immer noch da...
Donnerstag, 11. September 2008
Metallica!
Thank you for purchasing tickets on Ticketmaster.
Your order number for this purchase is 9-40409/PHI.
You will receive your tickets via: Standard Mail - Your tickets will be mailed to your billing address and delivered no later than 48 hours before the event in a plain unmarked white envelope.
We'll email you when your tickets are printed and about to be shipped.
You purchased 3 tickets to:
_____________________________________________________________________________________________
Metallica with Machine Head and The Sword
Prudential Center, Newark, NJ
Sun, Feb 1, 2009 07:00 PM
Yeah!! Habe gestern Tickets für Metallica im Januar gekauft. Ich bin zwar nicht wirklich begeistert von den neuen Liedern bisher, aber Metallica ist Metallica und ein Fan ist ein Fan, (fast) egal was passiert.
Der Schimmel ist immer noch da, weil der Vermieter nicht kam und ich ihn bisher noch nicht angerufen hab. Obwohl wir immer noch kein Internet angemeldet haben, ist WiFi verfügbar, weil jemand aus Nettigkeit wohl sein WiFi nicht verschlüsselt hat ;) Daher kann ich jetzt auch von zu Hause bloggen.
Derzeit findet in Little Italy ein riesiges "Food-Festival" (zu dt. "Ess-Fest") statt, ich glaub da werden wir heute abend mal vorbeischauen. Ich muss dringend mehr Bilder machen, ich entschuldige mich vielmals :)
So, weiterschreiben an der endlosen Bachelorarbeit...
Donnerstag, 4. September 2008
Wohnung und IKEA
Die letzten Tage waren anstrengend. Wir haben bis Sonntag abend bei Shoufang (Poys Kollegin) uebernachtet, und mussten dort bis 17:00 raus sein. Ausserdem gabs an eben diesem Sonntag eine Party, bei meinem Professor zu Hause, zu der ich unbedingt wollte (und die um 13:00 anfangen sollte). Aus lauter Verzweiflung haben Poy und ich uns ein Auto gemietet, die Sachen eingeladen und das Auto in einer Garage fuer $10 untergestellt. Diesmal wars ein Umzugsauto, mehr ein kleiner Bus wie ein Auto (genannt "Van"). War relativ guenstig, pro Tag $20, aber mit knapp $1 pro gefahrener Meile (ca. 1,6 km) auch wieder teuer, da wir in Jersey City waren und nach Brooklyn mussten. Ein ziemlicher Aufwand, bis wir das Auto hatten, da Umzugsfirma, die alle benutzen, genannt UHaul, grundsaetzlich das Auto erst fest reseviert nachdem man angerufen hat, und dann nochmal einen Tag vor dem eigentlichen Leihbeginn den Kunden anruft, und Ort und Zeit klarmacht. Allerdings hat uns keiner angerufen! Eigentlich, so der Slogan, gibts dann $50. Am Ende haben wir dann nochmal angerufen, aber kein Geld bekommen...Egal.
Wie auch immer. Sachen eingeladen, Wagen untergestellt, und mit dem Zug zur Party. War super! Prof. Grishman wohnt mit seiner Familie weit weg von Manhattan, in New Jersey. Insgesamt haben wir 1,5 Std. mit Zug, Bus und Laufen verbracht, bis wir dort waren. Aber ein krasses Anwesen hat er. Mit Swimming Pool und Tennisplatz, und ein RIESIGES Haus. Eingeladen waren alle Studenten, die er gerade betreut und noch ein paar andere Forscher, die auch in derselben Gruppe arbeiten. Alles in allem vielleicht 10 Leute, die z.T. auch noch Partner und Kinder mitgebracht haben. War lustig, und ich hab mich danach wesentlich besser gefuehlt. Alles normale Leute, mit denen man sich gut unterhalten kann. Keine abgefahrenen Freaks, die vergessen haben was eine Sonne ist.
Auf dem Weg zur Party haben wir noch erfahren, dass wir ab 17:00 in unsere Wohnung reinkoennen. Die Tuer ist offen, der Schluessel liegt drinnen. Also sind wir nach der Party zurueck zum Auto und auf nach Brooklyn. Der Trip hat ewig gedauert, weil wir uns verfahren haben, die Strecke relativ weit ist, und wir nicht durch den beruehmten Holland-Tunnel fahren durften. Denn dieser ist nicht frei fuer "kommerzielle Fahrzeuge", was micht ziemlich genervt hat, da wir erstmal 30 Minuten im Stau gestanden hatten, bis wir ueberhaupt zum Tunnel gekommen sind. Die Tunnel sind uebrigens alle kostenpflichtig, und mit $5 bis $8 auch nicht gerade billig. Aber ohne Tunnel gehts fast nicht, es gibt nicht ueberall Bruecken.
Der erste Eindruck in der neuen Wohnung war gut, alles war mehr oder weniger sauber. Nur das Badezimmer war (und ist) nicht so toll, da die Vormieter uns Schimmel hinterlassen haben. Das Schraenkchen im Bad war total verschimmelt, an der Decke gibts Schimmel (und auch das schwarze Zeug, das man Spor nennt, und dann noch irgendein roter Pilz, keine Ahnung) und lustigerweise hat jemand Holzpanelen an der Wand installiert, hinter denen der gruene Pilz ebenfalls wunderbar waechst. Der Vermieter ist informiert und wird sich morgen darum kuemmern.
Der Rest ist wie gesagt OK. Wir haben Montag und Mittwoch mit IKEA und verschiedenen anderen Supermaerkten verbracht, bis wir alle Moebel zusammen hatten. Teuer, teuer, weil wir ja fast nichts haben. Darueberhinaus ist IKEA hier super teuer (nur ein Beispiel: der Rattan-Stuhl, den ich so gerne hab, kostet hier $49 und bei uns 20 Euro). Die Wohnung haben wie saubergemacht, und alles soweit eingeraeumt und aufgebaut. Stress, Stress, Stress...vorallem mit dem bloeden Sofa, das wir gekauft haben. Ein riesen Ding, das schlicht und einfach nicht durch den Hausflur und die Treppe rauf wollte. Am Ende war der Boden vom Sofa kaputt, und ein Teil des Hausflurs beschaedigt...Tja, umziehen bzw. einziehen hinterlaesst immer ein paar Spuren.
Die Gegend um unsere Wohnung rum ist nett. Wenn ich nach Hause gehe und auf dem Weg die Strassen hinabblicke, sieht man in weiter Ferne die Freiheitsstatue blinken. Seltsames Gefuehl. Und wenn zur UBahnstation von meinem Buero aus laufe, laufe ich schnurstracks auf Empire State Building zu.
Mittlerweile habe ich auch eine Gitarre (fuer $180) gekauft. Man lebt sich ein.
Ich hab mir ja vorgenommen nicht mehr soviel auf einmal zu schreiben, deswegen halte ich jetzt die Klappe. Bis dann ;)
Wie auch immer. Sachen eingeladen, Wagen untergestellt, und mit dem Zug zur Party. War super! Prof. Grishman wohnt mit seiner Familie weit weg von Manhattan, in New Jersey. Insgesamt haben wir 1,5 Std. mit Zug, Bus und Laufen verbracht, bis wir dort waren. Aber ein krasses Anwesen hat er. Mit Swimming Pool und Tennisplatz, und ein RIESIGES Haus. Eingeladen waren alle Studenten, die er gerade betreut und noch ein paar andere Forscher, die auch in derselben Gruppe arbeiten. Alles in allem vielleicht 10 Leute, die z.T. auch noch Partner und Kinder mitgebracht haben. War lustig, und ich hab mich danach wesentlich besser gefuehlt. Alles normale Leute, mit denen man sich gut unterhalten kann. Keine abgefahrenen Freaks, die vergessen haben was eine Sonne ist.
Auf dem Weg zur Party haben wir noch erfahren, dass wir ab 17:00 in unsere Wohnung reinkoennen. Die Tuer ist offen, der Schluessel liegt drinnen. Also sind wir nach der Party zurueck zum Auto und auf nach Brooklyn. Der Trip hat ewig gedauert, weil wir uns verfahren haben, die Strecke relativ weit ist, und wir nicht durch den beruehmten Holland-Tunnel fahren durften. Denn dieser ist nicht frei fuer "kommerzielle Fahrzeuge", was micht ziemlich genervt hat, da wir erstmal 30 Minuten im Stau gestanden hatten, bis wir ueberhaupt zum Tunnel gekommen sind. Die Tunnel sind uebrigens alle kostenpflichtig, und mit $5 bis $8 auch nicht gerade billig. Aber ohne Tunnel gehts fast nicht, es gibt nicht ueberall Bruecken.
Der erste Eindruck in der neuen Wohnung war gut, alles war mehr oder weniger sauber. Nur das Badezimmer war (und ist) nicht so toll, da die Vormieter uns Schimmel hinterlassen haben. Das Schraenkchen im Bad war total verschimmelt, an der Decke gibts Schimmel (und auch das schwarze Zeug, das man Spor nennt, und dann noch irgendein roter Pilz, keine Ahnung) und lustigerweise hat jemand Holzpanelen an der Wand installiert, hinter denen der gruene Pilz ebenfalls wunderbar waechst. Der Vermieter ist informiert und wird sich morgen darum kuemmern.
Der Rest ist wie gesagt OK. Wir haben Montag und Mittwoch mit IKEA und verschiedenen anderen Supermaerkten verbracht, bis wir alle Moebel zusammen hatten. Teuer, teuer, weil wir ja fast nichts haben. Darueberhinaus ist IKEA hier super teuer (nur ein Beispiel: der Rattan-Stuhl, den ich so gerne hab, kostet hier $49 und bei uns 20 Euro). Die Wohnung haben wie saubergemacht, und alles soweit eingeraeumt und aufgebaut. Stress, Stress, Stress...vorallem mit dem bloeden Sofa, das wir gekauft haben. Ein riesen Ding, das schlicht und einfach nicht durch den Hausflur und die Treppe rauf wollte. Am Ende war der Boden vom Sofa kaputt, und ein Teil des Hausflurs beschaedigt...Tja, umziehen bzw. einziehen hinterlaesst immer ein paar Spuren.
Die Gegend um unsere Wohnung rum ist nett. Wenn ich nach Hause gehe und auf dem Weg die Strassen hinabblicke, sieht man in weiter Ferne die Freiheitsstatue blinken. Seltsames Gefuehl. Und wenn zur UBahnstation von meinem Buero aus laufe, laufe ich schnurstracks auf Empire State Building zu.
Mittlerweile habe ich auch eine Gitarre (fuer $180) gekauft. Man lebt sich ein.
Ich hab mir ja vorgenommen nicht mehr soviel auf einmal zu schreiben, deswegen halte ich jetzt die Klappe. Bis dann ;)
Freitag, 29. August 2008
eine woche (fast) vorbei
Die letzten Tage habe ich vollzeit mit meiner Bachelorarbeit verbracht, die leider immer noch nicht fertig ist. Aber mittlerweile ist ein Ende in Aussicht, und das sollte es auch. Denn ich muss ja jetzt hier arbeiten...Immerhin hab ich schonmal dran gedacht, die Abgabefrist fuer die Arbeit zu verlaengern, jetzt hab ich Zeit bis Mitte Oktober.
Mein Buero ist im 7. Stock, in einem netten, unscheinbaren Gebaeude im Broadway. Alles ist durch Wachen gesichert, und auch sonst gibt es ueberall Sicherheitstueren, die ich mit meiner tollen NYU-ID-Karte oeffnen kann. Mit in meinem Buero sitzt ein Doktorand, der ein Englisch-Chinesisch-Uebersetzungstool baut, ohne auch nur ein Wort Chinesisch sprechen zu koennen ;)
Mittlerweile habe ich auch soweit alles administrative hinter mir. Ich habe jetzt Steuernummer, Bankkonto, Handy, Wohnung, Metrokarte und NYU-ID. Fehlt nur noch ein Detail wegen der Versicherung, die von der NYU bezahlt wird.
Fuer Poy gings gestern wieder los. Ihre Uni-Raeume sind mehr oder weniger direkt in der Wall Street, was ich aber eher schlecht finde, da das Essen in der Umgebung schlecht und teuer ist und die ganze Umwelt dort viel zu gehetzt. Oh! Ausserdem hab ich gestern das erste Mal seit Wochen wieder Burger-King-Fastfood gegessen, und meine erste Cola in 2 Wochen getrunken. Der Grund ist wahrscheinlich ein stiller Protest, aber auch dass Soda-Getraenke hier immer aus dem Automat kommen und damit auf Dauer einfach mies schmecken. Im Burger King waren fast nur Schwarze, was wieder die These bestaetigt, dass Burger King und McDoof von der reichen weissen Oberschicht vorwiegend gemieden werden, was nicht heisst dass das McDonalds am Times Square (mit drei Stockwerken, eigenen Bildschirmen an den meissten Tischen, das groesste das ich bisher gesehen habe) nicht trotzdem super voll ist, hier aber zumeisst mit Touristen.
Mich nervt die allgemeine Verschwendungskultur hier. Jeder Imbiss und auch viele sogenannte Restaurants haben kein echtes Geschirr, und selbst wenn man sagt "zum Hieressen" gibts immer nur Pappe und Plastik, die spaeter komplett entsorgt werden. Nachts sind in vielen Geschaeften und Buerogebaeuden alle Lichter an, auch wenn kein Mensch drin ist! Und da Wasser kostenlos ist, herrscht allgemeine Wasserverschwendung, da koennen sie noch so auffaellig in den Mietvertrag schreiben "der Mieter ist dazu angehalten Energie zu sparen".
Die UBahn empfinde ich mittlerweile als sehr angenehm, und durch meine Metrokarte mit unbegrenzt vielen Fahrten auch erschwinglich. Lustig ist, dass man oft beim Mittagessen oder auch nur beim Laufen auf der Strasse, den Boden wackeln spuert, weil gerade eine UBahn darunter vorbeifaehrt.
Die Uni selber ist klasse, und in keinster Weise mit unserer lieben kleinen Saarbruecker Uni vergleichbar. Die Bibliothek (bzw. eine der Bibliotheken) hat glaube ich 10 Stockwerke, mit ewig vielen Aufenthaltsraeumen und mit wahrscheinlich jedem Buch das jemals geschrieben wurde. Na ja...
Ich hab immer noch keine Gitarre. Bisher hab ich mir einfach noch nicht die Zeit dafuer genommen...diese bloede Arbeit muss endlich fertig werden...
Jetzt hab ich Hunger und gehe mal fruehstuecken/Mittag essen.
Mein Buero ist im 7. Stock, in einem netten, unscheinbaren Gebaeude im Broadway. Alles ist durch Wachen gesichert, und auch sonst gibt es ueberall Sicherheitstueren, die ich mit meiner tollen NYU-ID-Karte oeffnen kann. Mit in meinem Buero sitzt ein Doktorand, der ein Englisch-Chinesisch-Uebersetzungstool baut, ohne auch nur ein Wort Chinesisch sprechen zu koennen ;)
Mittlerweile habe ich auch soweit alles administrative hinter mir. Ich habe jetzt Steuernummer, Bankkonto, Handy, Wohnung, Metrokarte und NYU-ID. Fehlt nur noch ein Detail wegen der Versicherung, die von der NYU bezahlt wird.
Fuer Poy gings gestern wieder los. Ihre Uni-Raeume sind mehr oder weniger direkt in der Wall Street, was ich aber eher schlecht finde, da das Essen in der Umgebung schlecht und teuer ist und die ganze Umwelt dort viel zu gehetzt. Oh! Ausserdem hab ich gestern das erste Mal seit Wochen wieder Burger-King-Fastfood gegessen, und meine erste Cola in 2 Wochen getrunken. Der Grund ist wahrscheinlich ein stiller Protest, aber auch dass Soda-Getraenke hier immer aus dem Automat kommen und damit auf Dauer einfach mies schmecken. Im Burger King waren fast nur Schwarze, was wieder die These bestaetigt, dass Burger King und McDoof von der reichen weissen Oberschicht vorwiegend gemieden werden, was nicht heisst dass das McDonalds am Times Square (mit drei Stockwerken, eigenen Bildschirmen an den meissten Tischen, das groesste das ich bisher gesehen habe) nicht trotzdem super voll ist, hier aber zumeisst mit Touristen.
Mich nervt die allgemeine Verschwendungskultur hier. Jeder Imbiss und auch viele sogenannte Restaurants haben kein echtes Geschirr, und selbst wenn man sagt "zum Hieressen" gibts immer nur Pappe und Plastik, die spaeter komplett entsorgt werden. Nachts sind in vielen Geschaeften und Buerogebaeuden alle Lichter an, auch wenn kein Mensch drin ist! Und da Wasser kostenlos ist, herrscht allgemeine Wasserverschwendung, da koennen sie noch so auffaellig in den Mietvertrag schreiben "der Mieter ist dazu angehalten Energie zu sparen".
Die UBahn empfinde ich mittlerweile als sehr angenehm, und durch meine Metrokarte mit unbegrenzt vielen Fahrten auch erschwinglich. Lustig ist, dass man oft beim Mittagessen oder auch nur beim Laufen auf der Strasse, den Boden wackeln spuert, weil gerade eine UBahn darunter vorbeifaehrt.
Die Uni selber ist klasse, und in keinster Weise mit unserer lieben kleinen Saarbruecker Uni vergleichbar. Die Bibliothek (bzw. eine der Bibliotheken) hat glaube ich 10 Stockwerke, mit ewig vielen Aufenthaltsraeumen und mit wahrscheinlich jedem Buch das jemals geschrieben wurde. Na ja...
Ich hab immer noch keine Gitarre. Bisher hab ich mir einfach noch nicht die Zeit dafuer genommen...diese bloede Arbeit muss endlich fertig werden...
Jetzt hab ich Hunger und gehe mal fruehstuecken/Mittag essen.
Dienstag, 26. August 2008
1. Tag NYU
Das Gebaeude, in dem ich arbeite, ist am Broadway. Das klingt jetzt allerdings besser wies eigentlich ist. Der Broadway ist naemlich ewig lang, und fuehrt durch halb Manhattan. Hier koennt ich mal schauen: googlemaps
Der erste Tag, oder eher die ersten Stunden (ich war erst um 1 dort und bin um halb fuenf schon wieder gegangen...), waren gut und recht interessant. Ich wurde empfangen von Ralph Grishman, der Professor in dessen Gruppe ich arbeite. Er hat mir was zu lesen gegeben, worueber wir dann spaeter gesprochen haben. Auch sonst haben wir uns gut unterhalten. Er ist unglaublich nett und offen, hat mir sogar seine Privatnummer gegeben, falls es irgendwelche Probleme geben sollte. Insgesamt hab ich das Gefuehl, dass das Verhaeltnis zwischen Studenten und Dozenten hier insgesamt sehr eng ist, weil die Dozenten sich eigentlich auch nur um die Studenten kuemmern muessen. Sie geben die Kurse, die Hausaufgaben, Klausuren usw. werden von Assistenten geregelt. Wir haben auch noch ueber das Studiensystem in Deutschland und den USA allgemein gesprochen. Davon berichte ich dann aber spaeter...
Wie gesagt, es war interessant. Ich hab jetzt ein paar Paper zu lesen, und ich muss ja auch noch meine Bachelor-Arbeit zuende bringen. Von daher bin ich gut beschaeftigt...
Poy draengt dass wir doch mal fruehstuecken gehen jetzt. OK, OK...
Dann bis bald.
Der erste Tag, oder eher die ersten Stunden (ich war erst um 1 dort und bin um halb fuenf schon wieder gegangen...), waren gut und recht interessant. Ich wurde empfangen von Ralph Grishman, der Professor in dessen Gruppe ich arbeite. Er hat mir was zu lesen gegeben, worueber wir dann spaeter gesprochen haben. Auch sonst haben wir uns gut unterhalten. Er ist unglaublich nett und offen, hat mir sogar seine Privatnummer gegeben, falls es irgendwelche Probleme geben sollte. Insgesamt hab ich das Gefuehl, dass das Verhaeltnis zwischen Studenten und Dozenten hier insgesamt sehr eng ist, weil die Dozenten sich eigentlich auch nur um die Studenten kuemmern muessen. Sie geben die Kurse, die Hausaufgaben, Klausuren usw. werden von Assistenten geregelt. Wir haben auch noch ueber das Studiensystem in Deutschland und den USA allgemein gesprochen. Davon berichte ich dann aber spaeter...
Wie gesagt, es war interessant. Ich hab jetzt ein paar Paper zu lesen, und ich muss ja auch noch meine Bachelor-Arbeit zuende bringen. Von daher bin ich gut beschaeftigt...
Poy draengt dass wir doch mal fruehstuecken gehen jetzt. OK, OK...
Dann bis bald.
Sonntag, 24. August 2008
Krank
Wie immer, wenn der Randolf zu wenig schlaeft, wird er krank. Unpassend, einen Tag bevor ich anfange zu arbeiten. Die Aussicht ist immer noch gigantisch, kleine Segelboote befahren den Hudson River, direkt von Manhattan. Tolle Aussicht!

Unsere Wohnung könnt ihr übrigens recht einfach betrachten, zumindest von außen. Klickt auf folgende Link und dann auf das kleine gelbe Männchen. Dann könnt ihr Bilder sehen, die sich auch noch drehen lassen ;)
http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=275+23rd+street,+brooklyn&sll=40.643608,-73.953631&sspn=0.006268,0.013819&layer=c&ie=UTF8&cbll=40.659411,-73.993248&panoid=j7aqC9Opk0-iL3m-iSarPw&ll=40.662557,-73.992448&spn=0.006267,0.013819&z=16&cbp=1,47.43135741626372,,0,7.669297170612288
Unser Haus ist das mit dem blauen Dach über der Haustür. Und ihr könnt auch die Mauer zum Elektrizitätswerk sehen.
Gestern gabs auf dem Time Square ein Demontstration von Exil-Tibetern gegen China, bzw. gegen den Genozid, der von China verübt wird. Wir kamen leider als schon alles vorbei war, aber die hatten schon nette T-Shirts, wenn diese auch wenig aggressiv auf mich gewirkt haben.

Ansonsten ist der Time Square schrecklich. Laut, voll und teuer. Ein Wasser kostet dort das 3fache. Noch eine nette Kleinigkeit nebenbei: Im Supermarkt ist Cola billiger wie Wasser. Das ist mal ein Zeichen, oder?
Zurück zum Time Square. Im Prinzip ist er nur für Touristen gemacht, mit den bekannte Broadway Theatern und dem Militär-Häuschen, in dem neue Soldaten angeworben werden, und an dem außen die ganze Zeit über die Armee in heroischen Videos gerühmt wird. In der UBahn am Times Square findet man immer interessante Leute, die sich mit Musik, Tanz oder was auch immer präsentieren. Besonders cool fand ich bisher den Trommler mit den Mülltonnen und verschieden Breakdance-Gruppen. Könnt ich mich ja auch mal hinstellen :)
Essen ist im AmiLand grundsätzlich teuer. Selbst billiges chinesisches Essen, das aber eigentlich recht gut schmeckt (auf jeden Fall besser wie im deutschen Lande, d.h. echt chinesisch), kostet zwischen $10 und $15. Gutes Essen für unter $10 ist schwierig zu finden, und ist eigentlich immer frittiert, zu süß oder zu fett. Soda (d.h. Cola, Fanta und der ganze Kram) sind immer am billigsten. Lustigerweise trinke ich hier weniger davon wie zu Hause, vielleicht auch aus Protest. Aber vorallem auch weil es den Tag über immer so heiß ist, dass ich mit Cola einfach nicht überleben kann. Das Zeug macht nur noch durstiger, genauso wie meine sonst heißgeliebten Smoothies. Was ich super finde, ist die Pizza. Die Amerikaner lieben Käse, und das merkt man an der Pizza. Leckerer Boden und viiiieeel Käse ;) Wie in Thailand muss ich hier sagen, man bekommt einfach ne riesige Auswahl, und alles kostet ähnlich viel. Wirklich zu empfehlen sind auch gute Burger, also nicht der Fraß von McDoof oder Burger King.
Danke für die netten Kommentare und Emails. Mir ist grad aufgefallen, dass der Dollar wieder stark im Kommen ist ("nur" noch $1,45 für einen Euro). Trotzdem hoffe ich doch, dass ihr mich zahlreich besuchen kommt. Denn unsere Wohnung ist riesig (meiner Meinung nach). Falls es euch interessiert, was Wohnungen hier so kosten, schaut mal auf craigslist: http://newyork.craigslist.org/abo/
Das ist so ne Art Findling fürs Internet. Man findet alles!
Ich ruhe mich jetzt noch ein wenig aus, und schaue nach einer Gitarre auf craiglist...
Unsere Wohnung könnt ihr übrigens recht einfach betrachten, zumindest von außen. Klickt auf folgende Link und dann auf das kleine gelbe Männchen. Dann könnt ihr Bilder sehen, die sich auch noch drehen lassen ;)
http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=275+23rd+street,+brooklyn&sll=40.643608,-73.953631&sspn=0.006268,0.013819&layer=c&ie=UTF8&cbll=40.659411,-73.993248&panoid=j7aqC9Opk0-iL3m-iSarPw&ll=40.662557,-73.992448&spn=0.006267,0.013819&z=16&cbp=1,47.43135741626372,,0,7.669297170612288
Unser Haus ist das mit dem blauen Dach über der Haustür. Und ihr könnt auch die Mauer zum Elektrizitätswerk sehen.
Gestern gabs auf dem Time Square ein Demontstration von Exil-Tibetern gegen China, bzw. gegen den Genozid, der von China verübt wird. Wir kamen leider als schon alles vorbei war, aber die hatten schon nette T-Shirts, wenn diese auch wenig aggressiv auf mich gewirkt haben.
Ansonsten ist der Time Square schrecklich. Laut, voll und teuer. Ein Wasser kostet dort das 3fache. Noch eine nette Kleinigkeit nebenbei: Im Supermarkt ist Cola billiger wie Wasser. Das ist mal ein Zeichen, oder?
Zurück zum Time Square. Im Prinzip ist er nur für Touristen gemacht, mit den bekannte Broadway Theatern und dem Militär-Häuschen, in dem neue Soldaten angeworben werden, und an dem außen die ganze Zeit über die Armee in heroischen Videos gerühmt wird. In der UBahn am Times Square findet man immer interessante Leute, die sich mit Musik, Tanz oder was auch immer präsentieren. Besonders cool fand ich bisher den Trommler mit den Mülltonnen und verschieden Breakdance-Gruppen. Könnt ich mich ja auch mal hinstellen :)
Essen ist im AmiLand grundsätzlich teuer. Selbst billiges chinesisches Essen, das aber eigentlich recht gut schmeckt (auf jeden Fall besser wie im deutschen Lande, d.h. echt chinesisch), kostet zwischen $10 und $15. Gutes Essen für unter $10 ist schwierig zu finden, und ist eigentlich immer frittiert, zu süß oder zu fett. Soda (d.h. Cola, Fanta und der ganze Kram) sind immer am billigsten. Lustigerweise trinke ich hier weniger davon wie zu Hause, vielleicht auch aus Protest. Aber vorallem auch weil es den Tag über immer so heiß ist, dass ich mit Cola einfach nicht überleben kann. Das Zeug macht nur noch durstiger, genauso wie meine sonst heißgeliebten Smoothies. Was ich super finde, ist die Pizza. Die Amerikaner lieben Käse, und das merkt man an der Pizza. Leckerer Boden und viiiieeel Käse ;) Wie in Thailand muss ich hier sagen, man bekommt einfach ne riesige Auswahl, und alles kostet ähnlich viel. Wirklich zu empfehlen sind auch gute Burger, also nicht der Fraß von McDoof oder Burger King.
Danke für die netten Kommentare und Emails. Mir ist grad aufgefallen, dass der Dollar wieder stark im Kommen ist ("nur" noch $1,45 für einen Euro). Trotzdem hoffe ich doch, dass ihr mich zahlreich besuchen kommt. Denn unsere Wohnung ist riesig (meiner Meinung nach). Falls es euch interessiert, was Wohnungen hier so kosten, schaut mal auf craigslist: http://newyork.craigslist.org/abo/
Das ist so ne Art Findling fürs Internet. Man findet alles!
Ich ruhe mich jetzt noch ein wenig aus, und schaue nach einer Gitarre auf craiglist...
Freitag, 22. August 2008
Wohnung (die letzte), Niagara
Das koennte ein langer Eintrag werden. Aber ich habe gelernt aus alten Fehlern. Daher werde ich mich versuchen kurzzufassen, um eure wertvolle Zeit nicht zu stehlen :)
Am 4. Tag der endlosen Wohnungssuche waren wir immer noch erfolglos. Die Appartments, die wir wollten, konnten wir nicht bekommen. Die anderen waren entweder zu teuer oder einfach mies. Ausserdem mussten wir aus dem Hotel raus. Unser Gepaeck haben wir dort gelassen und sind weiter auf die Suche. Am Abend, ziemlich demotiviert, haben wir versucht was zum Unterkommen zu finden. Poy hat rumtelefoniert (viele von ihren Studienkollegen haben ueber den Sommer hier gearbeitet und haben Wohnungen). Matten, ein netter Amerikaner, der nicht verlieren kann beim Poker, hat uns zu einem Freund gebracht, der in Brooklyn Heights wohnt. Was eine Aussicht! Krass, wie schoen Manhattan bei Nacht sein kann. Wer hierherkommt, der muss auf jeden Fall zu dieser Promenade. Die krasseste Aussicht, die ich je hatte (in einer Grossstadt). Die Wohnung war auch krass. Alt und einfach viel zu luxurioes fuer mich. Aber teuer ists dort. Wohnungen dort kosten zwischen $2200 und $4000. Tja...
Am naechsten Morgen gings weiter. Irgendwann mittags war dann klar, dass wir eine Wohnung in Park Slope (gute Gegend) nehmen. Die Wohnung ist ok, kein Kracher, aber man kann darin fuer 7 Monate leben. Kostet "nur" $1650. Ist aber sauber und geraumig. Ihr koennt mich also fleissig besuchen :) Das Einzige was nicht so toll ist, ist das Elekrizitaetswerk auf der anderen Seite. Ich poste spaeter ein paar Bilder.
Wir haben eine Monatsmiete angezahlt, damit war die Wohnung sicher. Was jetzt? Wir haben ein Auto gemietet und sind auf nach Ithaca, wo die Uni von Poy (Cornell) ist. 3,5 Std. spaeter waren wir dort. Ihre ehemalige Zimmerpartnerin war nicht da, so dass wir in ihrer Wohnung wohnen konnten. Ach ja, eins vielleicht. In New York ist es derzeit schlicht und einfach verdammt heiss. Die Luft steht, und vorallem in der Ubahn kann man fast nicht atmen. In Ithaca dagegen war es abends so was von kalt, dass ich erst mal ne Erkaeltung eigefangen hab. Ist eben ein gutes Stueck hoeher.
Am naechsten Morgen sind wir weiter zu den Niagarafaellen gefahren, etwa 3 Std. von Ithaca. Da Poy ein Visum fuer Kanada braucht, konnten wir nur die amerikanische Seite besichtigen. Weil jedoch diese wesentlich besser sein soll, sind wir nach Bufallo gefahren (1 Std. von den Niagarafaellen), haben dort uebernachtet und sind am naechsten Morgen zur kanadischen Botschaft gegangen. Am Abend in Buffalo haben wir ausserdem noch ein Baseball-Spiel besucht (ist ziemlich langweilig) und haben - ja was schon - Buffalo Wings gegessen, die tatsaechlich von hier kommen. Am naechsten Tag haben wir dann auch noch die kanadische Seite der Niagarafaelle besucht, und sind dann alsbald nach Hause, d.h. nach New York zurueck. Da wir noch keine Wohnung haben, bzw. erst am 1.9. einziehen koennen, hat Poy wieder telefoniert. Diesmal sind wir bei einer chinesischen Kommilitonin eingezogen, die in New Jersey wohnt. Hier werden wir bis 31.8. bleiben und koennen dann hoffentlich vllt. auch schon in unsere neue Wohnung. Ach ja, wir sind eigentlich nur nach Ithaca, um Sachen von Poy mitzunehmen. Das Auto war voll bis oben hin, und das Zeug ist jetzt alles hier. Auch hier ist die Sicht fantastisch. Aber hier wohnen moecht ich nicht. Schrecklich kahl und ein wenig wie in Pudong in Shanghai, das neue Viertel in Shanghai. Abgesehen von diesem einsamen Oertchen ist New Jersey super, und genauso teuer wie Brooklyn. Die Naehe zu Manhattan machts.
Jetzt hab ich eigentlich noch nichts erzaehlt. Die Niagarafaelle sind unbeschreiblich, und auch sonst hab ich mittlerweile ein Menge erzaehlenswerter Dinge erlebt. Um euch Lebenszeit zu sparen, sag ich mal bis zum naechsten Mal :)
Morgen kann ich hoffentlich ein wenig arbeiten. Wir hatten einige Abenteuer, vorallem mit dem Mietwagen. Teuer sag ich nur...Morgen bezahlen wir den Rest fuer die Wohnung, am Montag fang ich an zu arbeiten. Mal sehen was noch so passiert. Ich freue mich uebrigens ueber jeglichen Kommentar. Ist nett zu sehen, dass andere Menschen in Gedanken bei mir sind.
Am 4. Tag der endlosen Wohnungssuche waren wir immer noch erfolglos. Die Appartments, die wir wollten, konnten wir nicht bekommen. Die anderen waren entweder zu teuer oder einfach mies. Ausserdem mussten wir aus dem Hotel raus. Unser Gepaeck haben wir dort gelassen und sind weiter auf die Suche. Am Abend, ziemlich demotiviert, haben wir versucht was zum Unterkommen zu finden. Poy hat rumtelefoniert (viele von ihren Studienkollegen haben ueber den Sommer hier gearbeitet und haben Wohnungen). Matten, ein netter Amerikaner, der nicht verlieren kann beim Poker, hat uns zu einem Freund gebracht, der in Brooklyn Heights wohnt. Was eine Aussicht! Krass, wie schoen Manhattan bei Nacht sein kann. Wer hierherkommt, der muss auf jeden Fall zu dieser Promenade. Die krasseste Aussicht, die ich je hatte (in einer Grossstadt). Die Wohnung war auch krass. Alt und einfach viel zu luxurioes fuer mich. Aber teuer ists dort. Wohnungen dort kosten zwischen $2200 und $4000. Tja...
Am naechsten Morgen gings weiter. Irgendwann mittags war dann klar, dass wir eine Wohnung in Park Slope (gute Gegend) nehmen. Die Wohnung ist ok, kein Kracher, aber man kann darin fuer 7 Monate leben. Kostet "nur" $1650. Ist aber sauber und geraumig. Ihr koennt mich also fleissig besuchen :) Das Einzige was nicht so toll ist, ist das Elekrizitaetswerk auf der anderen Seite. Ich poste spaeter ein paar Bilder.
Wir haben eine Monatsmiete angezahlt, damit war die Wohnung sicher. Was jetzt? Wir haben ein Auto gemietet und sind auf nach Ithaca, wo die Uni von Poy (Cornell) ist. 3,5 Std. spaeter waren wir dort. Ihre ehemalige Zimmerpartnerin war nicht da, so dass wir in ihrer Wohnung wohnen konnten. Ach ja, eins vielleicht. In New York ist es derzeit schlicht und einfach verdammt heiss. Die Luft steht, und vorallem in der Ubahn kann man fast nicht atmen. In Ithaca dagegen war es abends so was von kalt, dass ich erst mal ne Erkaeltung eigefangen hab. Ist eben ein gutes Stueck hoeher.
Am naechsten Morgen sind wir weiter zu den Niagarafaellen gefahren, etwa 3 Std. von Ithaca. Da Poy ein Visum fuer Kanada braucht, konnten wir nur die amerikanische Seite besichtigen. Weil jedoch diese wesentlich besser sein soll, sind wir nach Bufallo gefahren (1 Std. von den Niagarafaellen), haben dort uebernachtet und sind am naechsten Morgen zur kanadischen Botschaft gegangen. Am Abend in Buffalo haben wir ausserdem noch ein Baseball-Spiel besucht (ist ziemlich langweilig) und haben - ja was schon - Buffalo Wings gegessen, die tatsaechlich von hier kommen. Am naechsten Tag haben wir dann auch noch die kanadische Seite der Niagarafaelle besucht, und sind dann alsbald nach Hause, d.h. nach New York zurueck. Da wir noch keine Wohnung haben, bzw. erst am 1.9. einziehen koennen, hat Poy wieder telefoniert. Diesmal sind wir bei einer chinesischen Kommilitonin eingezogen, die in New Jersey wohnt. Hier werden wir bis 31.8. bleiben und koennen dann hoffentlich vllt. auch schon in unsere neue Wohnung. Ach ja, wir sind eigentlich nur nach Ithaca, um Sachen von Poy mitzunehmen. Das Auto war voll bis oben hin, und das Zeug ist jetzt alles hier. Auch hier ist die Sicht fantastisch. Aber hier wohnen moecht ich nicht. Schrecklich kahl und ein wenig wie in Pudong in Shanghai, das neue Viertel in Shanghai. Abgesehen von diesem einsamen Oertchen ist New Jersey super, und genauso teuer wie Brooklyn. Die Naehe zu Manhattan machts.
Jetzt hab ich eigentlich noch nichts erzaehlt. Die Niagarafaelle sind unbeschreiblich, und auch sonst hab ich mittlerweile ein Menge erzaehlenswerter Dinge erlebt. Um euch Lebenszeit zu sparen, sag ich mal bis zum naechsten Mal :)
Morgen kann ich hoffentlich ein wenig arbeiten. Wir hatten einige Abenteuer, vorallem mit dem Mietwagen. Teuer sag ich nur...Morgen bezahlen wir den Rest fuer die Wohnung, am Montag fang ich an zu arbeiten. Mal sehen was noch so passiert. Ich freue mich uebrigens ueber jeglichen Kommentar. Ist nett zu sehen, dass andere Menschen in Gedanken bei mir sind.
Sonntag, 17. August 2008
Wohnungssuche die dritte...
Am dritten Tag unserer Suche nach der Wohnung unserer Wahl stehen wir immer noch ohne Vertrag da. Die Dame von gestern hatte nicht geantwortet. Nach 10.000 Versuchen sie zu erreichen hat sie uns angerufen und gemeint dass Sonntags ja gar keiner arbeitet und sie den Landlord (Vermieter) nicht erreichen kann. Zwischendurch haben wir uns über den Tag verteilt einige Wohnungen angeschaut, alle in Park Slope / Sunset Park, d.h. in Süd-Brooklyn. Das letzte Appartment war großartig, zumindest meiner Meinung nach. Ist in einem von diesen Häusern, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, und dann auch noch direkt gegenüber von einem Park, der recht nett ist, mit super Aussicht auf Manhattan. Muss man gesehen haben, auch als Tourist ganz nett. Der Vermieter ist super nett. Die Wohnung ist quasi der 1. Stock seines Hauses, er wohnt unten mit seiner Frau. Die Wohnung selber ist ok, ein wenig zu groß für uns, aber was solls. Alles ist etwas alt, aber ich finde die Lage und den Vermieter super. Die Wohnung ist OK. Einziges Problem ist eventuell, dass es keine richtige Eingangstür nur für den oberen Teil des Hauses gibt. Man geht eine Treppe hoch, und dort sind dann über den Gang verteilt die einzelnen Zimmer. Ein wenig seltsam, aber ok. Kostet $1750. Ich hätte gerne diese, Poy lieber die andere, weil sie denkt, dass sie dort besser lernen kann (sie denkt es ist zu dunkel). Ich bin mir da nicht so sicher. Mal drüber schlafen...
Die beiden Wohnungen sind übrigens recht nah beieinander. Die halben Stunden nach Manhattan bleibt also. Mal sehen. Morgen werde ich wissen, ob wir eine von beiden bekommen können. Wenn nicht, wirds etwas schwieriger. Morgen mittag müssen wir aus dem Hotel raus. Und ich müsste ja auch mal irgendwann an meiner Arbeit weitermachen. Tja, mal sehen.
Was denkt den die Leserschaft? Ich finde die Wohnung bei dem Park besser, weil wir dort mehr oder weniger mit Amerikanern zusammenwohnen würden. Insgesamt fühlt es sich mehr nach Abenteuer an. Die 1. Wohnung ist da vergleichsweise etwas langweiliger und defintiv anonymer. Außerdem müssten wir da die komplette Miete vorstrecken, da wir wohl keine zweite Person zum Unterschreiben haben.
Alles ein wenig kompliziert. Ich hoffe ich kann morgen schreiben, wies ausgegangen ist. Wenn wir nicht im Hotel sind, dann ist noch zu entscheiden, wo wir denn sein werden ;)
Die beiden Wohnungen sind übrigens recht nah beieinander. Die halben Stunden nach Manhattan bleibt also. Mal sehen. Morgen werde ich wissen, ob wir eine von beiden bekommen können. Wenn nicht, wirds etwas schwieriger. Morgen mittag müssen wir aus dem Hotel raus. Und ich müsste ja auch mal irgendwann an meiner Arbeit weitermachen. Tja, mal sehen.
Was denkt den die Leserschaft? Ich finde die Wohnung bei dem Park besser, weil wir dort mehr oder weniger mit Amerikanern zusammenwohnen würden. Insgesamt fühlt es sich mehr nach Abenteuer an. Die 1. Wohnung ist da vergleichsweise etwas langweiliger und defintiv anonymer. Außerdem müssten wir da die komplette Miete vorstrecken, da wir wohl keine zweite Person zum Unterschreiben haben.
Alles ein wenig kompliziert. Ich hoffe ich kann morgen schreiben, wies ausgegangen ist. Wenn wir nicht im Hotel sind, dann ist noch zu entscheiden, wo wir denn sein werden ;)
Samstag, 16. August 2008
Wohnungssuche
Ein wenig genervt schreib ich wieder kurz vorm Schlafengehen. Nach langem Suchen haben wir ein paar echte gute Wohnungen gefunden heute. Das Problem ist, dass wir nur 7 Monate bleiben wollen. Dafür müssen wir eigentlich überall mehr zahlen. Bei einer Wohnung heute nicht. Die war dann aber auch recht mies. Direkt an der Straße, laut, und mit "Railroad", d.h. man muss ein anderes Zimmer durchqueren, um zu einem bestimmten Raum zu kommen. Dabei hatten zwei große komplett keine Fenster, waren dunkel angestrichen und daher recht deprimierend. Und dafür $1600 ;)
Danach haben wir eine super Wohnung in Sunset Park (http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=Sunset+Park,+brooklyn,+ny&ie=UTF8&ll=40.660978,-73.981934&spn=0.050134,0.11055&z=13) besichtigt. Sehr gute Umgebung, wenn auch voller Latinos (was aber nicht schlecht sein muss). Super Stimmung dort, überall war was los, und wegen Sicherheit brauch man sich dort auch keine Sorgen zu machen. Die Wohnung kostet $1650. Das Problem sind die 7 Monate. Eigentlich bräuchten sie einen "CoSigner", also jemand der eine "credit history", eine Kredithistorie, hat. Da wir die nicht haben, brauchen wir jemand der eine hat, so einfach ist das. Das ist natürlich nicht so einfach, und wer will schon mit voller Haftbarkeit garantieren, in einem Land wie den USA, wo man für jeden Mist verklagt wird, und mit solchen Mietpreisen? Daher haben wir vorgeschlagen doch die ganze Miete auf einmal zu zahlen, plus eine Management fee, um den Vertrag unter 12 Monaten zu halten. Wir warten jetzt auf die Antwort. Ansonsten werden wir morgen nochmal dort in der Gegend versuchen was zu finden. Eigentlich ist es ein wenig weit um jeden Tag nach Manhattan zu fahren (etwa 30 Minuten), aber wahrscheinlich bekommen wir fürs selbe Geld bessere Wohnungen. 10 Minuten weniger bedeuten $500 mehr Miete. Schrecklich...Wie kann man sich sowas leisten? Schaut mal bei Craigslist was Wohnungen so kosten in Manhattan. Nett. (Wohnungen in Manhattan)
Wünscht mir Glück...
Ach ja, schaut doch ein paar Bilder. Sind noch nicht viele, aber werden hoffentlich bald mehr. Sind wieder auf der alten Seite zu bewundern. Durch einen Klick auf die Bilder, die ich gelegentlich in meinem Blog zeige, kommt ihr direkt zum jeweiligen Album.
Danach haben wir eine super Wohnung in Sunset Park (http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=Sunset+Park,+brooklyn,+ny&ie=UTF8&ll=40.660978,-73.981934&spn=0.050134,0.11055&z=13) besichtigt. Sehr gute Umgebung, wenn auch voller Latinos (was aber nicht schlecht sein muss). Super Stimmung dort, überall war was los, und wegen Sicherheit brauch man sich dort auch keine Sorgen zu machen. Die Wohnung kostet $1650. Das Problem sind die 7 Monate. Eigentlich bräuchten sie einen "CoSigner", also jemand der eine "credit history", eine Kredithistorie, hat. Da wir die nicht haben, brauchen wir jemand der eine hat, so einfach ist das. Das ist natürlich nicht so einfach, und wer will schon mit voller Haftbarkeit garantieren, in einem Land wie den USA, wo man für jeden Mist verklagt wird, und mit solchen Mietpreisen? Daher haben wir vorgeschlagen doch die ganze Miete auf einmal zu zahlen, plus eine Management fee, um den Vertrag unter 12 Monaten zu halten. Wir warten jetzt auf die Antwort. Ansonsten werden wir morgen nochmal dort in der Gegend versuchen was zu finden. Eigentlich ist es ein wenig weit um jeden Tag nach Manhattan zu fahren (etwa 30 Minuten), aber wahrscheinlich bekommen wir fürs selbe Geld bessere Wohnungen. 10 Minuten weniger bedeuten $500 mehr Miete. Schrecklich...Wie kann man sich sowas leisten? Schaut mal bei Craigslist was Wohnungen so kosten in Manhattan. Nett. (Wohnungen in Manhattan)
Wünscht mir Glück...
Ach ja, schaut doch ein paar Bilder. Sind noch nicht viele, aber werden hoffentlich bald mehr. Sind wieder auf der alten Seite zu bewundern. Durch einen Klick auf die Bilder, die ich gelegentlich in meinem Blog zeige, kommt ihr direkt zum jeweiligen Album.
Freitag, 15. August 2008
New York
Ich bin da. Ich machs kurz, zum einen weil die meissten doch lieber weniger lesen, zum anderen weil ich nur ein paar Minuten hab. Dann macht der Raum, in dem ich WLan hab zu, hier im Hotel.
Poy und ich sind gestern abend gegen 18:30 gelandet. Danach gings ins Hotel, in der Nähe vom Central Park. Der Flug war schön, und auch was Besonderes. Ich bin das erste Mal mit Lufthansa geflogen, wenn auch nur 50 Minuten von Frankfurt nach Genf. Auf dem Weg dorthin sind wir am Mont Blanc und am Genfer See vorbeigeflogen. Wirklich eine schöne Aussicht...Der Flug von Genf nach New York war dann mit Qatar-Airlines. Sehr guter Service und fabelhaftes Essen werden mir in Erinnerung bleiben. Ach, zum Lufthansa-Flug: Wahrscheinlich aus Sentimentalität hab ich mir tatsächlich ein Bier geholt, das sogar garnicht mal schlecht war (siehe Bilder unten). Und einen Kaffe, und ein Ginger-ale, und ein Wasser. Und alles gleichzeitig ;)
Alles lief reibungslos. Der Abflug aus Deutschland war diesmal recht traurig. Als ich nach China bin, war ich wesentlich gefasster. Diesmal war ich wirklich richtig traurig, wahrscheinlich vorallem weil ich nicht weiß wies denn genau weitergeht, wann ich zurückkomme, und überhaupt.
Das Ankommen war einfach, und wesentlich angenehmer als ich erwartet hatte. Ich habe meinen Sarkasmus ausgelebt und eigentlich bei allen Gelegenheiten über irgendwas amerikanisches gelästert. So muss das sein am Anfang, und wird sich wohl auch schnell ändern. Vielleicht ;) Das Hotel war schnell gefunden, der Raum OK, wenn auch für $120 pro Raum/Nacht recht teuer, meiner Meinung nach, allerdings laut Internet derzeit wegen Hauptsaison am unteren Limit.
Der Tag heute hat dann sehr früh angefangen. Sowohl Poy als auch ich konnten schon früh nicht mehr schlafen. Um 6 sind wir aufgestanden, haben uns was zum Frühstücken gekauft (in einer angeblich europäischen Bäckerei; die hatten sogar Schweinsöhrchen, allerdings hießen sie "Elefante-Ohren") und sind in Richtung Central Park gelaufen. Das war echt nett, und sehr interessant mitanzusehen wie die Amis, wie ich die hier Ansässigen im Folgenden liebevoll nennen werde, durch die Gegend gejoggt sind. Der Central Park ist riesig, und voller Hunde. Ich habe leider keine guten Bilder davon gemacht, aber manchmal habe ich mehr Hunde wie Menschen gesehen, die sich dann jeweils nachlaufen und über die riesigen Wiesen nachjagen. Hübsch.
Danach haben wir einen kleinen Rundgang gemacht, am Goethe-Institut und dem Museum of Modern Arts vorbei in der 4th Avenue (da wo die ganzen Reichen wohnen, wovon ich aber nix gemerkt hab). Dann gings wieder zurück zum Hotel. Das frühe Aufstehen, wahrscheinlich hauptsächlich wegen dem Jet-Lag, sind ja doch immerhin 6 Stunden Unterschied, und der doch recht lange Morgenspaziergang hatten mich wieder müde gemacht und ich hätte gerne geschlafen. Aber ich wollte noch mit meiner Mama reden, und danach gings los mit der Wohnungssuche. Also keine Zeit zum schlafen...
Das mit der Wohnung fing recht gut an. Schnell hatten wir zwei Besichtgigungstermine, beide in Park Slope South in Brooklyn. Der erste Termin war schon recht bald, so dass wir uns schnell zur Metro aufgemacht haben. Die erste Wohnung war dann erstmal ein Schock. Das Haus schief wie bei uns ein Haus mit Grubenschäden, dreckig, an tausend Ecken kaputt und der Typ nervig, obwohl er sich echt bemüht hat. Und der Oberhammer war natürlich der Preis: $1600!!! plus Maklergebühr, wasnochmal eine ganze Monatsmiete ist. Traurigerweise war der zweite Termin mit derselben Makleragentur, und der Herr wollte uns dieselbe Wohnung nochmal zeigen. Unsere Bedingungen sind leider auch ein wenig hart. Wir wollen nur 7 Monate mieten, wobei aber kaum ein Vermieter unter einem Jahr vermieten will. Außerdem wollen wir nicht zu weit von Manhattan wegwohnen, weil man sonst einfach ewig viel hin- und herfahren musss. Wohnen ist in New York teuer, das ist klar. Und mit $1500 - $2000 müssen wir rechnen. Na ja, die hatten dann dort nichts mehr für uns und wir sind weitergezogen. Für heute gaben wir die Wohnungssuche auf, müde wie wir waren und haben uns Richtung Chinatown aufgemacht. Super Idee ;) Chinatown ist krass, richtig krass. Ich habe mich selten so verwirrt gefühlt. Die Straßen und die Menschen, die Gerüche und das Chaos waren wie in China, aber die Häuser und die Luft waren komplett anders (wobei die Luft hier nicht unbedingt besser ist, es ist schrecklich stickig und es gibt kaum Wind). Ich hab richtig viel Chinesisch gesprochen (Frau Chen wäre stolz auf mich) und ich habe seit ewiger Zeit wieder richtiges chinesisches Essen gegessen. Wir hatten Jiaozi, Gulaoro (süß-saures-Schweinefleich, auch wenns heute mit Hühnchen war), Fanjiechaodan(gebratenes Ei mit Tomaten) und so ne komische Suppe mit Tofu, die aber Poy alleine gegessen hat. Lecker ;)
Wir wollten zurücklaufen, und noch ein wenig Sightseeing machen, aber der Regen hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach ein paar Versuchen und Bangen dass der Regen doch aufhören möge, sind wir in die Ubahn geflüchtet und dann ab zum Hotel.
Jetzt bin ich tierisch müde, und ein wenig enttäuscht, dass das mit der Wohnung nicht geklappt heute, obwohl ich vorher sehr optimistisch war. Aber diese Preise machen mich schon irgendwie wahnsinnig. Mein erste Eindruck von New York ist diesmal wesentlich besser, als um Ostern rum. Besonders beeindruckend finde ich diese enorme Vielfalt an Menschen. Die Stadt ist bunt und wirkt frisch. Viele typisch amerikanische Dinge, wie die aufgesetzte Freundlichkeit und das schreckliche Essen sind verschmerzbar (es gibt auch gute Restaurants, wenn auch fettes Fast-Food überwiegt). Insgesamt ist New York klasse und bietet einiges. Wir sind den ganzen Tag rumgelaufen, haben viele Dinge gesehen von denen ich irgendwann mal gehört hab. Wir sind sogar kurz mehr oder weniger an meinem zukünftigen Arbeitsplatz vorbeigegangen. Die NYU (New York University) ist wirklcih mitten in der Stadt, verteilt in einigen Gebäuden. Mich dort vorstellen konnte ich mich heute leider nicht mehr, da das Büro schon um 3 zumacht. Das muss dann bis Montag warten.
Das Leben hier ist teuer, und selbst für kleine unbedeutende Dinge bezahlt man viel Geld. Ich denke es dauert noch ein wenig bis ich die Tricks raushab, um Geld, Zeit und Nerven zu sparen. Wird schon werden. Morgen gehts weiter mit Wohnungssuche, und dem Erkunden einer neuen Welt.
Zum Schluss zeige ich noch ein paar Bilder, die ihr gerne gucken könnt. Alle Bilder werden wieder bei Picasa-Web hochgeladen.
Poy und ich sind gestern abend gegen 18:30 gelandet. Danach gings ins Hotel, in der Nähe vom Central Park. Der Flug war schön, und auch was Besonderes. Ich bin das erste Mal mit Lufthansa geflogen, wenn auch nur 50 Minuten von Frankfurt nach Genf. Auf dem Weg dorthin sind wir am Mont Blanc und am Genfer See vorbeigeflogen. Wirklich eine schöne Aussicht...Der Flug von Genf nach New York war dann mit Qatar-Airlines. Sehr guter Service und fabelhaftes Essen werden mir in Erinnerung bleiben. Ach, zum Lufthansa-Flug: Wahrscheinlich aus Sentimentalität hab ich mir tatsächlich ein Bier geholt, das sogar garnicht mal schlecht war (siehe Bilder unten). Und einen Kaffe, und ein Ginger-ale, und ein Wasser. Und alles gleichzeitig ;)
Alles lief reibungslos. Der Abflug aus Deutschland war diesmal recht traurig. Als ich nach China bin, war ich wesentlich gefasster. Diesmal war ich wirklich richtig traurig, wahrscheinlich vorallem weil ich nicht weiß wies denn genau weitergeht, wann ich zurückkomme, und überhaupt.
Das Ankommen war einfach, und wesentlich angenehmer als ich erwartet hatte. Ich habe meinen Sarkasmus ausgelebt und eigentlich bei allen Gelegenheiten über irgendwas amerikanisches gelästert. So muss das sein am Anfang, und wird sich wohl auch schnell ändern. Vielleicht ;) Das Hotel war schnell gefunden, der Raum OK, wenn auch für $120 pro Raum/Nacht recht teuer, meiner Meinung nach, allerdings laut Internet derzeit wegen Hauptsaison am unteren Limit.
Der Tag heute hat dann sehr früh angefangen. Sowohl Poy als auch ich konnten schon früh nicht mehr schlafen. Um 6 sind wir aufgestanden, haben uns was zum Frühstücken gekauft (in einer angeblich europäischen Bäckerei; die hatten sogar Schweinsöhrchen, allerdings hießen sie "Elefante-Ohren") und sind in Richtung Central Park gelaufen. Das war echt nett, und sehr interessant mitanzusehen wie die Amis, wie ich die hier Ansässigen im Folgenden liebevoll nennen werde, durch die Gegend gejoggt sind. Der Central Park ist riesig, und voller Hunde. Ich habe leider keine guten Bilder davon gemacht, aber manchmal habe ich mehr Hunde wie Menschen gesehen, die sich dann jeweils nachlaufen und über die riesigen Wiesen nachjagen. Hübsch.
Danach haben wir einen kleinen Rundgang gemacht, am Goethe-Institut und dem Museum of Modern Arts vorbei in der 4th Avenue (da wo die ganzen Reichen wohnen, wovon ich aber nix gemerkt hab). Dann gings wieder zurück zum Hotel. Das frühe Aufstehen, wahrscheinlich hauptsächlich wegen dem Jet-Lag, sind ja doch immerhin 6 Stunden Unterschied, und der doch recht lange Morgenspaziergang hatten mich wieder müde gemacht und ich hätte gerne geschlafen. Aber ich wollte noch mit meiner Mama reden, und danach gings los mit der Wohnungssuche. Also keine Zeit zum schlafen...
Das mit der Wohnung fing recht gut an. Schnell hatten wir zwei Besichtgigungstermine, beide in Park Slope South in Brooklyn. Der erste Termin war schon recht bald, so dass wir uns schnell zur Metro aufgemacht haben. Die erste Wohnung war dann erstmal ein Schock. Das Haus schief wie bei uns ein Haus mit Grubenschäden, dreckig, an tausend Ecken kaputt und der Typ nervig, obwohl er sich echt bemüht hat. Und der Oberhammer war natürlich der Preis: $1600!!! plus Maklergebühr, wasnochmal eine ganze Monatsmiete ist. Traurigerweise war der zweite Termin mit derselben Makleragentur, und der Herr wollte uns dieselbe Wohnung nochmal zeigen. Unsere Bedingungen sind leider auch ein wenig hart. Wir wollen nur 7 Monate mieten, wobei aber kaum ein Vermieter unter einem Jahr vermieten will. Außerdem wollen wir nicht zu weit von Manhattan wegwohnen, weil man sonst einfach ewig viel hin- und herfahren musss. Wohnen ist in New York teuer, das ist klar. Und mit $1500 - $2000 müssen wir rechnen. Na ja, die hatten dann dort nichts mehr für uns und wir sind weitergezogen. Für heute gaben wir die Wohnungssuche auf, müde wie wir waren und haben uns Richtung Chinatown aufgemacht. Super Idee ;) Chinatown ist krass, richtig krass. Ich habe mich selten so verwirrt gefühlt. Die Straßen und die Menschen, die Gerüche und das Chaos waren wie in China, aber die Häuser und die Luft waren komplett anders (wobei die Luft hier nicht unbedingt besser ist, es ist schrecklich stickig und es gibt kaum Wind). Ich hab richtig viel Chinesisch gesprochen (Frau Chen wäre stolz auf mich) und ich habe seit ewiger Zeit wieder richtiges chinesisches Essen gegessen. Wir hatten Jiaozi, Gulaoro (süß-saures-Schweinefleich, auch wenns heute mit Hühnchen war), Fanjiechaodan(gebratenes Ei mit Tomaten) und so ne komische Suppe mit Tofu, die aber Poy alleine gegessen hat. Lecker ;)
Wir wollten zurücklaufen, und noch ein wenig Sightseeing machen, aber der Regen hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach ein paar Versuchen und Bangen dass der Regen doch aufhören möge, sind wir in die Ubahn geflüchtet und dann ab zum Hotel.
Jetzt bin ich tierisch müde, und ein wenig enttäuscht, dass das mit der Wohnung nicht geklappt heute, obwohl ich vorher sehr optimistisch war. Aber diese Preise machen mich schon irgendwie wahnsinnig. Mein erste Eindruck von New York ist diesmal wesentlich besser, als um Ostern rum. Besonders beeindruckend finde ich diese enorme Vielfalt an Menschen. Die Stadt ist bunt und wirkt frisch. Viele typisch amerikanische Dinge, wie die aufgesetzte Freundlichkeit und das schreckliche Essen sind verschmerzbar (es gibt auch gute Restaurants, wenn auch fettes Fast-Food überwiegt). Insgesamt ist New York klasse und bietet einiges. Wir sind den ganzen Tag rumgelaufen, haben viele Dinge gesehen von denen ich irgendwann mal gehört hab. Wir sind sogar kurz mehr oder weniger an meinem zukünftigen Arbeitsplatz vorbeigegangen. Die NYU (New York University) ist wirklcih mitten in der Stadt, verteilt in einigen Gebäuden. Mich dort vorstellen konnte ich mich heute leider nicht mehr, da das Büro schon um 3 zumacht. Das muss dann bis Montag warten.
Das Leben hier ist teuer, und selbst für kleine unbedeutende Dinge bezahlt man viel Geld. Ich denke es dauert noch ein wenig bis ich die Tricks raushab, um Geld, Zeit und Nerven zu sparen. Wird schon werden. Morgen gehts weiter mit Wohnungssuche, und dem Erkunden einer neuen Welt.
Zum Schluss zeige ich noch ein paar Bilder, die ihr gerne gucken könnt. Alle Bilder werden wieder bei Picasa-Web hochgeladen.
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| Ankunft |
Montag, 2. Juni 2008
Musik und Poy
Ich bin ja seit geraumer Zeit Gitarrist in einer Punkband, genannt Juckreiz. Der Florian, unser Schlagzeuger, ist ganz eifrig dabei unsere Medienpräsenz zu erhöhen. Als Resultat könnt ihr jetzt unter www.lauter-juckreiz.de ein paar Details bestaunen, und sogar unser erstes Lied hören! Die Qualität ist ok, wenn man erwähnt, mit welch bescheidenen Mitteln dieses Stück entstanden ist. Aber das ist nur der Anfang! Wir sind eifrig dabei neues Material zu erstellen. Derzeit hängts bei mir vorallem an den Texten, Musik hab ich mehr als genug.
Poy kommt morgen, um am Donnerstag ihr Praktikum in Kaiserslautern am Frauenhofer-Institut (http://www.itwm.fraunhofer.de/) zu machen. Ich bin schon ganz aufgeregt, denn ich hole sie morgen abend in Frankfurt ab...
Außerdem hab ich mal geschaut, wo ich eigentlich genau arbeiten werde. Und: Ist Hammer! Mitten in Manhattan. Und noch besser, Poy wird ja in der Wall-Street studieren, und da hab ich mir gedacht, schau ich doch mal wie weit sie Mittags zum Mittagessen weg wäre. Google hilft bei der Antwort:
http://maps.google.com/maps?f=d&hl=de&geocode=&saddr=251+Mercer+St,+New+York,+NY+10012,+USA&daddr=Wall+Street,+New+York,+NY&sll=37.0625,-95.677068&sspn=25.900485,59.765625&ie=UTF8&z=13
Quasi nichts! 2 U-Bahn-Stationen,oder 15 Minuten zu Fuß. Das klingt schonmal gut. Mal gespannt...Derzeit gehts per Email hin und her zwischen mir und der NYU wegen den Unterlagen fürs Visum. Sieht gut aus :) Meinen neuen Reisespass samt Verbrecher-Foto hab ich auch schon.
Poy kommt morgen, um am Donnerstag ihr Praktikum in Kaiserslautern am Frauenhofer-Institut (http://www.itwm.fraunhofer.de/) zu machen. Ich bin schon ganz aufgeregt, denn ich hole sie morgen abend in Frankfurt ab...
Außerdem hab ich mal geschaut, wo ich eigentlich genau arbeiten werde. Und: Ist Hammer! Mitten in Manhattan. Und noch besser, Poy wird ja in der Wall-Street studieren, und da hab ich mir gedacht, schau ich doch mal wie weit sie Mittags zum Mittagessen weg wäre. Google hilft bei der Antwort:
http://maps.google.com/maps?f=d&hl=de&geocode=&saddr=251+Mercer+St,+New+York,+NY+10012,+USA&daddr=Wall+Street,+New+York,+NY&sll=37.0625,-95.677068&sspn=25.900485,59.765625&ie=UTF8&z=13
Quasi nichts! 2 U-Bahn-Stationen,oder 15 Minuten zu Fuß. Das klingt schonmal gut. Mal gespannt...Derzeit gehts per Email hin und her zwischen mir und der NYU wegen den Unterlagen fürs Visum. Sieht gut aus :) Meinen neuen Reisespass samt Verbrecher-Foto hab ich auch schon.
Donnerstag, 22. Mai 2008
Praktikum
Hab mein Praktikum jetzt sicher. Ich werde als "Junior Research Scientist" in New York an der New York University ein Praktikum machen, von August bis nächsten März. Krass, oder? Unfassbar wie einfach dass dann auf einmal alles war, nachdem mein Professor ein Empfehlungsschreiben an Prof. Grishman geschickt hatte. Wirklich schnell. Geld bekomm ich auch, ausreichend um in NY zu überleben, vorallem wenn ich dann mit anderen (speziell mit einer Person) zusammenwohnen werde. Ist alles sehr aufregend, und ich weiß noch nicht genau was auf mich zukommt. Was ich weiß, ist dass ich jetzt schnellstmöglich ein paar Unterlagen für das Visum beschaffen muss (denn so ein Antrag braucht seine Zeit, und es wird ein J-1 Visum :) Am 14.8. fliege ich dann. Bisher hab ich nur ein Hinflugticket, da ich noch keine Ahnung hab, wohin es danach gehen wird. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich nach März noch ein wenig in Amerika reisen werde.
Ach ja, die oben erwähnte Dame war am Wochenende unverhofft hier gewesen! Ich wollte mir am Freitag einen schönen Abend machen, einen Film schauen, Pizza bestellen und früh ins Bett. Nachdem die Pizza bestellt war, hat mich Poy angerufen und gemeint ich kann sie abholen. Klar, warum nicht. "Ich komme dich abholen". Ich dachte sie wäre in London, weil sie dort zwischenlanden wollte (ihr Semester ist am Donnerstag zu Ende gegangen, sie ist nach Hause geflogen für einen kurzen Heimaturlaub, bevor sie im Juni in Praktikum in Kaiserslautern anfängt). "Du kannst mich abholen, am Hauptbahnhof in Saarbrücken". Damit war der Abend gegessen, und die Pizza auch, seeeehr schnell :) War total unerwartet, und hat gezeigt, dass solche Überraschungen möglich sind. Aus diesem Grund habe ich verständlicherweise wenig gearbeitet und weniger geschlafen. Am Dienstag hab ich sie an den Flughafen gebracht. Schon ein seltsames Gefühl, zu wissen dass sie ja in zwei Wochen schon wieder hier ist.
Ich bin glücklich, dass das mit New York klappt. Jetzt kämpfe ich mit meiner Bachelorarbeit. Physik ist mir zuviel geworden. Daher hab ich leider mit dem Kurs aufhören müssen, aber das ist ok. Ich hatte mich dort ja reingesetzt, um ein Gefühl für Physik im Allgemeinen zu bekommen. Dafür macht mir Mathe (d.h. Analysis I) riesig viel Spaß. Mit diesem einen Kurs und meiner Bachelorarbeit bin ich vollstens ausgelastet.
Ach ja, die oben erwähnte Dame war am Wochenende unverhofft hier gewesen! Ich wollte mir am Freitag einen schönen Abend machen, einen Film schauen, Pizza bestellen und früh ins Bett. Nachdem die Pizza bestellt war, hat mich Poy angerufen und gemeint ich kann sie abholen. Klar, warum nicht. "Ich komme dich abholen". Ich dachte sie wäre in London, weil sie dort zwischenlanden wollte (ihr Semester ist am Donnerstag zu Ende gegangen, sie ist nach Hause geflogen für einen kurzen Heimaturlaub, bevor sie im Juni in Praktikum in Kaiserslautern anfängt). "Du kannst mich abholen, am Hauptbahnhof in Saarbrücken". Damit war der Abend gegessen, und die Pizza auch, seeeehr schnell :) War total unerwartet, und hat gezeigt, dass solche Überraschungen möglich sind. Aus diesem Grund habe ich verständlicherweise wenig gearbeitet und weniger geschlafen. Am Dienstag hab ich sie an den Flughafen gebracht. Schon ein seltsames Gefühl, zu wissen dass sie ja in zwei Wochen schon wieder hier ist.
Ich bin glücklich, dass das mit New York klappt. Jetzt kämpfe ich mit meiner Bachelorarbeit. Physik ist mir zuviel geworden. Daher hab ich leider mit dem Kurs aufhören müssen, aber das ist ok. Ich hatte mich dort ja reingesetzt, um ein Gefühl für Physik im Allgemeinen zu bekommen. Dafür macht mir Mathe (d.h. Analysis I) riesig viel Spaß. Mit diesem einen Kurs und meiner Bachelorarbeit bin ich vollstens ausgelastet.
Mittwoch, 14. Mai 2008
Geänderter Titel - weiter gehts
Es gibt wieder Neues zu berichten. Das Randili geht wieder auf Reisen. Eigentlich war es auch schon wieder auf Reisen, aber der Mensch ist ja ein Schreibfauler :)
Wo gehts hin? Nach New York! Genauergesagt nach New York City. Warum? Tja, da ist auch wieder diese nette kleine asiatisch angehauchte Dame Schuld, von der ich schonmal "verzählt" hab (wie man hier im kleinen aber netten Saarland sagen würde). Der Plan ist Folgender, bis nächsten August:
- Bachelorarbeit schreiben (hab schon angefangen, zumindest mit dem Arbeiten :)
- Softwareprojekt (endlich) abschließen
- Bandauftritte (denn mittlerweile bin ich beteiligt an einer Musikkapelle)
- Poy kommt hierher, für ein Praktikum
- Visum organisieren
- Mathe und Physik studieren
- hier dokumentieren was so passiert
Das gibt ein einmalig ungenaues Bild meiner derzeitigen Situation wieder. Aber was solls? Immerhin hab ich gedacht, dass die unzähligen Klicks meines kleinen informierten Leserkreises darauf schließen lassen, dass mein Schrott, bzw. mein Erlebtes interessant sein könnten. Somit nerv ich euch weiter :) Viel Spaß dabei. Ach ja, ich hab den Titel geändert. Nach China geh so schnell nicht wieder, aber eine Blogadresse, die man erst mal gespeichert hat, verliert man so schnell nicht wieder und will man auch nicht ändern.
Jetzt geh ich erstmal tanzen (Salsa).
Wo gehts hin? Nach New York! Genauergesagt nach New York City. Warum? Tja, da ist auch wieder diese nette kleine asiatisch angehauchte Dame Schuld, von der ich schonmal "verzählt" hab (wie man hier im kleinen aber netten Saarland sagen würde). Der Plan ist Folgender, bis nächsten August:
- Bachelorarbeit schreiben (hab schon angefangen, zumindest mit dem Arbeiten :)
- Softwareprojekt (endlich) abschließen
- Bandauftritte (denn mittlerweile bin ich beteiligt an einer Musikkapelle)
- Poy kommt hierher, für ein Praktikum
- Visum organisieren
- Mathe und Physik studieren
- hier dokumentieren was so passiert
Das gibt ein einmalig ungenaues Bild meiner derzeitigen Situation wieder. Aber was solls? Immerhin hab ich gedacht, dass die unzähligen Klicks meines kleinen informierten Leserkreises darauf schließen lassen, dass mein Schrott, bzw. mein Erlebtes interessant sein könnten. Somit nerv ich euch weiter :) Viel Spaß dabei. Ach ja, ich hab den Titel geändert. Nach China geh so schnell nicht wieder, aber eine Blogadresse, die man erst mal gespeichert hat, verliert man so schnell nicht wieder und will man auch nicht ändern.
Jetzt geh ich erstmal tanzen (Salsa).
Montag, 15. Oktober 2007
Heimkehr
Ich bin tatsächlich ein fauler Blogger geworden. Wer hätte das am Anfang gedacht. Als ich gerade in Shanghai angekommen war, hab ich mich geradezu totgebloggt. Je mehr Leute ich kennengelernt hab, je mehr neue Eindrücke auf mich eingeprasselt sind, um so weniger Zeit hab ich dem Bloggen gewidmet. Am Anfang war es wohl das Sprachrohr in die alte Welt, das mich angetrieben hat viel zu schreiben. Irgendwann findet man dann Freunde und kann "richtig" reden. Trotzdem hab ich versucht wenigstens immer ein wenig was Aktuelles zu berichten. Ich war nicht wirklich erfolgreich, aber wer wollte konnte zumindest sehen, dass ich noch lebe. Für weitere Fragen konsultieren Sie bitte den Herrn Altmeyer sobald er wieder heimgekehrt ist.
Ach ja, Heimkehr...Das ist schon recht bald, genauergesagt in drei Tagen. Ich kanns echt nicht fassen, und ich hab vergleichsweise wenig Lust drauf jetzt nach Hause zu kommen, wie ich keine Lust hatte nach China aufzubrechen. Aber ich weiss, dass ich nach Hause will. Es ist nur dieses Gefühl, etwas zurückzulassen. Wenn man an einem Ort für längere Zeit wohnt, hat man Erinnerungen dort, Freunde und zum Teil auch Gewohnheiten. All das bleibt zurück. Mitnehmen tut man tolle und auch weniger tolle Eindrücke, ein wenig Lebenserfahrung, Sprachfetzen, Milliarden von Emailadressen, tollte Geschichten und (hoffentlich) neue Lebensenergie. Jeder erlebt so einen Aufenthalt wohl anders. Trotzdem ist es den ganzen Aufwand wert. Ich war da am Anfang nicht so wirklich überzeugt von. Die Angst alles das Gewohnte zurückzulassen ist verdammt groß. Es ist ja nicht so, dass man wenns mal nicht so gut läuft, mal eben schnell nach Hause oder weiß Gott wohin kann. Ne, das geht nicht. Man ist auf sich alleine gestellt. Die erste Zeit ist das schwer, für den Einen mehr, für den Anderen weniger. Für mich wars schwer. Man ist unter Druck, nicht durch die Uni. Der Sprachkurs war locker. Man ist unter Druck sich zurechzufinden. Wenn man offen ist, ist es einfacher. China ist doch gewaltig anders wie das gewohnte Bild in Europa. Die Menschen sind offener und direkter, ich will nicht sagen freundlicher. Ich schätze das jetzt alles ein wenig anders ein, besonders nachdem ich in Thailand war, und wirklich auch mit "Locals" zu tun hatte, die ganze Zeit über, was in China nur begrenzt der Fall war. Es gibt definitiv Kulturunterschiede, aber man kann nicht sagen diese oder jene Kultur ist "besser". Es gibt kein objektives "besser" oder "schlechter". Dem einen gefällt dieser Aspekt mehr, der andere kann das nicht ausstehen. In jedem Land, überall, gibt es gute und schlechte Dinge. Ich liebe Thailand, ich mag China, ich vermisse Deutschland. Ich hab ne Menge gelernt, und jetzt gilt es das Gelernte andzuwenden. Ich freue mich daher wieder nach Hause zu kommen und euch alle wiederzusehen, oder zumindest zu hören. Viele sind ja gar nicht mehr da, und sind selber schon wieder weitergezogen. Wer weiß was noch so passieren wird.
Meine letzten Tage hier waren extrem spannend. Ich hab mein Praktikum beendet, und wie ein wilder gearbeitet. Ich hatte ein paar Mini-Parties, die mehr oder weniger in ausgedehnten Mittag-und Abendessen bestanden haben und auch ein paar Trips zu netten Örtchen. Außerdem hab ich den ersehnten Massagekurs gemacht, in Wat Po. Ich hab sogar ein Zertifikat, und kann jetzt offiziell Thai Massage verpassen. Also, wer interessiert ist, noch gibts kostenlose Massage, ich muss ja üben :)
Ich fliege am Donnerstag, abends um 18:50 zurück nach Shanghai. Dort komme ich gegen Mitternacht an. Mein Flug Richtung Deutschland geht erst um 10 Uhr morgens, ich bleibe also über Nacht am Flughafen. Es lohnt sich nicht für die paar Stunden 15 Euro für ein Taxi in die Stadt zu zahlen. Um 10 gehts dann nach Helsinki, 9 Stunden lang, 3 Stunden Aufenthalt, und dann wieder 2,5 nach Frankfurt. Und dann erwartet mich hoffentlich meine Fangemeinde :)
Wie auch immer, ich bin fast wieder da. Es war ne tolle Zeit und ich freue mich drauf euch allen davon zu erzählen :) Bis (sehr) bald...
Euer Randy
Ach ja, Heimkehr...Das ist schon recht bald, genauergesagt in drei Tagen. Ich kanns echt nicht fassen, und ich hab vergleichsweise wenig Lust drauf jetzt nach Hause zu kommen, wie ich keine Lust hatte nach China aufzubrechen. Aber ich weiss, dass ich nach Hause will. Es ist nur dieses Gefühl, etwas zurückzulassen. Wenn man an einem Ort für längere Zeit wohnt, hat man Erinnerungen dort, Freunde und zum Teil auch Gewohnheiten. All das bleibt zurück. Mitnehmen tut man tolle und auch weniger tolle Eindrücke, ein wenig Lebenserfahrung, Sprachfetzen, Milliarden von Emailadressen, tollte Geschichten und (hoffentlich) neue Lebensenergie. Jeder erlebt so einen Aufenthalt wohl anders. Trotzdem ist es den ganzen Aufwand wert. Ich war da am Anfang nicht so wirklich überzeugt von. Die Angst alles das Gewohnte zurückzulassen ist verdammt groß. Es ist ja nicht so, dass man wenns mal nicht so gut läuft, mal eben schnell nach Hause oder weiß Gott wohin kann. Ne, das geht nicht. Man ist auf sich alleine gestellt. Die erste Zeit ist das schwer, für den Einen mehr, für den Anderen weniger. Für mich wars schwer. Man ist unter Druck, nicht durch die Uni. Der Sprachkurs war locker. Man ist unter Druck sich zurechzufinden. Wenn man offen ist, ist es einfacher. China ist doch gewaltig anders wie das gewohnte Bild in Europa. Die Menschen sind offener und direkter, ich will nicht sagen freundlicher. Ich schätze das jetzt alles ein wenig anders ein, besonders nachdem ich in Thailand war, und wirklich auch mit "Locals" zu tun hatte, die ganze Zeit über, was in China nur begrenzt der Fall war. Es gibt definitiv Kulturunterschiede, aber man kann nicht sagen diese oder jene Kultur ist "besser". Es gibt kein objektives "besser" oder "schlechter". Dem einen gefällt dieser Aspekt mehr, der andere kann das nicht ausstehen. In jedem Land, überall, gibt es gute und schlechte Dinge. Ich liebe Thailand, ich mag China, ich vermisse Deutschland. Ich hab ne Menge gelernt, und jetzt gilt es das Gelernte andzuwenden. Ich freue mich daher wieder nach Hause zu kommen und euch alle wiederzusehen, oder zumindest zu hören. Viele sind ja gar nicht mehr da, und sind selber schon wieder weitergezogen. Wer weiß was noch so passieren wird.
Meine letzten Tage hier waren extrem spannend. Ich hab mein Praktikum beendet, und wie ein wilder gearbeitet. Ich hatte ein paar Mini-Parties, die mehr oder weniger in ausgedehnten Mittag-und Abendessen bestanden haben und auch ein paar Trips zu netten Örtchen. Außerdem hab ich den ersehnten Massagekurs gemacht, in Wat Po. Ich hab sogar ein Zertifikat, und kann jetzt offiziell Thai Massage verpassen. Also, wer interessiert ist, noch gibts kostenlose Massage, ich muss ja üben :)
Ich fliege am Donnerstag, abends um 18:50 zurück nach Shanghai. Dort komme ich gegen Mitternacht an. Mein Flug Richtung Deutschland geht erst um 10 Uhr morgens, ich bleibe also über Nacht am Flughafen. Es lohnt sich nicht für die paar Stunden 15 Euro für ein Taxi in die Stadt zu zahlen. Um 10 gehts dann nach Helsinki, 9 Stunden lang, 3 Stunden Aufenthalt, und dann wieder 2,5 nach Frankfurt. Und dann erwartet mich hoffentlich meine Fangemeinde :)
Wie auch immer, ich bin fast wieder da. Es war ne tolle Zeit und ich freue mich drauf euch allen davon zu erzählen :) Bis (sehr) bald...
Euer Randy
Freitag, 28. September 2007
Bangkok
Ein Monat ist vergangen seit dem letzten Eintrag und es hat sich ne Menge ereignet. Zumindest für mich :) Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll...
Der letzte Eintrag hat mit Shanghai geendet, und so fang ich auch dort wieder an. War doch ein sehr seltsames Gefühl diese Stadt (schon wieder) verlassen zu müssen. Mittlerweile fühle ich mich dort schon ein wenig heimisch, und zu wissen dass ich dort so schnell nicht mehr hinkommen werde fühlt sich komisch an. Aber im Endeffekt war die Freude wieder nach Bangkok zurückkehren zu können größer als die Trauer über den Abschied. Am Ende bin ich nochmal gut essen gegangen mit ein paar alten und neuen Freunden, in einem wunderbaren japanischen Restaurant (hab ich da schonmal von erzält? nennt sich daisei, und all-you-can-eat-and-drink kostet 14 Euro, wohlgemerkt á la carte!). Und dann gings in Flugzeug. War besonders seltsam schon wieder goodbye zur Caro zu sagen. Denn mit ihr hab ich doch en Haufen Zeit verbracht in den letzten Monaten, viele Dinge erlebt und gesehen. Aber sie seh ich ja auf jeden Fall bald wieder (ach ja, sie fliegt morgen heim, hat ihr Praktikum jetzt beendet). Und dann gings ab ins Flugzeug. Und schon wieder auf nach Bangkok. Diesmal wars ne Menge Stress das Flugticket zu bekommen. Denn mir ist das Geld ausgegangen, oder sagen wie besser das Bargeld. Denn geschickterweise hab ich mein EC-Kartenpasswort vergessen (hab ich das schonmal erzält? oh mann, ich werd alt...). Somit blieb mir nur das Geld das noch auf meinem chinesischen Konto war, und das war stark begrenzt. Mit Hilfe von Leon und Caro hab ich dann doch noch mein Ticket bekommen, das mit 340 Euro leicht teurer war wie das letzte Mal. Hat mich schon geärgert, dass ich schon wieder soviel Geld ausgeben musste für ein Flugticket, zumal ich wieder in dieselbe Stadt bin wie vor knapp 2 Monaten. Tja, aber wenn ich alles vorher gewusst hätte, wäre sovieles leichter und billiger geworden. Manchmal weiß mans vorher einfach nicht besser. Auf jeden Fall hab ich en Haufen gelernt der Zeit hier und mach hoffentlich ein paar Fehler weniger in Zukunft.
Wie auch immer, in Bangkok angekommen wurde ich von Prang (Poys Schwester) und ihrem Freund am Flughafen abgeholt. Und ich geb zu, es war ein verdammt seltsames Gefühl dort zu landen und keine Poy vorzufinden. Aber der Empfang war super. Daher konnte ich das erstmal verkraften. Wir haben dann was auf dem Weg nach Hause gegessen (wundervolles Thai Essen...) und ich konnte mein Thai das erste Mal seit 2 Monaten wieder üben. Tolle Sprache muss ich sagen. Viel leichter als Chinesisch (ok, das ist nicht besonders schwer...), simpel und lustig (klingt wie Babysprache), und mit cooler Schrift (die nur auf den ersten, zweiten, dritten und auch den vierten Blick schwer ist :). Ich kam Mittwochs mit dem Flieger an, und bin dann Sonntags in mein Appartment eingezogen. In der Zwischenzeit hab ich wieder bei Poys Familie gewohnt, und die Bewohner mit lästigen Fragen zu Thailand und zur thailändischen Sprache genervt. Außerdem hab ich Pavee wieder getroffen (ein Thai Freund aus Shanghai), der zufälligerweise gerade mal 20m von Poys Haus entfernt wohnt. Daneben hab ich fleissig Zeichen (diesmal thailändische) und Worte gelernt (mit einem recht guten Buch, das ich mittlerweile durch hab), und die Innenstadt unsicher gemacht. Außerdem bin ich mal aus Spaß mit Prang zur Uni gefahren früh morgens und hab mir mal den thailändischen Uni-Alltag angeschaut. Sehr spaßig, und trotz vieler Gemeinsamtkeiten mit unserer Uni doch ziemlich anders. Insgesamt hab ich das Gefühl, dass Thailänder wesentlich offener sind (dazu später mehr). In Saarbrücken hab ich oft das Gefühl, dass man relativ anonym studiert (an anderen Unis in D wohl auch). Hier dagegen ist jeder mit jedem Freund irgendwie, innerhalb eines Kurses auf jeden Fall. Eine unglaubliche Gemeinschaft, zumindest nach außen hin. Für tiefere Einsichten müsste ich da wohl studieren. Aber vorallem an diesem einen Tag hab ich unfassbar viele Leute kennengelernt. Wie gesagt, Thais scheinen weniger scheu zu sein, und es war gar kein Problem für mich zu kommunizieren. Zum Glück hat mir Boont (Prangs Freund) ne Gitarre besorgt, so dass ich dahingehend wunderbar versorgt war :), nachdem ich ja meine in Shanghai gekaufte wieder abgetreten hatte. Sonntags bin ich dann wie gesagt umgezogen, mit ner Menge Kram. Denn Poy hatte vergessen, das Zeug das ich bei meinem letzten Besuch erworben ode geschenkt bekommen hatte zurückzuschicken (tztz...). War aber zufälligerweise ein glückliches Versehen, da ich so ein paar Kleider mehr hatte (u.a. auch mein gelbes Königs-Tshirt, das die Thais immer Montags tragen, wohlgemerkt kollektiv, d.h. man sieht dann ein Meer aus gelben Menschen...) und vorallem auch meinen Lonely Planet, der mir doch ne Menge geholfen hat, bei der Erkundung Bangkoks.
Das Appartment ist ein richtiger Traum. Relativ gut gelegen, 5 Minuten von der UBahn-Station, und einfach super schön, schon fast zu gut für mich. Das Haus ist komplett neu und in meinem Zimmer hat vorher noch niemand gewohnt. Fragt mich nicht wieviel Quadratmeter, auf jeden Fall ist es recht groß. Es ist komplett möbliert, hat ne Klimaanlage und en super Bad, und kostenloses Internet (Wifi). Was will man mehr? Das ganze kostet 7300 Baat (+ Kühlschrank) pro Monat, was etwa 155 Euro sind (Strom und Wasser kommen noch dazu, ist aber nicht viel, maximal 2000 Baat). Klingt für mich vernünftig, allerdings hat mir mittlerweile jeder mitgeteilt, dass es viel zu teuer ist. Normalerweise sollte eine Wohnung etwa 3000 bis 4000 kosten, 5000 sind schon sehr teuer. Tja, ist eben ein Platz für Ausländer. Es wohnen zwar auch Thais hier, aber die haben wohl alle etwas bessere Jobs. Keine Ahnung, bin ja nur kurze Zeit hier und ist auf jeden Fall ne gute Wohnung.
Und dann hat ja am nächsten Tag mein Praktikum angefangen. Schon am ersten Tag musste ich feststellen, dass es wohl doch ein wenig länger dauert um dort hinzukommen. Insgesamt brauch ich im Schnitt 1,5 Std. für einen Weg, also 3 Std. am Tag. Ok, das ist mies, das geb ich zu, aber es gibt definitiv Schlimmeres, und nerven tut mich daran nur, dass ich abends recht spät zurück bin. Morgens nehm ich zuerste die UBahn (2 Stationen) und dann stelle ich mich an für eine Art Mini-Bus. Der braucht dann wieder knapp ne Stunde, je nach Verkehr. Oft muss ich anstehen, mal kürzer mal länger. Denn der Bus ist nicht nur für Mitarbeiter des Instituts in dem ich arbeite, sondern vorallem für Studenten der nahegelegenen Thammasat-Universität. Dementsprechend frequentiert ist das Ganze, aber im Großen und Ganzen ok, da die Busse in angemessenen Abständen kommen. Abends dann das Ganze Spiel zurück, oft in strömendem Regen, ist ja schließlich Regenzeit. Der Bus kostet einfache Fahrt 30 Baat (63 Cent), kann man also verkraften. Am Anfang war ich auch noch relativ motiviert mit allen möglichen Leuten zu reden und hab daher wirklich jeden angequatscht. Das hat mir dann auch ne Menge Freunde eingebracht. Mittlerweile (na ja, grad mal 3 Wochen später) bin ich ein wenig ruhiger, aber immer noch motiviert :). Das Praktikum ist ok. Ich arbeite mit bei einem Projekt, das ein Thai-Japanisch Übersetzungssystem implementieren will. Ich baue dabei den Dependency-Parser (das Übersetzungssystem baut auf Dependenzen auf). Insgesamt macht es mittlerweile viel Spaß, was vorallem an den tollen Leuten dort liegt. Mittlerweile kennt mich wohl auch jeder (was nicht so einfach, da ja doch ein paar hunder Leute dort arbeiten), zumindest dem Namen nach. Und das ist wohl auch ne andere manchmal etwas nervige Eigenschaft der Thais, die reden gerne über andere, nicht böse, aber sie tun es :) Somit sah mein Alltag drei Wochen lang so aus, dass ich morgens zur Arbeit bin und abens wieder zurück. Am Wochenende hab ich dann andere Leute getroffen, oder kennengelernt. Unter anderem hab ich mich ein paar Mal mit Air getroffen, einer Freundin von Boont und hab mit ihr Deutsch-Thai-Tandem gemacht. Ein andermal bin ich mit Pavee, seiner Freundin und einer seiner Cousinen nach Ayuthayaa gefahren, der alten unglaublich coolen Hauptstadt von Thailand. Wieder ein anderes Mal bin ich mit einem Freund, den ich gerade mal 2 Tage zuvor kennengelernt hatte, weil er mit geholfen hat bei der Einweihung der neuen großen Schaukel (krasses Teil, muss man eigentlich gesehen haben) ein paar Sachen zu übersetzen, und seiner Familie zu einem Strand gefahren. Ach ja, und zwischendurch hab ich Sprache gepaukt. Und das war wohl auch gut so. Nicht nur ich bin überrascht was ich schon gelernt hab. Ich hab gerademal einen Monat lang gelernt, aber ich kann mich mit den Leuten hier schon relativ gut unterhalten und ich kann auch alles lesen, mehr oder weniger langsam. Da bin ich schon stolz drauf, und der Erfolg liegt vorallem daran, dass ich wirklich ständig mit jedem rede, sei es nur jemand, der mir was verkaufen will, oder im Restaurant, oder mit den Putzfrauen in der Firma. Ich nutze jede Chance, um wieder ein paar gelernte Vokabeln zu trainieren. Macht aber auch einfach Spaß immer wieder zu hören wie toll mein Thai ist :) Erinnert mich sehr stark an China, wo dieser Überraschungseffekt aber sogar noch größer war. Da haben sich die Leute ja fast nicht mehr beruhigen können, so erstaunt waren sie über mein Chinesisch. Ein weiterer Höhepunkt eines jeden Arbeitstags ist die Mittagspause. Kantinen in Thailand sind einfach komplett anders, wie ich sie bisher gekannt hatte. Es gibt verschiedene Stände und alles wird mehr oder weniger frisch zubereitet. Außerdem ist die Auswahl einfach riesig, besonders was Obst und sonstigen Nachtisch angeht. Aber auch Salate und Nudel- sowie Reisgerichte findet man zuhauf. Einfach super! Und ein Gericht kostet nie mehr als 30 Baat. Richtig gut sind auch die Smooties (normales Getränk, z.B. kakao, + Wassereis + Mileis oder Sahne oder Milch), von denen ich einfach nicht genug bekommen kann. Oft hab ich das Gefühl, der Süßkram in Thailand ist süßer als bei uns, und das obwohl die Menschen dort eigentlich süß nicht so gerne haben. Daher bekommt man z.B. auch immer wenn man ein Eis isst Wasser kostenlos dazu. Daneben ist die Auswahl an essbarem Süßzeug geradezu riesig! Soviel Zeug von dem ich noch nie was gehört hatte vorher, und auch sonst eigentlich (fast) alles was bei uns auch gibt. Da hat Thailand China definitiv einiges vorraus, denn guten Kuchen konnte ich selbst in Shanghai einfach nicht finden. Ok, das ist vielleicht kein objektiv wichtiges Kriterium, aber für mich ein entscheidendes :)
Mir fällt gerade auf, ich könnte stundenlang über Thailand und meine Eindrücke hier erzählen, und es war wohl ein Fehler so lange zu warten mit einem neuen Eintrag. Es gibt ne Menge Dinge die ich hier einfach mag. Dazu gehören z.B. auch - so lustig es im Bezug auf mich auch klingen mag - die Früchte. Ich bin ja eigentlich ein zu 100%iger Fruchtgegner, mit dem Hinweis auf meine Fruchallergie (zumindest wenn zuviele Fruchsäure enthalten ist, kein Witz). Aber hier kann ich soviel essen, und es gibt auch soviel von dem ich vorher noch nie gehört hatte: Mangostinen, ewig viele Sorten Bananen, Rambuthan, Durian, Somo (ne Art Riesenorrange), Longgorn und noch einiges mehr. Und dann natürlich die bekannten Vertreter: Ananas, Kokosnus und ewig viele Sorten Mango und Papaya. Besonders die Kokosnuss hats mir angetan. Wann immer ich kann, kauf ich mir ne Nuss. Wer schonmal ne echte getrunken hat (ich meine nicht die Kokosnussmilch), der weiss was ich meine. Soooooo lecker...Und am Ende kann man das Mark mit nem Löffel abkratzen und Essen. Und für eine Nuss bezahlt man normalerweise nicht mehr als 15 Baat, eher weniger. Krass, oder? Dasselbe gilt natürlich auch für den Rest. So bezahlt man für Bananen fast nix. Für 14 von den kleinen beispielsweise hab ich auf nem Markt 10 Baat bezahlt, im Carrefour 24.
Ich bin gerade von nem weiteren kleinen Trip zurückgekommen. Ich war für eine Woche in Laos, und das war ein absolut genialer Trip. Aber da erzähl ich jetzt nicht von, das sprent den Rahmen eines Eintrags. Dummerweise kann ich immer noch keine Bilder hochladen. In meinem Appartment ist Picasaweb einfach zu langsam, wie das gesamte Internet. Ich probiers demnächst nochmal in der Firma.
Ich werd mich bemühen, möglichst bald nochmal einen kleinen Artikel über meine Zeit hier zu veröffentlichen. Ach ja, wenns euch interessiert: Meine Rückkehr ist jetzt definitiv, und zwar (schon) am 18.10., knapp 3 Wochen!!! Krass, wie schnell 8 Monate rumgehen können, wenn man Spaß hat. Klar gibts dann auch ne große Willkommensparty :)
Der letzte Eintrag hat mit Shanghai geendet, und so fang ich auch dort wieder an. War doch ein sehr seltsames Gefühl diese Stadt (schon wieder) verlassen zu müssen. Mittlerweile fühle ich mich dort schon ein wenig heimisch, und zu wissen dass ich dort so schnell nicht mehr hinkommen werde fühlt sich komisch an. Aber im Endeffekt war die Freude wieder nach Bangkok zurückkehren zu können größer als die Trauer über den Abschied. Am Ende bin ich nochmal gut essen gegangen mit ein paar alten und neuen Freunden, in einem wunderbaren japanischen Restaurant (hab ich da schonmal von erzält? nennt sich daisei, und all-you-can-eat-and-drink kostet 14 Euro, wohlgemerkt á la carte!). Und dann gings in Flugzeug. War besonders seltsam schon wieder goodbye zur Caro zu sagen. Denn mit ihr hab ich doch en Haufen Zeit verbracht in den letzten Monaten, viele Dinge erlebt und gesehen. Aber sie seh ich ja auf jeden Fall bald wieder (ach ja, sie fliegt morgen heim, hat ihr Praktikum jetzt beendet). Und dann gings ab ins Flugzeug. Und schon wieder auf nach Bangkok. Diesmal wars ne Menge Stress das Flugticket zu bekommen. Denn mir ist das Geld ausgegangen, oder sagen wie besser das Bargeld. Denn geschickterweise hab ich mein EC-Kartenpasswort vergessen (hab ich das schonmal erzält? oh mann, ich werd alt...). Somit blieb mir nur das Geld das noch auf meinem chinesischen Konto war, und das war stark begrenzt. Mit Hilfe von Leon und Caro hab ich dann doch noch mein Ticket bekommen, das mit 340 Euro leicht teurer war wie das letzte Mal. Hat mich schon geärgert, dass ich schon wieder soviel Geld ausgeben musste für ein Flugticket, zumal ich wieder in dieselbe Stadt bin wie vor knapp 2 Monaten. Tja, aber wenn ich alles vorher gewusst hätte, wäre sovieles leichter und billiger geworden. Manchmal weiß mans vorher einfach nicht besser. Auf jeden Fall hab ich en Haufen gelernt der Zeit hier und mach hoffentlich ein paar Fehler weniger in Zukunft.
Wie auch immer, in Bangkok angekommen wurde ich von Prang (Poys Schwester) und ihrem Freund am Flughafen abgeholt. Und ich geb zu, es war ein verdammt seltsames Gefühl dort zu landen und keine Poy vorzufinden. Aber der Empfang war super. Daher konnte ich das erstmal verkraften. Wir haben dann was auf dem Weg nach Hause gegessen (wundervolles Thai Essen...) und ich konnte mein Thai das erste Mal seit 2 Monaten wieder üben. Tolle Sprache muss ich sagen. Viel leichter als Chinesisch (ok, das ist nicht besonders schwer...), simpel und lustig (klingt wie Babysprache), und mit cooler Schrift (die nur auf den ersten, zweiten, dritten und auch den vierten Blick schwer ist :). Ich kam Mittwochs mit dem Flieger an, und bin dann Sonntags in mein Appartment eingezogen. In der Zwischenzeit hab ich wieder bei Poys Familie gewohnt, und die Bewohner mit lästigen Fragen zu Thailand und zur thailändischen Sprache genervt. Außerdem hab ich Pavee wieder getroffen (ein Thai Freund aus Shanghai), der zufälligerweise gerade mal 20m von Poys Haus entfernt wohnt. Daneben hab ich fleissig Zeichen (diesmal thailändische) und Worte gelernt (mit einem recht guten Buch, das ich mittlerweile durch hab), und die Innenstadt unsicher gemacht. Außerdem bin ich mal aus Spaß mit Prang zur Uni gefahren früh morgens und hab mir mal den thailändischen Uni-Alltag angeschaut. Sehr spaßig, und trotz vieler Gemeinsamtkeiten mit unserer Uni doch ziemlich anders. Insgesamt hab ich das Gefühl, dass Thailänder wesentlich offener sind (dazu später mehr). In Saarbrücken hab ich oft das Gefühl, dass man relativ anonym studiert (an anderen Unis in D wohl auch). Hier dagegen ist jeder mit jedem Freund irgendwie, innerhalb eines Kurses auf jeden Fall. Eine unglaubliche Gemeinschaft, zumindest nach außen hin. Für tiefere Einsichten müsste ich da wohl studieren. Aber vorallem an diesem einen Tag hab ich unfassbar viele Leute kennengelernt. Wie gesagt, Thais scheinen weniger scheu zu sein, und es war gar kein Problem für mich zu kommunizieren. Zum Glück hat mir Boont (Prangs Freund) ne Gitarre besorgt, so dass ich dahingehend wunderbar versorgt war :), nachdem ich ja meine in Shanghai gekaufte wieder abgetreten hatte. Sonntags bin ich dann wie gesagt umgezogen, mit ner Menge Kram. Denn Poy hatte vergessen, das Zeug das ich bei meinem letzten Besuch erworben ode geschenkt bekommen hatte zurückzuschicken (tztz...). War aber zufälligerweise ein glückliches Versehen, da ich so ein paar Kleider mehr hatte (u.a. auch mein gelbes Königs-Tshirt, das die Thais immer Montags tragen, wohlgemerkt kollektiv, d.h. man sieht dann ein Meer aus gelben Menschen...) und vorallem auch meinen Lonely Planet, der mir doch ne Menge geholfen hat, bei der Erkundung Bangkoks.
Das Appartment ist ein richtiger Traum. Relativ gut gelegen, 5 Minuten von der UBahn-Station, und einfach super schön, schon fast zu gut für mich. Das Haus ist komplett neu und in meinem Zimmer hat vorher noch niemand gewohnt. Fragt mich nicht wieviel Quadratmeter, auf jeden Fall ist es recht groß. Es ist komplett möbliert, hat ne Klimaanlage und en super Bad, und kostenloses Internet (Wifi). Was will man mehr? Das ganze kostet 7300 Baat (+ Kühlschrank) pro Monat, was etwa 155 Euro sind (Strom und Wasser kommen noch dazu, ist aber nicht viel, maximal 2000 Baat). Klingt für mich vernünftig, allerdings hat mir mittlerweile jeder mitgeteilt, dass es viel zu teuer ist. Normalerweise sollte eine Wohnung etwa 3000 bis 4000 kosten, 5000 sind schon sehr teuer. Tja, ist eben ein Platz für Ausländer. Es wohnen zwar auch Thais hier, aber die haben wohl alle etwas bessere Jobs. Keine Ahnung, bin ja nur kurze Zeit hier und ist auf jeden Fall ne gute Wohnung.
Und dann hat ja am nächsten Tag mein Praktikum angefangen. Schon am ersten Tag musste ich feststellen, dass es wohl doch ein wenig länger dauert um dort hinzukommen. Insgesamt brauch ich im Schnitt 1,5 Std. für einen Weg, also 3 Std. am Tag. Ok, das ist mies, das geb ich zu, aber es gibt definitiv Schlimmeres, und nerven tut mich daran nur, dass ich abends recht spät zurück bin. Morgens nehm ich zuerste die UBahn (2 Stationen) und dann stelle ich mich an für eine Art Mini-Bus. Der braucht dann wieder knapp ne Stunde, je nach Verkehr. Oft muss ich anstehen, mal kürzer mal länger. Denn der Bus ist nicht nur für Mitarbeiter des Instituts in dem ich arbeite, sondern vorallem für Studenten der nahegelegenen Thammasat-Universität. Dementsprechend frequentiert ist das Ganze, aber im Großen und Ganzen ok, da die Busse in angemessenen Abständen kommen. Abends dann das Ganze Spiel zurück, oft in strömendem Regen, ist ja schließlich Regenzeit. Der Bus kostet einfache Fahrt 30 Baat (63 Cent), kann man also verkraften. Am Anfang war ich auch noch relativ motiviert mit allen möglichen Leuten zu reden und hab daher wirklich jeden angequatscht. Das hat mir dann auch ne Menge Freunde eingebracht. Mittlerweile (na ja, grad mal 3 Wochen später) bin ich ein wenig ruhiger, aber immer noch motiviert :). Das Praktikum ist ok. Ich arbeite mit bei einem Projekt, das ein Thai-Japanisch Übersetzungssystem implementieren will. Ich baue dabei den Dependency-Parser (das Übersetzungssystem baut auf Dependenzen auf). Insgesamt macht es mittlerweile viel Spaß, was vorallem an den tollen Leuten dort liegt. Mittlerweile kennt mich wohl auch jeder (was nicht so einfach, da ja doch ein paar hunder Leute dort arbeiten), zumindest dem Namen nach. Und das ist wohl auch ne andere manchmal etwas nervige Eigenschaft der Thais, die reden gerne über andere, nicht böse, aber sie tun es :) Somit sah mein Alltag drei Wochen lang so aus, dass ich morgens zur Arbeit bin und abens wieder zurück. Am Wochenende hab ich dann andere Leute getroffen, oder kennengelernt. Unter anderem hab ich mich ein paar Mal mit Air getroffen, einer Freundin von Boont und hab mit ihr Deutsch-Thai-Tandem gemacht. Ein andermal bin ich mit Pavee, seiner Freundin und einer seiner Cousinen nach Ayuthayaa gefahren, der alten unglaublich coolen Hauptstadt von Thailand. Wieder ein anderes Mal bin ich mit einem Freund, den ich gerade mal 2 Tage zuvor kennengelernt hatte, weil er mit geholfen hat bei der Einweihung der neuen großen Schaukel (krasses Teil, muss man eigentlich gesehen haben) ein paar Sachen zu übersetzen, und seiner Familie zu einem Strand gefahren. Ach ja, und zwischendurch hab ich Sprache gepaukt. Und das war wohl auch gut so. Nicht nur ich bin überrascht was ich schon gelernt hab. Ich hab gerademal einen Monat lang gelernt, aber ich kann mich mit den Leuten hier schon relativ gut unterhalten und ich kann auch alles lesen, mehr oder weniger langsam. Da bin ich schon stolz drauf, und der Erfolg liegt vorallem daran, dass ich wirklich ständig mit jedem rede, sei es nur jemand, der mir was verkaufen will, oder im Restaurant, oder mit den Putzfrauen in der Firma. Ich nutze jede Chance, um wieder ein paar gelernte Vokabeln zu trainieren. Macht aber auch einfach Spaß immer wieder zu hören wie toll mein Thai ist :) Erinnert mich sehr stark an China, wo dieser Überraschungseffekt aber sogar noch größer war. Da haben sich die Leute ja fast nicht mehr beruhigen können, so erstaunt waren sie über mein Chinesisch. Ein weiterer Höhepunkt eines jeden Arbeitstags ist die Mittagspause. Kantinen in Thailand sind einfach komplett anders, wie ich sie bisher gekannt hatte. Es gibt verschiedene Stände und alles wird mehr oder weniger frisch zubereitet. Außerdem ist die Auswahl einfach riesig, besonders was Obst und sonstigen Nachtisch angeht. Aber auch Salate und Nudel- sowie Reisgerichte findet man zuhauf. Einfach super! Und ein Gericht kostet nie mehr als 30 Baat. Richtig gut sind auch die Smooties (normales Getränk, z.B. kakao, + Wassereis + Mileis oder Sahne oder Milch), von denen ich einfach nicht genug bekommen kann. Oft hab ich das Gefühl, der Süßkram in Thailand ist süßer als bei uns, und das obwohl die Menschen dort eigentlich süß nicht so gerne haben. Daher bekommt man z.B. auch immer wenn man ein Eis isst Wasser kostenlos dazu. Daneben ist die Auswahl an essbarem Süßzeug geradezu riesig! Soviel Zeug von dem ich noch nie was gehört hatte vorher, und auch sonst eigentlich (fast) alles was bei uns auch gibt. Da hat Thailand China definitiv einiges vorraus, denn guten Kuchen konnte ich selbst in Shanghai einfach nicht finden. Ok, das ist vielleicht kein objektiv wichtiges Kriterium, aber für mich ein entscheidendes :)
Mir fällt gerade auf, ich könnte stundenlang über Thailand und meine Eindrücke hier erzählen, und es war wohl ein Fehler so lange zu warten mit einem neuen Eintrag. Es gibt ne Menge Dinge die ich hier einfach mag. Dazu gehören z.B. auch - so lustig es im Bezug auf mich auch klingen mag - die Früchte. Ich bin ja eigentlich ein zu 100%iger Fruchtgegner, mit dem Hinweis auf meine Fruchallergie (zumindest wenn zuviele Fruchsäure enthalten ist, kein Witz). Aber hier kann ich soviel essen, und es gibt auch soviel von dem ich vorher noch nie gehört hatte: Mangostinen, ewig viele Sorten Bananen, Rambuthan, Durian, Somo (ne Art Riesenorrange), Longgorn und noch einiges mehr. Und dann natürlich die bekannten Vertreter: Ananas, Kokosnus und ewig viele Sorten Mango und Papaya. Besonders die Kokosnuss hats mir angetan. Wann immer ich kann, kauf ich mir ne Nuss. Wer schonmal ne echte getrunken hat (ich meine nicht die Kokosnussmilch), der weiss was ich meine. Soooooo lecker...Und am Ende kann man das Mark mit nem Löffel abkratzen und Essen. Und für eine Nuss bezahlt man normalerweise nicht mehr als 15 Baat, eher weniger. Krass, oder? Dasselbe gilt natürlich auch für den Rest. So bezahlt man für Bananen fast nix. Für 14 von den kleinen beispielsweise hab ich auf nem Markt 10 Baat bezahlt, im Carrefour 24.
Ich bin gerade von nem weiteren kleinen Trip zurückgekommen. Ich war für eine Woche in Laos, und das war ein absolut genialer Trip. Aber da erzähl ich jetzt nicht von, das sprent den Rahmen eines Eintrags. Dummerweise kann ich immer noch keine Bilder hochladen. In meinem Appartment ist Picasaweb einfach zu langsam, wie das gesamte Internet. Ich probiers demnächst nochmal in der Firma.
Ich werd mich bemühen, möglichst bald nochmal einen kleinen Artikel über meine Zeit hier zu veröffentlichen. Ach ja, wenns euch interessiert: Meine Rückkehr ist jetzt definitiv, und zwar (schon) am 18.10., knapp 3 Wochen!!! Krass, wie schnell 8 Monate rumgehen können, wenn man Spaß hat. Klar gibts dann auch ne große Willkommensparty :)
Sonntag, 26. August 2007
Shanghai
Somit bin ich also wieder in Shanghai angekommen. Ein seltsames Gefuehl, sag ich euch. Auf eine gewisse Weise kommt man wieder nach Hause, aber auch irgendwie nicht. Vieles ist vertraut, aber soviele Leute, die man kannte, sind weg. Man fuehlt sich ein wenig alleine und weiss nicht so recht was tun.
Gewohnt hab ich bei der Caro. Die macht ja jetzt ein Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung und wohnt dafuer in der YanPing lu, in der Naehe vom recht bekannten JingAn-Tempel (na ja, recht nahe, immerhin 15 Minuten laufen :), sehr weit fuer asiatische Massstaebe..). Ach ja! Hatte ich vorher schone erwaehnt, wies denn jetzt weiter geht mit mir? Nicht sicher...Daher erzaehl ichs einfach nochmal. Ich hab mir ein Flugticket nach Bangkok gekauft (bzw. kaufen lassen, von Leon :)). Ja, schon wieder! Denn ich mach jetzt tatsaechlich ein Praktikum dort, bei einer Firma names Tcllab , einer kleinen Firma in der Naehe von Bangkok. Ein Freund (ich kenn jetzt ne Menge Thais...) hat mir dafuer eine Wohnung besorgt, am Rande vom Bangkok, denn die Firma ist dummerweise doch sehr ausserhalb, in einem Gebaeudekomplex, der sich NECTEC nennt, und sich auf verschiedensten Gebieten mit neuen Technologien befasst (nebenan befindet sich z.B. auch noch BIOTec). Ich hatte mich dort vorgestellt, als ich Poy in Thailand besucht hab. Ich fand alles recht sympathisch, und ich hab dort auch mehr oder weniger ohne Probleme einen Job bekommen, fuer etwas weniger als zwei Monate. Damit hab ich mich quasi bewusst dafuer entschieden, kein Praktikum in China zu machen. Die Gruende dafuer sind zahlreich, die wichtigsten mit Sicherheit, dass ich gerne Thai lernen moechte zwecks besserer Kommunikation oder einfach auch nur weils ne coole Sprache ist :), und zum anderen, weil ich gerne noch was Neues kennenlernen moechte, eine neue Umgebung (ja, schon wieder). Denn diesmal wird es anders sein. Ich muss arbeiten, und ich wohne komplett alleine. In Shanghai hatte ich doch immerhin einen Zimmerpartner, und mehr oder weniger immer Leute um mich rum. Ausserdem war das Sprachstudentenleben doch recht locker. Mal gespannt was hier jetzt auf mich zukommt (ja, ich schreibe gerade aus Bangkok, aber dazu spaeter :)
In Shanghai angekommen bin ich Samstags, mein Flug nach Bangkok ging Mittwochs Abends. Ein paar Tage hatte ich also um verschiedenste Dinge zu erledigen, im Grossen und Ganzen aber einfach um mal zu entspannen. Zu meinen Hauptaktivitaeten in dieser Zeit hat gehoert Essen zu gehen, einkaufen zu gehen und Pakete mit Zeug zu packen, die ich dann nach Hause geschickt hab. Schoen war, dass ich ein paar alte Bekannte treffen konnte, die ich wohl so schnell nicht mehr wieder sehen werde. Und auch ein paar, die ich schon etwas laenger kenne :) , und zwar drei Herren aus Saarbruecken, die derzeit eine kleine Rundreise in China machen. Das war verdammt lustig und ich muss sagen, es ist echt was anderes Bekannte in einer voellig anderen und fremden Umgebung wiederzutreffen. Wir waren zusammen noch ein letztes Mal im Daisei gewesen, der Japaner der direkt hinter der Uni ist, und bei dem man fuer 138 Yuan all-you-can-eat-and-drink machen kann, wohlgemerkt alla Carte! Das Essen ist super und ich geh dort jedesmal pappsatt aber hochzufrieden raus...Shoppen war ich auch ne Menge, man muss doch ein paar Souvenirs fuer die Daheimgebliebenen besorgen. Insgesamt hab ich damit also 3,5 Pakete nach Deutschland geschickt, was etwa 35 Kilo entspricht :) Im Flugzeug haette ich da en Haufen Geld fuer bezahlen muessen. Es war ein seltsames Gefuehl, nochmal den UniCampus zu besuchen, und unser altes Wohnheim. Wie gesagt, man fuehlt sich zu Hause, aber es gibt fast keine bekannten Gesichter, ausser dem Wachpersonal. Das ist traurig, aber normal. Nur wenige Studenten bleiben dort laenger als ein oder zwei Semester. So viele Erinnerungen haengen dort, und vieles wirkt ein wenig wie im Traum. Es war echt eine gute Zeit, eigentlich genauso wie ich es mir vorher gedacht hatte. Aber vorher ist man ja immer ein wenig skeptisch. Ich hab enorm viel gelernt fuer mich selber und eben auch etwas Chinesisch :) Ich hab ne Menge neue Freund gefunden, und bin insgesamt wesentlich offener und toleranter geworden. Ausserdem sieht man in solche Situationen einfach auch viele Dinge, die schocken oder fuer andere Dinge motvieren und alleine fuer solche neuen Perspektiven und Ideen lohnt sich ein derartiger Aufenthalt. Ich bin tierisch froh, dass ich nicht nach Europa bin, sonder bewusst eher das Abenteuer in Asien gesucht hab (womit ich aber nicht Erasmus schlecht machen will, ich mein nur dass fuer mich die Kulturerahrung in Asien wesentlich groesser war als sie irgendwo in Europa je haette sein koenne, aber klar, das ist Ansichtssache). Diese Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen, wie man so schoen sagt. China war ne super Sache, aber ich bin wirklich ernsthaft froh wenn ich bald wieder nach Hause komme. Ich hab soviel gesehen, dass ich jetzt einfach ein wenig Zeit zum drueber Nachdenken brauche. Ausserdem vermisse ich das Saarland und seine Menschen doch sehr...
Dennoch hab ich mich auf das Praktikum gefreut, wo auch immer ich es denn gemacht haette. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ich in diesem Bereich spaeter nicht arbeiten will. Also seh ich alles wesentlich lockerer und einfach als ein weiteres Stueck Spass an. In Bangkok kann ich wieder eine ganz andere Kultur kennenlernen. Denn China und Thailand sind so sehr unterschiedlich, wei zwei Laender nur sein koennen. Ich hoffe ich werde das in naechster Zeit schoen in meinem Blog darstellen koennen.
Vielen Dank Frau Chen fuer die grossartigen Chinesischkurse, ohne die ich definitiv nie auf die Idee gekommen waere hier herzukommen!
Gewohnt hab ich bei der Caro. Die macht ja jetzt ein Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung und wohnt dafuer in der YanPing lu, in der Naehe vom recht bekannten JingAn-Tempel (na ja, recht nahe, immerhin 15 Minuten laufen :), sehr weit fuer asiatische Massstaebe..). Ach ja! Hatte ich vorher schone erwaehnt, wies denn jetzt weiter geht mit mir? Nicht sicher...Daher erzaehl ichs einfach nochmal. Ich hab mir ein Flugticket nach Bangkok gekauft (bzw. kaufen lassen, von Leon :)). Ja, schon wieder! Denn ich mach jetzt tatsaechlich ein Praktikum dort, bei einer Firma names Tcllab , einer kleinen Firma in der Naehe von Bangkok. Ein Freund (ich kenn jetzt ne Menge Thais...) hat mir dafuer eine Wohnung besorgt, am Rande vom Bangkok, denn die Firma ist dummerweise doch sehr ausserhalb, in einem Gebaeudekomplex, der sich NECTEC nennt, und sich auf verschiedensten Gebieten mit neuen Technologien befasst (nebenan befindet sich z.B. auch noch BIOTec). Ich hatte mich dort vorgestellt, als ich Poy in Thailand besucht hab. Ich fand alles recht sympathisch, und ich hab dort auch mehr oder weniger ohne Probleme einen Job bekommen, fuer etwas weniger als zwei Monate. Damit hab ich mich quasi bewusst dafuer entschieden, kein Praktikum in China zu machen. Die Gruende dafuer sind zahlreich, die wichtigsten mit Sicherheit, dass ich gerne Thai lernen moechte zwecks besserer Kommunikation oder einfach auch nur weils ne coole Sprache ist :), und zum anderen, weil ich gerne noch was Neues kennenlernen moechte, eine neue Umgebung (ja, schon wieder). Denn diesmal wird es anders sein. Ich muss arbeiten, und ich wohne komplett alleine. In Shanghai hatte ich doch immerhin einen Zimmerpartner, und mehr oder weniger immer Leute um mich rum. Ausserdem war das Sprachstudentenleben doch recht locker. Mal gespannt was hier jetzt auf mich zukommt (ja, ich schreibe gerade aus Bangkok, aber dazu spaeter :)
In Shanghai angekommen bin ich Samstags, mein Flug nach Bangkok ging Mittwochs Abends. Ein paar Tage hatte ich also um verschiedenste Dinge zu erledigen, im Grossen und Ganzen aber einfach um mal zu entspannen. Zu meinen Hauptaktivitaeten in dieser Zeit hat gehoert Essen zu gehen, einkaufen zu gehen und Pakete mit Zeug zu packen, die ich dann nach Hause geschickt hab. Schoen war, dass ich ein paar alte Bekannte treffen konnte, die ich wohl so schnell nicht mehr wieder sehen werde. Und auch ein paar, die ich schon etwas laenger kenne :) , und zwar drei Herren aus Saarbruecken, die derzeit eine kleine Rundreise in China machen. Das war verdammt lustig und ich muss sagen, es ist echt was anderes Bekannte in einer voellig anderen und fremden Umgebung wiederzutreffen. Wir waren zusammen noch ein letztes Mal im Daisei gewesen, der Japaner der direkt hinter der Uni ist, und bei dem man fuer 138 Yuan all-you-can-eat-and-drink machen kann, wohlgemerkt alla Carte! Das Essen ist super und ich geh dort jedesmal pappsatt aber hochzufrieden raus...Shoppen war ich auch ne Menge, man muss doch ein paar Souvenirs fuer die Daheimgebliebenen besorgen. Insgesamt hab ich damit also 3,5 Pakete nach Deutschland geschickt, was etwa 35 Kilo entspricht :) Im Flugzeug haette ich da en Haufen Geld fuer bezahlen muessen. Es war ein seltsames Gefuehl, nochmal den UniCampus zu besuchen, und unser altes Wohnheim. Wie gesagt, man fuehlt sich zu Hause, aber es gibt fast keine bekannten Gesichter, ausser dem Wachpersonal. Das ist traurig, aber normal. Nur wenige Studenten bleiben dort laenger als ein oder zwei Semester. So viele Erinnerungen haengen dort, und vieles wirkt ein wenig wie im Traum. Es war echt eine gute Zeit, eigentlich genauso wie ich es mir vorher gedacht hatte. Aber vorher ist man ja immer ein wenig skeptisch. Ich hab enorm viel gelernt fuer mich selber und eben auch etwas Chinesisch :) Ich hab ne Menge neue Freund gefunden, und bin insgesamt wesentlich offener und toleranter geworden. Ausserdem sieht man in solche Situationen einfach auch viele Dinge, die schocken oder fuer andere Dinge motvieren und alleine fuer solche neuen Perspektiven und Ideen lohnt sich ein derartiger Aufenthalt. Ich bin tierisch froh, dass ich nicht nach Europa bin, sonder bewusst eher das Abenteuer in Asien gesucht hab (womit ich aber nicht Erasmus schlecht machen will, ich mein nur dass fuer mich die Kulturerahrung in Asien wesentlich groesser war als sie irgendwo in Europa je haette sein koenne, aber klar, das ist Ansichtssache). Diese Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen, wie man so schoen sagt. China war ne super Sache, aber ich bin wirklich ernsthaft froh wenn ich bald wieder nach Hause komme. Ich hab soviel gesehen, dass ich jetzt einfach ein wenig Zeit zum drueber Nachdenken brauche. Ausserdem vermisse ich das Saarland und seine Menschen doch sehr...
Dennoch hab ich mich auf das Praktikum gefreut, wo auch immer ich es denn gemacht haette. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ich in diesem Bereich spaeter nicht arbeiten will. Also seh ich alles wesentlich lockerer und einfach als ein weiteres Stueck Spass an. In Bangkok kann ich wieder eine ganz andere Kultur kennenlernen. Denn China und Thailand sind so sehr unterschiedlich, wei zwei Laender nur sein koennen. Ich hoffe ich werde das in naechster Zeit schoen in meinem Blog darstellen koennen.
Vielen Dank Frau Chen fuer die grossartigen Chinesischkurse, ohne die ich definitiv nie auf die Idee gekommen waere hier herzukommen!
Samstag, 18. August 2007
Beijing, Guangzhou, Hongkong
Beijing war toll. Hat mir insgesamt sogar etwas besser gefallen wie Shanghai. Ich weiss gar nicht warum sich immer alle ueber das Wetter in Beijing beschweren. War echt super. Nur der erste Tag eben verregnet. Von da an hatten wir immer strahlenden Sonnenschein. Ok, ich geb zu. Es scheint kein normales Wetter zu sein. Ich erinnere da nur an die roten Sandstuerme in Fruehling. Wie auch immer, das Wette war grossartig fuer uns.
Die verbotene Stadt war nicht so der Hit, zumindest nicht fuer mich. Ein Grund mag sein, dass ich mittlerweile einfach gesaettigt bin, was Sehenswuerdigkeiten angeht. Und im Endeffekt ist die verbotene Stadt nur ein Haufen grosser, gerade in Renovierung fuer die olympischen Spiele befindlichen, Haeuser, oder auch Tempel. Leider ist dann auch noch der Audioguide ein Reinfall gewesen, der automatisch zu einem Ort etwas erzaehlt hat, sobald man in der Naehe war (oder manchmal auch, warum auch immer, wenn man gaaaanz woanders war). Leider konnte man dies nicht mehr wiederholen, und oft ist man beim Weitergehen aus Versehen in eine andere Zone gegangen, und Schwupp, ging die naechste Geschichte los. Sehr bloed...
Na ja, der naechste Hammer war dann, dass wir versucht haben Tickets nach Hongkong zu bekommen. Und das war wirklihc nicht einfach. Die Bahnhofshalle war der reinste Horror (viel zu viele Menschen) und wir - totmuede - mussten uns die Reihe draengelnder Chinesen stellen. Da haben wir dann 40 Minuten gestanden, kamen dran und haben immer wieder nur "mei you le" gehoert, welche Frage ich auch gestellt hab. Wunderbar! Keine Hartbetten und keine Sitze. Ja, es gab noch Weichbetten. Aber warum auch immer, ich wollte keine 100 Euro fuer eine Zugfahrt ausgeben (ja, ich weiss, hoert sich nicht viel an, zudem die Fahrt immerhin 22 Stunden dauert). Aber man wird geizig in China, und ausserdem reisen wir ja mittlerweile schon recht lang, und das Budget wird ganz schoen belastet. An diesem Abend mussten wir dann erstmal entnervt aufgeben, weil ich einfach keinen Bock mehr hatte, mich nach hinten zu wehren, und keine Ideen mehr wo wir denn noch wann hinfahren koennten.
Am naechsten Tag sind wir dann mit frischer Energie nochmal hin. Und diesmal hab ich vorgeschlagen nach Guangzhou zu fahren, die Haupstadt von Kanton, weil das nicht so weit weg von Hongkong ist und man dort wohl hoffentlich leicht hinkommt. Ich hatte da auch vorher schonmal gefragt, aber diesmal war die Antwort zu nem anderen Schalter gaaaanz weit weg zu gehen. Da sind wir dann frohen Mutes hin. Und wieder konnte man sehen, dass Chinesen oft nicht wirklich organisieren koennen. Der Schalter war genau in der Schlange derer, die gerade am Bahnhof angekommen waren, und nur noch schnell raus wollten. Schrecklich und wieder ein riesieges Gedraengel. Aber am Ende hatten wir tatsaechlich unsere Tickets in der Hand, nach Guangzhou am naechsten Tag, fuer 370 Yuan, Hartbetten. Also haben wir den Resttag noch ein wenig mit BeijingUnsicherMachen verbracht. Wir haben uns ein Rad gemietet und sind damit rumgefahren, zu Plaetzen, an denen wir vorher nocht nicht waren. Lustigerweise haben wir auf dem Gipfel eines kuenstlichen beruehmten Huegels, der ueber die verbotene Stadt rausschaut, und voooolller Touristen war, die zwei Neuseelaende wieder getroffen (hab ich von denen schon erzaehlt?). Dieselben waren schon auf dem Schiff nach Yichang, auf dem Zug zurueck nach Xian. Und dann treffen wir sie tatsaechlich unter all diesen Millionen Menschen in Beijing an diesem Fleck! Krass. Wir haben uns dann abends zum Essen in einem von den zahlreichen Foodcourts zum Essen verabredet. War nett :) Vielleicht treffen wir sie in Shanghai wieder.
Von Beijing aus gings dann nach Guangzhou, wo wir mehr oder weniger unverhofft auch noch RuoXing treffen konnten. Ich wusste nich ob das noch klappt, weil ich es irgendwie verpeilt hatte, rechtzeitig vorher nochmal nachzufragen. Aber sie und ihr Papa haben uns dann unglaublicherweise vom Bahnhof abgeholt, er hat unsere Sachen nach Hause gebracht und wir sind mit ihr durch die Stadt spaziert!!! Das war echt nicht schlecht, und absolut unerwartet. Ich wusste vorher, dass wir sie wohl irgendwo treffen wuerden, aber dieses Rundumpaket, was uns dann auch spaeter noch erwartet hat, war echt einsame Klasse. Sie hat uns dann durch die Stadt gefuehrt, mit der Hilfe eines Stadtplans, weil sie, wie sie selbst zugegeben hat, sich selbst nicht so gut auskennt. Naja, ist ja auch ne grosse Stadt, so ganz anders wie Saarbruecken, wie so viel Staedte in China :) Ein paar lustige Details waren, dass wir z.B. aus Versehen kostenlos in einen Tempel (einen sehr schoenen sogar!! und das sag ich nachdem wir in Tibet waren) zur Besichtigung gelaufen sind, weil man uns faelschlicherweise einer deutschen Reisegruppe zugeordnet hat (Ruoxing spricht super Deutsch) und sogar noch deren Fuehrung geniessen konnten. Ein anderes Highlight waren die tollen CD-Maerkte, auf denen man wunderbar importierte (oder besser "vom Laster gefallene") CDs erstehen konnte, fuer im Schnitt 2 Euro. Und die sind ORIGNINAL! Krass fand ich das. Dann sind wir zu ihr nach Hause, wo schon ihre Mutter auf uns gewartet hat. Wir haben auf ihren Vater gewartet, und sind zu einem super coolen Seafood Restaurant gefahren. Ich muss sagen, am Anfang war ich ein wenig skeptisch. Nicht dass ich kein Seafood mag. Allerdings hat mich ein wenig die unfassbar brutale Behandlund der noch lebenden Tiere im Restaurant gestoert. Dort gab es echt ALLES was man so im Meer finden kann, oder allgemein im Wasser. Und vieles moechte ich noch nicht mal in freier Wildbahn sehen. Besonders krass fand ich die Krokodile, die zusammengebunden, und wohl betaeubt sehr traurig uebereinandergetuermt waren. Die Familie hat sich wunderbar um uns gekuemmert, und ich war tierisch froh ueber den Kontakt. Ist schon was anderes wenn man jemanden kennt, und mal nicht im Dorm uebernachten muss. Insgesamt ist dann alles etwas enstpannter aber auch spannender, auch wenn man mal nicht alles selber erkundet. Und am naechsten Tag gings dann nach Hongkong. Die Zugtickest waren vergleichsweise ziemlich teuer. Immerhin haben wir nach Guangzhou nur etwas ueber 400 bezahlt. Nach Hongkong,was quasi um die Ecke ist, "nur" fuer Sitze warens dann 195! Ich geb zu, es war ein verdammt cooler Zug. Man hatte auch auf dem Bahnhof, beim Check-in (ja, wie beim Flugzeug), dass man die ganze Zeit irgendwie auf ein Flugzeug wartet, zumal wir ja auch Ausreiseprozeduren ueber uns ergehen lassen mussten, da Hongkong ja dummerweise faktisch gesehen noch ein anderes Land ist.
Der erste Eindruck war dann ziemlich gut, gruene Haenge, vergleichsweise huebsche Haeuser. In der Stadt (oder besser gesagt in einem der Stadtzentren) wars dann nicht mehr so toll. Zuviele Menschen, nicht dreckig, aber auch nicht sauber, und vorallem extrem enge und laute Strassen. Da rassen riesige Doppeldeckerbusse durch die Strassen mit einer unfassbaren Geschwindigkeit. Im Allgemeinen ist der Verkehr aber recht gesittet, nichts im Vergleich zu China oder Thailand. Man merkt, dass die Briten hier doch einiges an Einfluss gehabt hatten. Das faellt einem auch an viele anderen Stellen auf. Wenn die Fussgaengerampel z.B. Rot zeigt, erwartet man als Europaeer, dass man alle Fussgaenger stehenbleiben. So nicht in China, da nehmen nicht viele diese lustigen bunten Lichter wirklich ernst. Ganz anders wieder in Hongkong, die Menschen sind auf europaeische Massstaebe getrimmt, man wartet. Allerdings waren die Caro und ich mittlerweile an die chinesische Art der Strasse-Ueberquerens gewohnt. Somit liefen wir einfach weiter, war ja Platz, und wurden gnadenlos ausgehupt. "ok ok", aber geandert hab ich mein Verhalten nicht mehr :) Den ersten Tag haben wir in Hongkong komplett mit Shopping verbracht, denn, wie ja allgemein bekannt ist, siehts mit den Steuern in Hongkong rosiger aus als in Deutschland. Je nachdem was man kauft, kann man ein Haufen Geld sparen. Caro hat sich eine Kamera gekauft, und dabei immerhin 200 Euro gespart. Ich hab mir dann kurzerhand ein Handy angeschafft, das aber auch endlich mal ein anstaendiger MP3-Player ist (genauergesagt ist es ein Sony Ericsson Walkman W610c, wers ueberhaupt genau wissen will). Ich hab dabei den groessten Teil der Zeit beanspruchte, weil ich mich zuerst einfach nicht entscheiden konnte, und danach das billigste und beste Angebot haben wollte. Und es gibt dort ne Menge (ich sags nochmal: NE MENGE!) Shops, die zum Grossteil allerdings dasselbe anbieten. Leider kann man hier auch nicht wirklich viel Handeln, bekommt aber meistens noch irgendwelche Geschenke dazu, z.B. ne Speicherkarte, nen zusaetzlichen Akku, Schutzfolien und -huellen. Da beschwert man sich auch nicht, auch wenn ich lieber das Handy billiger gehabt haette. Das war dann auch schon der erste Tag. Das Hotel (ja, diesmal wohnten wir im Hotel, da es keine guenstigen Hostels mehr gab, allerdings trotzdem auch im Billigsten) war echt schlecht. Nicht wirklich dreckig, aber auch nicht sauber, und ziemlich klein. Bezahlt haben wir dafuer knapp 11 Euro pro Nacht, was absout ok ist fuer europaeische Massstaebe, aber ich wie ich schonmal gesagt hab, man wird in China ein wenig geizig weil alles vergleichsweise billiger ist. Am naechsten Tag haben wir uns dann auf den Weg gemacht ein neues Visum zu bekommen. Hab ich das schon erzaehlt? Ich war in Xian ein wenig bloed gewesen, weil ich vergessen hab mir ein Visum mit einem zusaetzlichen Exit/Entry zu besorgen, also quasi einer Erlaubnis China zu verlassen und mit demselben Visum nochmal einzureisen. Daher brauchte ich ein neues Visum. Grossartig, und wieder Geld in den Wind geschossen...Diesmal waren es "nur" 300 HongKongDollar (Visumsgebuehr + Schnellbearbeitungsgebuehr), also etwa 28 Euro, aber Geld ist Geld. Den Rest des Tages haben wir mit HongKong-Sightseeing verbracht. Unser Hotel war auf dem (glaube ich) groessten Teil des Insel-Verbandes, auf Kownlon. Zwecks Sightseeing sind wir nach Hongkong Island gefahren. Dort siehts dann gleich wieder ganz anders, aber auch wieder nicht, aus. Ueberall riesige Hochhaeuser, Einkaufszentren und viele viele Menschen. Und ueberall merkt man den Einfluss der Englaender. Alles, selbst UBahn-Unterfuehrungen oder Bruecken, die von einem Gebauede ins Naechste fuehren, sehen extrem poliert und einfach sehr chick aus. Alles wirkt geordnet, und relative sauber. Die ganze Stadt, inklusive Menschen, Geld und Essen, ist soviel anders wie Festland-China, dass ich mich echt frage, wie man eine Angliederung bewerkstelligen kann. Wie die Caro gemeint hat, im Prinzip muesste man alles "zurueckentwickeln". Ich bin gespannt und hoffe das Beste fuer die Menschen. Denn eigentlich haben diese echte Demokratie erfahren, und werden dieser in knapp 40 Jahren beraubt bzw. eigentlich jetzt schon immer mehr. Sehr sehr schade...Zumal das den Festlandchinesen mehr oder weniger egal ist.
Wie ich schon erwaehnt hatte, bietet Hongkong noch viel mehr. Nach der kleine Tour sind wir in einen Bus gestiegen zu einem der zahlreichen Straende. Und ich muss sagen, selbst nachdem ich in Thailand war, diese Straende sind definitiv nicht schlecht, und eine sehr gute Abwechslung vom Trubel der Stadt sind. So stelle ich mir das idealerweise vor, eine Stadt zum Arbeiten, und ein Strand zum Wohnen :). Ich hab mir spontan eine Wasserschlacht mit ein paar Chinesinnen geliefert und war danach durchunddurch nass...Aber Spass hatte ich :) Leider hats dann irgendwann angefangen zu regnen, und hat so schnell auch nicht mehr aufgehoert. Caro und ich sind zurueckgefahren, in der Hoffnung der Regen verzieht sich bald. Das tat er nicht, und somit sind wir dann ins Kino (Simpsons - der Film; wollten wir eigentlich schon am Abend vorher, aber in dem Kino in unserer Naehe gabs den Film nur auf Kantonesisch :) . War echt schoen und lustig, und ich war immer wieder erstaunt, wie gut das Englisch der Hongkonger (zumindest der "Echten") ist. Wir hatten noch 2 Tage uebrig. Was tun? Urspruenglich war geplant nach Macau zu gehen, auch dort wieder Sightseeing zu betreiben (soll sehr sehr schoen sein, da ein Mix zwischen europaeischer, vornehmlich portugiesischer, und chinesischer Kultur) und einen Bekannten von mir zu besuchen, der dort kurz vor uns ankam und eine Zeit lang arbeiten wird. Spontan haben wir uns dann aber doch umentschieden und sind lieber ins Disneyland gefahren :) Ich kann mir denken, dass jetzt einige unglaebig ihr Haupt schuetteln. Aber erstens war ich noch nie in einem Disneyland gewesen. Zweitens bin ich einfach ein riesen Disneyfan (Winnie the Poooo...) und drittens war es mehr oder weniger das Ende unserer Reise, und wir hatten richtig Lust nochmal was ganz anderes zu machen. Jaja, ich weiss, ein Disneyland gibt es auch bei uns, und Macau nur in China. Aber es im Endeffekt ganz klar die bessere Entscheidung. Auch an diesem Tag hat es wieder die ganze Zeit geregnet, was schon bloed ist, da so ein Park schliesslich auch ne Menge Akktraktionen im Aussenbereich hat. Insgesamt find ich den Park als Park auch nicht wirklich gut. Er ist ziemlich klein, recht teuer (350 Hongkong Dollar) und die Attraktionen mehr oder weniger langweilig, besser fuer kleine Kinder. Ich fands trotzdem grossartig! Besonders die Atmosphaere, die Shows (Koenig der Loewen war genial, und die Mickey-Shows!!!), und das Megacoole Feuerwerk am Ende ueber dem Schloss von Aschenputtel (oder Cinderella). Wahnsinn!!! Am naechsten Morgen wollte wir eigentlich auch noch ein wenig was anschauen gehen (unsere Zug zurueck nach Guangzhou ging um 14:30), allerdings wurde es dann doch sehr sehr knapp, und so haben wir nur ne kurze Fahrt ueber das Meer gemacht, sind was Essen gegangen (singapurisch) und dann ab zum Bahnhof, wieder dieselbe Prozedur mit Zug, Visum und Gepaeckcheck und so weiter. In Guangzhou dann in den Zug nach Shanghai und 22 Stunden spaeter in Shanghai angekommen, nach ziemlich genau 36 Tagen (zumindest fuer mich, fuer Caro sind es dann wohl 38).
Die verbotene Stadt war nicht so der Hit, zumindest nicht fuer mich. Ein Grund mag sein, dass ich mittlerweile einfach gesaettigt bin, was Sehenswuerdigkeiten angeht. Und im Endeffekt ist die verbotene Stadt nur ein Haufen grosser, gerade in Renovierung fuer die olympischen Spiele befindlichen, Haeuser, oder auch Tempel. Leider ist dann auch noch der Audioguide ein Reinfall gewesen, der automatisch zu einem Ort etwas erzaehlt hat, sobald man in der Naehe war (oder manchmal auch, warum auch immer, wenn man gaaaanz woanders war). Leider konnte man dies nicht mehr wiederholen, und oft ist man beim Weitergehen aus Versehen in eine andere Zone gegangen, und Schwupp, ging die naechste Geschichte los. Sehr bloed...
Na ja, der naechste Hammer war dann, dass wir versucht haben Tickets nach Hongkong zu bekommen. Und das war wirklihc nicht einfach. Die Bahnhofshalle war der reinste Horror (viel zu viele Menschen) und wir - totmuede - mussten uns die Reihe draengelnder Chinesen stellen. Da haben wir dann 40 Minuten gestanden, kamen dran und haben immer wieder nur "mei you le" gehoert, welche Frage ich auch gestellt hab. Wunderbar! Keine Hartbetten und keine Sitze. Ja, es gab noch Weichbetten. Aber warum auch immer, ich wollte keine 100 Euro fuer eine Zugfahrt ausgeben (ja, ich weiss, hoert sich nicht viel an, zudem die Fahrt immerhin 22 Stunden dauert). Aber man wird geizig in China, und ausserdem reisen wir ja mittlerweile schon recht lang, und das Budget wird ganz schoen belastet. An diesem Abend mussten wir dann erstmal entnervt aufgeben, weil ich einfach keinen Bock mehr hatte, mich nach hinten zu wehren, und keine Ideen mehr wo wir denn noch wann hinfahren koennten.
Am naechsten Tag sind wir dann mit frischer Energie nochmal hin. Und diesmal hab ich vorgeschlagen nach Guangzhou zu fahren, die Haupstadt von Kanton, weil das nicht so weit weg von Hongkong ist und man dort wohl hoffentlich leicht hinkommt. Ich hatte da auch vorher schonmal gefragt, aber diesmal war die Antwort zu nem anderen Schalter gaaaanz weit weg zu gehen. Da sind wir dann frohen Mutes hin. Und wieder konnte man sehen, dass Chinesen oft nicht wirklich organisieren koennen. Der Schalter war genau in der Schlange derer, die gerade am Bahnhof angekommen waren, und nur noch schnell raus wollten. Schrecklich und wieder ein riesieges Gedraengel. Aber am Ende hatten wir tatsaechlich unsere Tickets in der Hand, nach Guangzhou am naechsten Tag, fuer 370 Yuan, Hartbetten. Also haben wir den Resttag noch ein wenig mit BeijingUnsicherMachen verbracht. Wir haben uns ein Rad gemietet und sind damit rumgefahren, zu Plaetzen, an denen wir vorher nocht nicht waren. Lustigerweise haben wir auf dem Gipfel eines kuenstlichen beruehmten Huegels, der ueber die verbotene Stadt rausschaut, und voooolller Touristen war, die zwei Neuseelaende wieder getroffen (hab ich von denen schon erzaehlt?). Dieselben waren schon auf dem Schiff nach Yichang, auf dem Zug zurueck nach Xian. Und dann treffen wir sie tatsaechlich unter all diesen Millionen Menschen in Beijing an diesem Fleck! Krass. Wir haben uns dann abends zum Essen in einem von den zahlreichen Foodcourts zum Essen verabredet. War nett :) Vielleicht treffen wir sie in Shanghai wieder.
Von Beijing aus gings dann nach Guangzhou, wo wir mehr oder weniger unverhofft auch noch RuoXing treffen konnten. Ich wusste nich ob das noch klappt, weil ich es irgendwie verpeilt hatte, rechtzeitig vorher nochmal nachzufragen. Aber sie und ihr Papa haben uns dann unglaublicherweise vom Bahnhof abgeholt, er hat unsere Sachen nach Hause gebracht und wir sind mit ihr durch die Stadt spaziert!!! Das war echt nicht schlecht, und absolut unerwartet. Ich wusste vorher, dass wir sie wohl irgendwo treffen wuerden, aber dieses Rundumpaket, was uns dann auch spaeter noch erwartet hat, war echt einsame Klasse. Sie hat uns dann durch die Stadt gefuehrt, mit der Hilfe eines Stadtplans, weil sie, wie sie selbst zugegeben hat, sich selbst nicht so gut auskennt. Naja, ist ja auch ne grosse Stadt, so ganz anders wie Saarbruecken, wie so viel Staedte in China :) Ein paar lustige Details waren, dass wir z.B. aus Versehen kostenlos in einen Tempel (einen sehr schoenen sogar!! und das sag ich nachdem wir in Tibet waren) zur Besichtigung gelaufen sind, weil man uns faelschlicherweise einer deutschen Reisegruppe zugeordnet hat (Ruoxing spricht super Deutsch) und sogar noch deren Fuehrung geniessen konnten. Ein anderes Highlight waren die tollen CD-Maerkte, auf denen man wunderbar importierte (oder besser "vom Laster gefallene") CDs erstehen konnte, fuer im Schnitt 2 Euro. Und die sind ORIGNINAL! Krass fand ich das. Dann sind wir zu ihr nach Hause, wo schon ihre Mutter auf uns gewartet hat. Wir haben auf ihren Vater gewartet, und sind zu einem super coolen Seafood Restaurant gefahren. Ich muss sagen, am Anfang war ich ein wenig skeptisch. Nicht dass ich kein Seafood mag. Allerdings hat mich ein wenig die unfassbar brutale Behandlund der noch lebenden Tiere im Restaurant gestoert. Dort gab es echt ALLES was man so im Meer finden kann, oder allgemein im Wasser. Und vieles moechte ich noch nicht mal in freier Wildbahn sehen. Besonders krass fand ich die Krokodile, die zusammengebunden, und wohl betaeubt sehr traurig uebereinandergetuermt waren. Die Familie hat sich wunderbar um uns gekuemmert, und ich war tierisch froh ueber den Kontakt. Ist schon was anderes wenn man jemanden kennt, und mal nicht im Dorm uebernachten muss. Insgesamt ist dann alles etwas enstpannter aber auch spannender, auch wenn man mal nicht alles selber erkundet. Und am naechsten Tag gings dann nach Hongkong. Die Zugtickest waren vergleichsweise ziemlich teuer. Immerhin haben wir nach Guangzhou nur etwas ueber 400 bezahlt. Nach Hongkong,was quasi um die Ecke ist, "nur" fuer Sitze warens dann 195! Ich geb zu, es war ein verdammt cooler Zug. Man hatte auch auf dem Bahnhof, beim Check-in (ja, wie beim Flugzeug), dass man die ganze Zeit irgendwie auf ein Flugzeug wartet, zumal wir ja auch Ausreiseprozeduren ueber uns ergehen lassen mussten, da Hongkong ja dummerweise faktisch gesehen noch ein anderes Land ist.
Der erste Eindruck war dann ziemlich gut, gruene Haenge, vergleichsweise huebsche Haeuser. In der Stadt (oder besser gesagt in einem der Stadtzentren) wars dann nicht mehr so toll. Zuviele Menschen, nicht dreckig, aber auch nicht sauber, und vorallem extrem enge und laute Strassen. Da rassen riesige Doppeldeckerbusse durch die Strassen mit einer unfassbaren Geschwindigkeit. Im Allgemeinen ist der Verkehr aber recht gesittet, nichts im Vergleich zu China oder Thailand. Man merkt, dass die Briten hier doch einiges an Einfluss gehabt hatten. Das faellt einem auch an viele anderen Stellen auf. Wenn die Fussgaengerampel z.B. Rot zeigt, erwartet man als Europaeer, dass man alle Fussgaenger stehenbleiben. So nicht in China, da nehmen nicht viele diese lustigen bunten Lichter wirklich ernst. Ganz anders wieder in Hongkong, die Menschen sind auf europaeische Massstaebe getrimmt, man wartet. Allerdings waren die Caro und ich mittlerweile an die chinesische Art der Strasse-Ueberquerens gewohnt. Somit liefen wir einfach weiter, war ja Platz, und wurden gnadenlos ausgehupt. "ok ok", aber geandert hab ich mein Verhalten nicht mehr :) Den ersten Tag haben wir in Hongkong komplett mit Shopping verbracht, denn, wie ja allgemein bekannt ist, siehts mit den Steuern in Hongkong rosiger aus als in Deutschland. Je nachdem was man kauft, kann man ein Haufen Geld sparen. Caro hat sich eine Kamera gekauft, und dabei immerhin 200 Euro gespart. Ich hab mir dann kurzerhand ein Handy angeschafft, das aber auch endlich mal ein anstaendiger MP3-Player ist (genauergesagt ist es ein Sony Ericsson Walkman W610c, wers ueberhaupt genau wissen will). Ich hab dabei den groessten Teil der Zeit beanspruchte, weil ich mich zuerst einfach nicht entscheiden konnte, und danach das billigste und beste Angebot haben wollte. Und es gibt dort ne Menge (ich sags nochmal: NE MENGE!) Shops, die zum Grossteil allerdings dasselbe anbieten. Leider kann man hier auch nicht wirklich viel Handeln, bekommt aber meistens noch irgendwelche Geschenke dazu, z.B. ne Speicherkarte, nen zusaetzlichen Akku, Schutzfolien und -huellen. Da beschwert man sich auch nicht, auch wenn ich lieber das Handy billiger gehabt haette. Das war dann auch schon der erste Tag. Das Hotel (ja, diesmal wohnten wir im Hotel, da es keine guenstigen Hostels mehr gab, allerdings trotzdem auch im Billigsten) war echt schlecht. Nicht wirklich dreckig, aber auch nicht sauber, und ziemlich klein. Bezahlt haben wir dafuer knapp 11 Euro pro Nacht, was absout ok ist fuer europaeische Massstaebe, aber ich wie ich schonmal gesagt hab, man wird in China ein wenig geizig weil alles vergleichsweise billiger ist. Am naechsten Tag haben wir uns dann auf den Weg gemacht ein neues Visum zu bekommen. Hab ich das schon erzaehlt? Ich war in Xian ein wenig bloed gewesen, weil ich vergessen hab mir ein Visum mit einem zusaetzlichen Exit/Entry zu besorgen, also quasi einer Erlaubnis China zu verlassen und mit demselben Visum nochmal einzureisen. Daher brauchte ich ein neues Visum. Grossartig, und wieder Geld in den Wind geschossen...Diesmal waren es "nur" 300 HongKongDollar (Visumsgebuehr + Schnellbearbeitungsgebuehr), also etwa 28 Euro, aber Geld ist Geld. Den Rest des Tages haben wir mit HongKong-Sightseeing verbracht. Unser Hotel war auf dem (glaube ich) groessten Teil des Insel-Verbandes, auf Kownlon. Zwecks Sightseeing sind wir nach Hongkong Island gefahren. Dort siehts dann gleich wieder ganz anders, aber auch wieder nicht, aus. Ueberall riesige Hochhaeuser, Einkaufszentren und viele viele Menschen. Und ueberall merkt man den Einfluss der Englaender. Alles, selbst UBahn-Unterfuehrungen oder Bruecken, die von einem Gebauede ins Naechste fuehren, sehen extrem poliert und einfach sehr chick aus. Alles wirkt geordnet, und relative sauber. Die ganze Stadt, inklusive Menschen, Geld und Essen, ist soviel anders wie Festland-China, dass ich mich echt frage, wie man eine Angliederung bewerkstelligen kann. Wie die Caro gemeint hat, im Prinzip muesste man alles "zurueckentwickeln". Ich bin gespannt und hoffe das Beste fuer die Menschen. Denn eigentlich haben diese echte Demokratie erfahren, und werden dieser in knapp 40 Jahren beraubt bzw. eigentlich jetzt schon immer mehr. Sehr sehr schade...Zumal das den Festlandchinesen mehr oder weniger egal ist.
Wie ich schon erwaehnt hatte, bietet Hongkong noch viel mehr. Nach der kleine Tour sind wir in einen Bus gestiegen zu einem der zahlreichen Straende. Und ich muss sagen, selbst nachdem ich in Thailand war, diese Straende sind definitiv nicht schlecht, und eine sehr gute Abwechslung vom Trubel der Stadt sind. So stelle ich mir das idealerweise vor, eine Stadt zum Arbeiten, und ein Strand zum Wohnen :). Ich hab mir spontan eine Wasserschlacht mit ein paar Chinesinnen geliefert und war danach durchunddurch nass...Aber Spass hatte ich :) Leider hats dann irgendwann angefangen zu regnen, und hat so schnell auch nicht mehr aufgehoert. Caro und ich sind zurueckgefahren, in der Hoffnung der Regen verzieht sich bald. Das tat er nicht, und somit sind wir dann ins Kino (Simpsons - der Film; wollten wir eigentlich schon am Abend vorher, aber in dem Kino in unserer Naehe gabs den Film nur auf Kantonesisch :) . War echt schoen und lustig, und ich war immer wieder erstaunt, wie gut das Englisch der Hongkonger (zumindest der "Echten") ist. Wir hatten noch 2 Tage uebrig. Was tun? Urspruenglich war geplant nach Macau zu gehen, auch dort wieder Sightseeing zu betreiben (soll sehr sehr schoen sein, da ein Mix zwischen europaeischer, vornehmlich portugiesischer, und chinesischer Kultur) und einen Bekannten von mir zu besuchen, der dort kurz vor uns ankam und eine Zeit lang arbeiten wird. Spontan haben wir uns dann aber doch umentschieden und sind lieber ins Disneyland gefahren :) Ich kann mir denken, dass jetzt einige unglaebig ihr Haupt schuetteln. Aber erstens war ich noch nie in einem Disneyland gewesen. Zweitens bin ich einfach ein riesen Disneyfan (Winnie the Poooo...) und drittens war es mehr oder weniger das Ende unserer Reise, und wir hatten richtig Lust nochmal was ganz anderes zu machen. Jaja, ich weiss, ein Disneyland gibt es auch bei uns, und Macau nur in China. Aber es im Endeffekt ganz klar die bessere Entscheidung. Auch an diesem Tag hat es wieder die ganze Zeit geregnet, was schon bloed ist, da so ein Park schliesslich auch ne Menge Akktraktionen im Aussenbereich hat. Insgesamt find ich den Park als Park auch nicht wirklich gut. Er ist ziemlich klein, recht teuer (350 Hongkong Dollar) und die Attraktionen mehr oder weniger langweilig, besser fuer kleine Kinder. Ich fands trotzdem grossartig! Besonders die Atmosphaere, die Shows (Koenig der Loewen war genial, und die Mickey-Shows!!!), und das Megacoole Feuerwerk am Ende ueber dem Schloss von Aschenputtel (oder Cinderella). Wahnsinn!!! Am naechsten Morgen wollte wir eigentlich auch noch ein wenig was anschauen gehen (unsere Zug zurueck nach Guangzhou ging um 14:30), allerdings wurde es dann doch sehr sehr knapp, und so haben wir nur ne kurze Fahrt ueber das Meer gemacht, sind was Essen gegangen (singapurisch) und dann ab zum Bahnhof, wieder dieselbe Prozedur mit Zug, Visum und Gepaeckcheck und so weiter. In Guangzhou dann in den Zug nach Shanghai und 22 Stunden spaeter in Shanghai angekommen, nach ziemlich genau 36 Tagen (zumindest fuer mich, fuer Caro sind es dann wohl 38).
Mittwoch, 8. August 2007
Bootsfahrt, Yichang, Xian, Beijing
Ich bin in Beijing (Peking), und es ist glaube ich auch ein guter Zeitpunkt um jetzt dort zu sein. Gerade waehrend ich schreibe, laufen die Feierlichkeiten auf dem Tian an men Platz, weil genau dort in genau einem Jahr die Olympischen Spiele eroeffnet werden. Gestern sind die Caro und ich in stroemendem Regen ueber den kleinen Teil eben dieses Platzes gegangen, der nicht abgesperrt war. Hat ein wenig gedauert, bis wir verstanden hatten, warum denn alles gesperrt ist. Irgendwann haben wir dann einen Haufen Flaggen laufen und marschieren gesehen, da wars dann klar.
Die olympischen Spiele sind hier sowieso sehr praesent. Ueberall sieht man Poster und Schriften, im Fernsehen, auf den Strassen (gerade in der Sekunde hat ein Mega-Feuerwerk draussen angefangen, dass ich nicht sehen, aber sehr wohl hoeren kann, klar, koennten auch wieder die Japaner sein, die Shanghai mittlerweile eingenommen haben und sich jetzt Beijing vornehmen) :) In der Naehe vom Tiananmen findet man dann auch die obligatorische Uhr, die runterzaehlt (noch ziemlich genau 365 Tage).
Gestern sidn wir angekommen, aber wir konnten leider nicht viel sehen, da es in Stroemen geregnet hat, und viele der guten Sachen eben draussen sind. Wir haben uns dann mehr aus Frustration denn aus Interesse das Front gate angeschaut, das ehemals wichtigste Tor im alten Beijing. Darauf steht ein Riesenturm, auf dem der Kaiser gebetet hat. Das war dann alles doch wesentlich interessanter, als ich gedacht hatte und ich hab tausend Fragen gestellt, so dass das von mir genervte Personal (wer ist schon nciht von mir genervt :), sichtlich froh war als ich gegangen bin :) Wir sind dann zurueck zum Hostel (wir sind uebrigens im City center international youth hostel, in der Naehe der Beijing Main Train station, nicht hingehen! Ich mags nicht, zu teuer, und irgendwie nervig...) und dann zu einer Akrobatenvorstellung. Dort haben junge Akteure (etwa 10 - 17) grossartige Kunstueckchen vollbracht, groesstenteils aehnliche Dinge wie in der Show in Shanghai, die, wie fast leider sagen muss, um Laengen besser war. Aber man darf hier auch nicht soviel erwarten. Die "Kinder" haben gezeigt, was sie gelernt haben, und es war trotzdem verdammt genial. Die Shanghaier Show hat einfach in einer ganz anderen Liga gespielt und war auch doppelt so teuer gewesen. Aber die Kiddies waren echt gut, kann man nix sagen. Leider hab ich eben die Shanghaier Show vorher gesehen, ein wenig aergerlich. Ach ja, diesmal hats 100 Yuan gekostet. Bei solchen Shows sag ich mir auch immer "in Deutschland muesstest du dafuer en Haufen Geld bezahlen". Was gezeigt wurde bestand groesstenteils aus Tellerjonglage, Diabolos und ner Menge Koerperakrobatik (krass wie die sich verbiegen koennen).
Heute sind wir dann sehr frueh raus und ab zur Mauer. Wir sind diesmal nicht ueber eine organisiert Tour hin sondern wollten das selber irgendwie mit normalen Bussen machen. Scheinbar waren wir schon zu spaet (7:45) dran. Eine nervige Frau ist uns die ganze Zeit gefolgt auf dem Busbahnhof, und wollte uns ihr Auto andrehen um zur Mauer zu kommen. Am Ende waren wir verzweifelt, und haben andere Westler angesprochen. Die waren Franzosen und wollten tatsaechlich auch zur Mauer, und zwar durch Zufall zum selben Abschnitt wie wir ( es gibt da naemlich mindestens 5 Alternativen). Wir wollten zu einem cooleren Abschnitt, mit nicht zu vielen Touristen, wo man auch noch echte Mauer erleben kann und vorallem Landschaft. Somit sind wir dann tatsaechlich mit den Franzosen und eben diesem Auto zur Mauer gefahren (100 Yuan pro Person hin- und zurueck, allerdings getrennt bezahlt). Wirklich aergerlich ist, dass die Chinesen nie erwaehnen, dass man spaeter noch mehr bezahlen muss. So auch diesmal. Sie hatte gemeint wir sind in zwei Stunden dort. Im Auto meint sie dann ploetzlich wir muessen noch die Autobahngebuehren zahlen. Die waren nicht hoch (35 Yuan fuer das ganze Auto), aber einfach nervig, dass sie es nicht vorher gesagt hatte. Der Eintritt fuer die Mauer hat 50 gekostet, und spaeter nochmal 40, weil wir bis zu einem anderen Abschnitt gelaufen sind. Das war echt ne Tour!! Krass. Ich bin ja schon immerhin zum Tai Shan hochgelaufen, und das war anstrengend (ich erinnere 7000 Stufen), aber die Mauer war noch krasser. Hoch und runter, ueber unglaublig gefaehrliche Wege, aber ne super Aussicht. Leider - ich weiss nicht ob "leider" da das richtige Wort ist - haben wir schon ne Menge coole Aussichten in Tibet gesehen, rein landschaftlich gehts eigentlich nicht besser. Die Mauer war trotzdem krass. Besonders weil sie eben nicht ueberall renoviert ist. Aber wie gesagt, verdammt gefaehrlich. Die Steigungen sind teilweise nicht normal. Wie konnte ein normalerweise kleiner Chinese solche Stufen laufen? Und selbst die normalen Wege ohne Stufen sind z.T. so steil, dass man tierisch aufpassen nicht auszurutschen. Zu allem uebel sind viele Teile teilweise oder sogar komplett zerstoert, so dass das Laufen nochmal erschwert wird. Aber hinterher fuehlt man sich schon gut. Man muee ne Menge Pausen machen, dann gehts. Insgesamt haben wir 4,5 Stunden von dem einen Parkplatz, wo wir gestartet sind, zu dem anderen. Insgesamt sind wir damit 10 km Mauer gelaufen, bei groesster Hitze. Ein paar nervige Sachen gabs auch hier. Zum einen mussten wir auch hier wieder 5 Yuan fuer die Ueberquerung einer Bruecke bezahlen, was wir vorher nicht gewusst hatten. Ausserdem gabs ueberall Leute, die Eiswasser verkaufen wollten. Nach einiger Zeit hatte ich mich dann dran gewoehnt, dass die tatsaechlich in jedem Turm sitzen und einem auf dem Weg begegnen. Im Endeffekt sind es arme Leute, die Geld verdienen wollen. So bringen sie gefrorene Getraenke den ganzen Weg zur Mauer hoch (ob die fuer die Mauer zahlen muessen?). Und laufen da den ganzen Tag rum. Schrecklich, aber besser als manch anderer Job in China. Ein weiteres Hightlight in diese Kategorie hatten wir in einem Kaufhaus, als wie eine Bank gesucht haben. Die war im 4. Stock, also hat man uns empfohlen den Aufzug zu nehmen. Haben wir auch gemacht. Darin sass ein einsamer Mensch an einem Tisch und hat die Knoepfchen fuer die Stockwerke gedrueckt. Das ist mal ein miesser Job. Den ganzen Tag in diesem Ding, hoch und runter, weit weg von jeglichem Sonnenlicht. Ich war auf jeden Fall froh, wieder von der Mauer runter zu sein. Und ja, es gab nicht viele Touristen. Da war ich doch sehr froh drum. Krass, wenn man sie vorstellt wie diese Mauer mal gebaut worden ist. Unfassbar was da fuer Steine rumliegen und aufeinanderliegen. Und das alles im NICHTS! Und die Mauer hat ja auch nie wirklich ihren urspruenglichen Sinn erfuellt, da sie absolut nicht in der Lage war Eindringlinge abzuhalten. Aber sie hat immerhin der Kommunikation (herannahende Feinde konnten ueber die unzaehligen Wachtuerme schnell angekuendigt werden) und dem Transport (Teil der Seidenstrasse) gedient. Ach ja, noch schnell mal ein paar Maerchen aufklaeren. Die Mauer ist schon lange nicht mehr eins. Urspruenglich waren es viele Mauern, die dann zu einer vereinigt wurden, ueber die Zeit aber wieder abgetragen wurde, zum Grossteil, und zum Strassenbau oder Haeuserbau verwendet wurden. Somit gibts jetzt wieder ganz viele mehr oder weniger gut erhalten Stuecke, je nachdem wie zugaenglich diese Teile eben waren. Und: Man kann die Mauer NICHT von Weltall aus sehen, wie viele immer noch behaupten. Der lonely Planet meint, dieses Geruecht wurde endgueltig aus der Welt geschafft, nachdem der erste Chinese im All 2003 die Mauer nicht sehen konnte.
Morgen gehts wohl zur Verbotenen Stadt, wenn's Wetter haelt. Ach ja, ich hab ganz vergessen die Bootsfahrt zu erwaehnen. Was mir da einfaellt ist vorallem, wie geizig ich in China geworden bin. Hier ist natuerlich fuer uns Europaeer alles recht billig, geb ich offen zu. Trotzdem hab ich mir jetzt angewoehnt sogar beim Wasser, dass ich in irgendwelchen Laeden am Strassenrand kaufe um 10 Cent zu handeln. Die Bootsfahrt war ingesamt recht cool und ich werd sie in guter Erinnerung behalten, auch wenn es wieder einige Dinge betreffend Geld gab, die ich einfach nicht vergessen kann. Im Prinzip ist es mal wieder die typische Touristenabzocke (diesmal zum Glueck auch mal fuer Chinesen). Wir wollten die Fahrt eigentlich so guenstig wie moeglich halten, aus vielerlei denke ich verstaendlichen Gruenden. Man muss dazu sagen, dass Reisen in China definitiv guenstiger ist als in vielen anderen Laendern. Fuer ein Hostel mit einfachem gutem Bett im Dorm (also 8 - 15 Betten oder mehr), ner warmen Dusche, Internet und dem ganzen Kram bezahlt man fuer gewoehnlich nicht mehr als 30 Yuan, manchmal, wie hier in Beijing auch mal 40 - 50. Wir reden hier also von geringen Preisunterschieden. Aber wie gesagt, man wird geizig, und ich bin ja schliesslich auch ein armer Student. Wir haben die Fahrt von Xian aus gebucht und auch dort anbezahlt, den Rest dann in Chongqing bei der travel agency. Der Grundpreis waren 530 Yuan. Der Preis beinhaltete ein Bett der 2. Klasse fuer 3 Naechte und 4 Tage. Ausserdem das Abholen vom Bahnhof in Chongqing und den Transport nach Yichang am Ende der Reise. Im Preis sind noch keine Touren drin, und auch kein Essen. Die Touren kamen uns am Ende ganz schoen teuer, insgesamt weiter ueber 500 Yuan. Und manche davon waren definitiv NICHT ihr Geld wert. Unfassbar, wie man da z.T. abgezockt wird. Und fast immer gabs im Nachhinein noch irgendwas wo man nachbezahlen musste oder konnte. Zum Glueck mussten wir nicht mehr viel fuer Essen bezahlen. Wir haben quasi fast nur von kalter Kueche gelebt. Ein wenig Wurst und Brot. Ausserdem hatten wir Babybrei gekauft, den man mit warmem Wasser aufgiessen kann. Macht wunderbar satt, und schmeckt nicht schlecht (und ist guenstig). Das Schiff war super, und so ne Reise auf dem Wasser macht Spass, warum auch immer. Sehr entspannend, man kann viel lesen und die Landschaft begutachten. Der Fluss auf dem wir gefahren sind, war ja der Yangtzi, also genau der, auf dem die Chinesen diesen riesigen schrecklichen Staudamm gebaut haben (den haben wir uns auch angeschaut, RIESIG!!). Insgesamt steigt dadurch der Wasserpegel von urspruenglich 70 auf dann 175 m, wenn denn das Becken mal vollgelaufen ist. Das ist voll krass, wenn man sich das vorstellt. Derzeit fehlen noch etwa 20 m, und selbst da wird noch ne Menge untergehen, was man wunderbar sieht, da ueberall Landmarken angebracht sind, die einemm sagen, wo denn genau 175m liegen. Unfassbar!! Und da liegen bereits ueber 80 m drunter. Somit sind Inseln entstandne, wo es vorher keine Inseln gab und viele viele historische Schaetze einfach im Wasser verschwunden. Keine Ahnung wie die Chinesen das rechtfertigen koennen. Die produzierte Energie reicht gerade mal fuer Shanghai. Anstatt staendig neue Energiequellen zu finden, sollten sie lieber Energie reduzieren. Allein in Shanghai wird soviel Energie z.B. fuer Leuchttafeln verwendet. Wie auch immer, auf der Reise hab ich mit einer Chinesin ein wenig englisch gelernt, mit franzoesichen Lehrern ueber das franzoesische Schulsystem diskutiert und mit Neuseelaendern ueber den Rest. War spassig. Und viele schoene Bilder sind bei rausgekommen, vorallem wegen den grossartigen ( im wahrsten Sinne "gross") Schluchten, die wir durchquert haben.
Ach ja, meinen Reisepass hab ich wieder. War kein Problem.
So, das war mal ein langer Eintrag. Mal gespannt wann ich wieder Zeit finde...
Die olympischen Spiele sind hier sowieso sehr praesent. Ueberall sieht man Poster und Schriften, im Fernsehen, auf den Strassen (gerade in der Sekunde hat ein Mega-Feuerwerk draussen angefangen, dass ich nicht sehen, aber sehr wohl hoeren kann, klar, koennten auch wieder die Japaner sein, die Shanghai mittlerweile eingenommen haben und sich jetzt Beijing vornehmen) :) In der Naehe vom Tiananmen findet man dann auch die obligatorische Uhr, die runterzaehlt (noch ziemlich genau 365 Tage).
Gestern sidn wir angekommen, aber wir konnten leider nicht viel sehen, da es in Stroemen geregnet hat, und viele der guten Sachen eben draussen sind. Wir haben uns dann mehr aus Frustration denn aus Interesse das Front gate angeschaut, das ehemals wichtigste Tor im alten Beijing. Darauf steht ein Riesenturm, auf dem der Kaiser gebetet hat. Das war dann alles doch wesentlich interessanter, als ich gedacht hatte und ich hab tausend Fragen gestellt, so dass das von mir genervte Personal (wer ist schon nciht von mir genervt :), sichtlich froh war als ich gegangen bin :) Wir sind dann zurueck zum Hostel (wir sind uebrigens im City center international youth hostel, in der Naehe der Beijing Main Train station, nicht hingehen! Ich mags nicht, zu teuer, und irgendwie nervig...) und dann zu einer Akrobatenvorstellung. Dort haben junge Akteure (etwa 10 - 17) grossartige Kunstueckchen vollbracht, groesstenteils aehnliche Dinge wie in der Show in Shanghai, die, wie fast leider sagen muss, um Laengen besser war. Aber man darf hier auch nicht soviel erwarten. Die "Kinder" haben gezeigt, was sie gelernt haben, und es war trotzdem verdammt genial. Die Shanghaier Show hat einfach in einer ganz anderen Liga gespielt und war auch doppelt so teuer gewesen. Aber die Kiddies waren echt gut, kann man nix sagen. Leider hab ich eben die Shanghaier Show vorher gesehen, ein wenig aergerlich. Ach ja, diesmal hats 100 Yuan gekostet. Bei solchen Shows sag ich mir auch immer "in Deutschland muesstest du dafuer en Haufen Geld bezahlen". Was gezeigt wurde bestand groesstenteils aus Tellerjonglage, Diabolos und ner Menge Koerperakrobatik (krass wie die sich verbiegen koennen).
Heute sind wir dann sehr frueh raus und ab zur Mauer. Wir sind diesmal nicht ueber eine organisiert Tour hin sondern wollten das selber irgendwie mit normalen Bussen machen. Scheinbar waren wir schon zu spaet (7:45) dran. Eine nervige Frau ist uns die ganze Zeit gefolgt auf dem Busbahnhof, und wollte uns ihr Auto andrehen um zur Mauer zu kommen. Am Ende waren wir verzweifelt, und haben andere Westler angesprochen. Die waren Franzosen und wollten tatsaechlich auch zur Mauer, und zwar durch Zufall zum selben Abschnitt wie wir ( es gibt da naemlich mindestens 5 Alternativen). Wir wollten zu einem cooleren Abschnitt, mit nicht zu vielen Touristen, wo man auch noch echte Mauer erleben kann und vorallem Landschaft. Somit sind wir dann tatsaechlich mit den Franzosen und eben diesem Auto zur Mauer gefahren (100 Yuan pro Person hin- und zurueck, allerdings getrennt bezahlt). Wirklich aergerlich ist, dass die Chinesen nie erwaehnen, dass man spaeter noch mehr bezahlen muss. So auch diesmal. Sie hatte gemeint wir sind in zwei Stunden dort. Im Auto meint sie dann ploetzlich wir muessen noch die Autobahngebuehren zahlen. Die waren nicht hoch (35 Yuan fuer das ganze Auto), aber einfach nervig, dass sie es nicht vorher gesagt hatte. Der Eintritt fuer die Mauer hat 50 gekostet, und spaeter nochmal 40, weil wir bis zu einem anderen Abschnitt gelaufen sind. Das war echt ne Tour!! Krass. Ich bin ja schon immerhin zum Tai Shan hochgelaufen, und das war anstrengend (ich erinnere 7000 Stufen), aber die Mauer war noch krasser. Hoch und runter, ueber unglaublig gefaehrliche Wege, aber ne super Aussicht. Leider - ich weiss nicht ob "leider" da das richtige Wort ist - haben wir schon ne Menge coole Aussichten in Tibet gesehen, rein landschaftlich gehts eigentlich nicht besser. Die Mauer war trotzdem krass. Besonders weil sie eben nicht ueberall renoviert ist. Aber wie gesagt, verdammt gefaehrlich. Die Steigungen sind teilweise nicht normal. Wie konnte ein normalerweise kleiner Chinese solche Stufen laufen? Und selbst die normalen Wege ohne Stufen sind z.T. so steil, dass man tierisch aufpassen nicht auszurutschen. Zu allem uebel sind viele Teile teilweise oder sogar komplett zerstoert, so dass das Laufen nochmal erschwert wird. Aber hinterher fuehlt man sich schon gut. Man muee ne Menge Pausen machen, dann gehts. Insgesamt haben wir 4,5 Stunden von dem einen Parkplatz, wo wir gestartet sind, zu dem anderen. Insgesamt sind wir damit 10 km Mauer gelaufen, bei groesster Hitze. Ein paar nervige Sachen gabs auch hier. Zum einen mussten wir auch hier wieder 5 Yuan fuer die Ueberquerung einer Bruecke bezahlen, was wir vorher nicht gewusst hatten. Ausserdem gabs ueberall Leute, die Eiswasser verkaufen wollten. Nach einiger Zeit hatte ich mich dann dran gewoehnt, dass die tatsaechlich in jedem Turm sitzen und einem auf dem Weg begegnen. Im Endeffekt sind es arme Leute, die Geld verdienen wollen. So bringen sie gefrorene Getraenke den ganzen Weg zur Mauer hoch (ob die fuer die Mauer zahlen muessen?). Und laufen da den ganzen Tag rum. Schrecklich, aber besser als manch anderer Job in China. Ein weiteres Hightlight in diese Kategorie hatten wir in einem Kaufhaus, als wie eine Bank gesucht haben. Die war im 4. Stock, also hat man uns empfohlen den Aufzug zu nehmen. Haben wir auch gemacht. Darin sass ein einsamer Mensch an einem Tisch und hat die Knoepfchen fuer die Stockwerke gedrueckt. Das ist mal ein miesser Job. Den ganzen Tag in diesem Ding, hoch und runter, weit weg von jeglichem Sonnenlicht. Ich war auf jeden Fall froh, wieder von der Mauer runter zu sein. Und ja, es gab nicht viele Touristen. Da war ich doch sehr froh drum. Krass, wenn man sie vorstellt wie diese Mauer mal gebaut worden ist. Unfassbar was da fuer Steine rumliegen und aufeinanderliegen. Und das alles im NICHTS! Und die Mauer hat ja auch nie wirklich ihren urspruenglichen Sinn erfuellt, da sie absolut nicht in der Lage war Eindringlinge abzuhalten. Aber sie hat immerhin der Kommunikation (herannahende Feinde konnten ueber die unzaehligen Wachtuerme schnell angekuendigt werden) und dem Transport (Teil der Seidenstrasse) gedient. Ach ja, noch schnell mal ein paar Maerchen aufklaeren. Die Mauer ist schon lange nicht mehr eins. Urspruenglich waren es viele Mauern, die dann zu einer vereinigt wurden, ueber die Zeit aber wieder abgetragen wurde, zum Grossteil, und zum Strassenbau oder Haeuserbau verwendet wurden. Somit gibts jetzt wieder ganz viele mehr oder weniger gut erhalten Stuecke, je nachdem wie zugaenglich diese Teile eben waren. Und: Man kann die Mauer NICHT von Weltall aus sehen, wie viele immer noch behaupten. Der lonely Planet meint, dieses Geruecht wurde endgueltig aus der Welt geschafft, nachdem der erste Chinese im All 2003 die Mauer nicht sehen konnte.
Morgen gehts wohl zur Verbotenen Stadt, wenn's Wetter haelt. Ach ja, ich hab ganz vergessen die Bootsfahrt zu erwaehnen. Was mir da einfaellt ist vorallem, wie geizig ich in China geworden bin. Hier ist natuerlich fuer uns Europaeer alles recht billig, geb ich offen zu. Trotzdem hab ich mir jetzt angewoehnt sogar beim Wasser, dass ich in irgendwelchen Laeden am Strassenrand kaufe um 10 Cent zu handeln. Die Bootsfahrt war ingesamt recht cool und ich werd sie in guter Erinnerung behalten, auch wenn es wieder einige Dinge betreffend Geld gab, die ich einfach nicht vergessen kann. Im Prinzip ist es mal wieder die typische Touristenabzocke (diesmal zum Glueck auch mal fuer Chinesen). Wir wollten die Fahrt eigentlich so guenstig wie moeglich halten, aus vielerlei denke ich verstaendlichen Gruenden. Man muss dazu sagen, dass Reisen in China definitiv guenstiger ist als in vielen anderen Laendern. Fuer ein Hostel mit einfachem gutem Bett im Dorm (also 8 - 15 Betten oder mehr), ner warmen Dusche, Internet und dem ganzen Kram bezahlt man fuer gewoehnlich nicht mehr als 30 Yuan, manchmal, wie hier in Beijing auch mal 40 - 50. Wir reden hier also von geringen Preisunterschieden. Aber wie gesagt, man wird geizig, und ich bin ja schliesslich auch ein armer Student. Wir haben die Fahrt von Xian aus gebucht und auch dort anbezahlt, den Rest dann in Chongqing bei der travel agency. Der Grundpreis waren 530 Yuan. Der Preis beinhaltete ein Bett der 2. Klasse fuer 3 Naechte und 4 Tage. Ausserdem das Abholen vom Bahnhof in Chongqing und den Transport nach Yichang am Ende der Reise. Im Preis sind noch keine Touren drin, und auch kein Essen. Die Touren kamen uns am Ende ganz schoen teuer, insgesamt weiter ueber 500 Yuan. Und manche davon waren definitiv NICHT ihr Geld wert. Unfassbar, wie man da z.T. abgezockt wird. Und fast immer gabs im Nachhinein noch irgendwas wo man nachbezahlen musste oder konnte. Zum Glueck mussten wir nicht mehr viel fuer Essen bezahlen. Wir haben quasi fast nur von kalter Kueche gelebt. Ein wenig Wurst und Brot. Ausserdem hatten wir Babybrei gekauft, den man mit warmem Wasser aufgiessen kann. Macht wunderbar satt, und schmeckt nicht schlecht (und ist guenstig). Das Schiff war super, und so ne Reise auf dem Wasser macht Spass, warum auch immer. Sehr entspannend, man kann viel lesen und die Landschaft begutachten. Der Fluss auf dem wir gefahren sind, war ja der Yangtzi, also genau der, auf dem die Chinesen diesen riesigen schrecklichen Staudamm gebaut haben (den haben wir uns auch angeschaut, RIESIG!!). Insgesamt steigt dadurch der Wasserpegel von urspruenglich 70 auf dann 175 m, wenn denn das Becken mal vollgelaufen ist. Das ist voll krass, wenn man sich das vorstellt. Derzeit fehlen noch etwa 20 m, und selbst da wird noch ne Menge untergehen, was man wunderbar sieht, da ueberall Landmarken angebracht sind, die einemm sagen, wo denn genau 175m liegen. Unfassbar!! Und da liegen bereits ueber 80 m drunter. Somit sind Inseln entstandne, wo es vorher keine Inseln gab und viele viele historische Schaetze einfach im Wasser verschwunden. Keine Ahnung wie die Chinesen das rechtfertigen koennen. Die produzierte Energie reicht gerade mal fuer Shanghai. Anstatt staendig neue Energiequellen zu finden, sollten sie lieber Energie reduzieren. Allein in Shanghai wird soviel Energie z.B. fuer Leuchttafeln verwendet. Wie auch immer, auf der Reise hab ich mit einer Chinesin ein wenig englisch gelernt, mit franzoesichen Lehrern ueber das franzoesische Schulsystem diskutiert und mit Neuseelaendern ueber den Rest. War spassig. Und viele schoene Bilder sind bei rausgekommen, vorallem wegen den grossartigen ( im wahrsten Sinne "gross") Schluchten, die wir durchquert haben.
Ach ja, meinen Reisepass hab ich wieder. War kein Problem.
So, das war mal ein langer Eintrag. Mal gespannt wann ich wieder Zeit finde...
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