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Samstag, 4. Oktober 2008

New York, New York

Heute haben wir mal wieder Tourist gespielt und uns die Freiheitsstatue angeschaut. Wie ich mir schon gedacht hatte, ist sie relativ klein, gerade mal "nur" etwa 100m. Na ja, hat ja auch schon ein paar Jaehrschen auf dem Buckel die Dame (gebaut 1886). Jetzt bin ich ein wenig krank, da es doch recht windig war, auf der Fahrt nach Liberty Island, wo die Statue steht.

Leider kann man derzeit nicht raufklettern, da seit 9/11 hier jeder Angst hat, jemand koennte der gruenen Dame etwas antun. Ich find lustig, dass die Aussenhuelle komplett aus Kupfer ist, und das Gruen eigentlich nur ein Zeichen von Sauerstoffkontakt ist. Man koennte sie also reinigen (auch wenns nicht lange halten wuerde). 

Die Woche ueber bin ich jetzt immer fleissig am Arbeiten, und mache auch Fortschritte. Ich weiss gar nicht ob ich offiziell darueber reden darf was ich mache. Muss ich mal fragen...Ist aber ganz nett, und macht tatsaechlich Spass! Ich bin schockiert...

Ansonsten mache ich viel Mathe, lese ein Statistik-Buch und arbeite mich in Lineare Algebra ein. Man muss ja was tun, gell? 

Ausserdem hab ich einen sehr kleinen politischen Auftritt einer neuen kleinen Partei hier besucht, die fuer mehr Gerechtigkeit kaempfen will. Im Endeffekt ist es Sozialismus, allerdings will natuerlich jeder alles besser machen wie frueher. Ich hab dem Ganzen eine Chance gegeben, und bisher bin ich recht angetan von dem Ganzen. Macht euch selber ein Bild: www.wsws.org Es gibt auch eine deutsche Seite, die Geschehnisse in Deutschland und der dortigen Politik kommentiert. Mal sehen was da noch so passiert. Ich denke ich werde auch zum naechsten Treffen gehen, Ende Oktober.

Jetzt gleich gehen wir mit ein paar Leuten von der NYU ins Cafe Wha (http://www.cafewha.com/), ein recht bekanntes Cafe, in dem u.a. Bob Dylan und Jimi Hendrix angefangen haben, und viele viele Groessen wie Bruce Springsteen und Kool&the Gang Auftritte hatten. Mal gespannt. 

Morgen werden wir wahrscheinlich zum SixFlags gehen, ein Frezeitpark der auf Extreme setzt. Die Hauptattraktionen sind wahnsinnige Achterbahnen, die hoch und runter und hoch und runter und runter und runter und hoch gehen. Auch hier ein Link wens interessiert:http://www.sixflags.com/greatAdventure/index.aspx.

Wir waren gestern abend im Apple Store in der 5th Avenue. Das ist der ganz richtig toll coole mit dem Glaskasten drueber (http://www.apple.com/retail/fifthavenue/).
Sehr sehr beeindruckend was man da drinnen findet. Zwar ist die Einrichtung recht einfach, und es gibt kaum Trennwaende. Aber die riesige Ladenflaeche ist voll von Apple-Produkten, Macbooks, Ipods, Iphones, IMacs etc. Vielleicht sollte ich noch hinzufuegen, dass ich derzeit mit dem Gedanken spiele mir ein Macbook zu kaufen, weil mir mein aktulles Notebook zu langsam geworden ist. Ich zoegere noch. Geld ist Geld...

Einen schoenen Tag noch. Ich hab uebrigens einige neue Bilder, weiss aber noch nicht wann ich die online stellen werde.

Donnerstag, 25. September 2008

Fertig!!

Die Arbeit ist fertig und abgegeben! Wer hätte es gedacht...Wens interessiert, kann hier einen Blick drauf werfen: DieRandiliThesis

Ist (leider) in Englisch, und dazu auch noch in (Fach-)Chinesisch. Kommentare sind natürlich immer willkommen.

Ich bin froh, dass es endlich vorbei ist. Hat sich doch wesentlich länger hingezogen, wie es eigentlich hätte sollen. Es war interessant und herausfordernd. Damit ist auch mein Studium der Computerlinguistik (vorerst) beendet. Wie es jetzt weitergeht, wird sich noch entscheiden.

Heute bin ich reichlich spät aufgestanden, und hab erstmal geputzt. Die Wohnung hats bitter nötig gehabt. Ach ja, der Schimmel ist immer noch da. Aber hoffentlich nicht mehr lange, muss endlich mal den Vermieter anrufen.

Was soll ich jetzt noch sagen? Hab heute entdeckt, dass mein favorisierter Pizza-Mann Rabatt gibt für NYU-Studenten, immerhin 10%. Da hab ich mich gefreut, und gleich mal ein schönes Stück Salami-Pizza gekauft. Zur Feier des Tages waren Poy und ich im Kino, ein seltsamer Familien-Film, "The family that prays". Ich vermute mal, dass der in Deutschland nicht in die Kinos kommt, dafür ist er viel zu amerikanisch. Aber wer weiß...Aber wenn man mal ne Zeit hier ist, denkt man auch anders über den ganzen Hollywood-Kram. Es ist einfach so typisch, denkt man. Mir fallen jetzt auch mehr Details auf, kleine Dinge, die man hier jeden Tag sieht. Produkte, Marken, oder auch nur bestimmte Sprüche, das Verhalten der Leute eben. Das bekommt man in Deutschland auch oft nicht so mit, weil alle Filme eingedeutscht sind. Da geht eine Menge Authentizität verloren, und so richtig ist mir das erst jetzt klar geworden.

Vielleicht noch eine Anekdote zum Schluss. Wasser ist im Staate New York ja kostenlos. Ja, kostenlos! Ich muss noch nicht mal für warmes Wasser zahlen, alles schon in der, wenn auch deftigen, Miete mit drin. Dementsprechend ist auch der Hahn in der Badewanne ausgestattet. Man kann ihn nur auf- oder zudrehen, bzw. wenn man dreht wird weniger oder mehr warm, der Wasserdruck ist aber immer derselbe, und dazu auch noch recht stark. Ich fühle mich schon ein wenig verschwenderisch, aber bei kostenlosem Wasser geht man mit dem nassen Gut schon ein wenig anders um. Aber: das Wasser hat natürlich nicht unsere Qualität. Es ist gechlort, aber trotzdem drinkbar. Wir haben einen Filter am Wasserhahn in der Küche. Und überall in der Stadt gibt es kleine Trinkwasserspender, so richtig hübsch, wie man sie aus dem Fernsehen kennt.

Ach ja, Wasser...Hier in New York gibts derzeit noch die "New York Wasserfälle" zu bewundern. Macht euch selbst ein Bild: http://www.nycwaterfalls.org/#/about_the_waterfalls/Waterfall_Images

Einen schönen Tag noch, ohne Abschlussarbeitschreibenstress...

Montag, 15. September 2008

Lehman Brothers

Wir haben immer noch kein eigenes Internet, und benutzen immer doch das WLan eines unwissenden Nachbarn. Heute hätt ich mich ja am liebsten beschwert, weil der Herr (oder die Dame) einfach den Router abgeschaltet hat, und ich kein Internet hatte. Frechheit! Es lebe fon (http://de.wikipedia.org/wiki/FON)...

Ich hab heute zu Hause gearbeitet, und wurde von lästigen Stechmücken geplagt. Derzeit ist es in New York dermaßen schwül, dass man schon beim Sitzen schwitzt. Da es doch hoffentlich (!) bald kühler wird, haben wir uns keine Klimaanlage (so ein komischer Kasten, den man aus dem Fenster hängt, gaaanz anders wie in Thailand...) gekauft. Dafür müssen wir jetzt leiden, und die Fenster auflassen. Warum auch immer gibts hier ne echte Mückeplage, und auch sonst ist einiges das kriecht zu meinem Fenster reingeklettert (aber nicht sooo eklig wies sich jetzt anhört).

Ich bin mittlerweile stolzer Besitzer von drei neuen Metallica-Alben, da ich frecherweise ja gleich drei Tickets bestellt hab, die jeweils ein Album beinhalten. Ist fast ein wenig witzlos, wie heutzutage Musik verbreitet wird. Man kann nämlich bereits seit geraumer Zeit alle Lieder von eben diesem neuen Album online hören, auf der offiziellen Seite von Metallica: http://metallica.com/index.asp?item=601231

Fernseh haben wir auch nur beschränkt, über Zimmerantenne. Und wir haben geschlagene 3 Sender! Yeah...Alles Nachrichtensender, z.T. chinesisch und auf New York bezogen, aber wirklich schlecht. Wir werden wohl bald bei TimeWarner unterschreiben, und eine hübsche kleine Box mit Kabel bekommen. Das kostet im Monat $120 (mit Brooklyn-Aufschlag), beinhaltet so ziemlich jeden vorstellbaren Kanal (den man im Ami-Land hat) und Internet (kein Telefon). Ich finds teuer. Mein Handy kostet (wohlgemerkt mit Vertrag) $50, wobei ich "nur" 400 Minuten hab. Was drüber geht, muss ich dicke extra zahlen. Falls ihrs nicht wisst, in den USA bezahlt man sowohl fürs Anrufen, als auch fürs AngerufenWerden. Da ist 400 schon gar nicht mehr soviel, und man beschränkt sich. AAAAber...zu anderen Kunden von Verizon (mein Anbieter) bezahlt man nix, und Poy hat Verizon ;)

In den Nachrichten ist derzeit ganz groß, dass Lehman Brothers pleite ist. Lehman Brothers ist einer der größten Arbeitgeber in New York (10 Millionen) und das ganze hat auf jeden Fall große Auswirkungen, die man auf der ganzen Welt spüren wird, da Lehman u.a. schlechte Kredite aus den USA "weiterverkauft" hat, um so neues Kapital zu bekommen. Dummerweise sind da ne Menge Banken und Institute dran beteiligt...Heute ist glaube ich so ziemlicher jeder Index eines Finanzinstituts (auch Deutsche Bank) runtergegangen...

Poy studiert ja mehr oder weniger angewandet Finanzmathematik, und ist derzeit oft an der Wall Street. Einer ihrer Kommilitonen hatte ein Praktikum bei Lehman in Singapur gemacht. Er hatte eine Vollzeitstelle für nach seinem Studium angeboten bekommen. Jetzt bangt er, dass es die Firma überhaupt noch gibt. Insgesamt werden derzeit in diesem Bereich viele Leute entlassen, und es ist eigentlich ne schlechte Zeit das zu studieren, was Poy studiert. Aber so ist das manchmal. Aber sie will ja sowieso lieber Forschung machen, als in der Bank zu arbeiten ;)

Derzeit lese ich übrigens "Per Anhalter durch die Galaxis" (natürlich auf Englisch). Unterhaltsam, unterhaltsam...Lesen ist hier äußerst angesagt, weil man z.B. in der Metro oft recht lange unterwegs ist. Ich z.B. fahre etwa 30 Minuten am Stück. Da kann man ne Menge lesen...

Ach ja, der Schimmel ist immer noch da...

Donnerstag, 4. September 2008

Wohnung und IKEA

Die letzten Tage waren anstrengend. Wir haben bis Sonntag abend bei Shoufang (Poys Kollegin) uebernachtet, und mussten dort bis 17:00 raus sein. Ausserdem gabs an eben diesem Sonntag eine Party, bei meinem Professor zu Hause, zu der ich unbedingt wollte (und die um 13:00 anfangen sollte). Aus lauter Verzweiflung haben Poy und ich uns ein Auto gemietet, die Sachen eingeladen und das Auto in einer Garage fuer $10 untergestellt. Diesmal wars ein Umzugsauto, mehr ein kleiner Bus wie ein Auto (genannt "Van"). War relativ guenstig, pro Tag $20, aber mit knapp $1 pro gefahrener Meile (ca. 1,6 km) auch wieder teuer, da wir in Jersey City waren und nach Brooklyn mussten. Ein ziemlicher Aufwand, bis wir das Auto hatten, da Umzugsfirma, die alle benutzen, genannt UHaul, grundsaetzlich das Auto erst fest reseviert nachdem man angerufen hat, und dann nochmal einen Tag vor dem eigentlichen Leihbeginn den Kunden anruft, und Ort und Zeit klarmacht. Allerdings hat uns keiner angerufen! Eigentlich, so der Slogan, gibts dann $50. Am Ende haben wir dann nochmal angerufen, aber kein Geld bekommen...Egal.

Wie auch immer. Sachen eingeladen, Wagen untergestellt, und mit dem Zug zur Party. War super! Prof. Grishman wohnt mit seiner Familie weit weg von Manhattan, in New Jersey. Insgesamt haben wir 1,5 Std. mit Zug, Bus und Laufen verbracht, bis wir dort waren. Aber ein krasses Anwesen hat er. Mit Swimming Pool und Tennisplatz, und ein RIESIGES Haus. Eingeladen waren alle Studenten, die er gerade betreut und noch ein paar andere Forscher, die auch in derselben Gruppe arbeiten. Alles in allem vielleicht 10 Leute, die z.T. auch noch Partner und Kinder mitgebracht haben. War lustig, und ich hab mich danach wesentlich besser gefuehlt. Alles normale Leute, mit denen man sich gut unterhalten kann. Keine abgefahrenen Freaks, die vergessen haben was eine Sonne ist.

Auf dem Weg zur Party haben wir noch erfahren, dass wir ab 17:00 in unsere Wohnung reinkoennen. Die Tuer ist offen, der Schluessel liegt drinnen. Also sind wir nach der Party zurueck zum Auto und auf nach Brooklyn. Der Trip hat ewig gedauert, weil wir uns verfahren haben, die Strecke relativ weit ist, und wir nicht durch den beruehmten Holland-Tunnel fahren durften. Denn dieser ist nicht frei fuer "kommerzielle Fahrzeuge", was micht ziemlich genervt hat, da wir erstmal 30 Minuten im Stau gestanden hatten, bis wir ueberhaupt zum Tunnel gekommen sind. Die Tunnel sind uebrigens alle kostenpflichtig, und mit $5 bis $8 auch nicht gerade billig. Aber ohne Tunnel gehts fast nicht, es gibt nicht ueberall Bruecken.

Der erste Eindruck in der neuen Wohnung war gut, alles war mehr oder weniger sauber. Nur das Badezimmer war (und ist) nicht so toll, da die Vormieter uns Schimmel hinterlassen haben. Das Schraenkchen im Bad war total verschimmelt, an der Decke gibts Schimmel (und auch das schwarze Zeug, das man Spor nennt, und dann noch irgendein roter Pilz, keine Ahnung) und lustigerweise hat jemand Holzpanelen an der Wand installiert, hinter denen der gruene Pilz ebenfalls wunderbar waechst. Der Vermieter ist informiert und wird sich morgen darum kuemmern.

Der Rest ist wie gesagt OK. Wir haben Montag und Mittwoch mit IKEA und verschiedenen anderen Supermaerkten verbracht, bis wir alle Moebel zusammen hatten. Teuer, teuer, weil wir ja fast nichts haben. Darueberhinaus ist IKEA hier super teuer (nur ein Beispiel: der Rattan-Stuhl, den ich so gerne hab, kostet hier $49 und bei uns 20 Euro). Die Wohnung haben wie saubergemacht, und alles soweit eingeraeumt und aufgebaut. Stress, Stress, Stress...vorallem mit dem bloeden Sofa, das wir gekauft haben. Ein riesen Ding, das schlicht und einfach nicht durch den Hausflur und die Treppe rauf wollte. Am Ende war der Boden vom Sofa kaputt, und ein Teil des Hausflurs beschaedigt...Tja, umziehen bzw. einziehen hinterlaesst immer ein paar Spuren.

Die Gegend um unsere Wohnung rum ist nett. Wenn ich nach Hause gehe und auf dem Weg die Strassen hinabblicke, sieht man in weiter Ferne die Freiheitsstatue blinken. Seltsames Gefuehl. Und wenn zur UBahnstation von meinem Buero aus laufe, laufe ich schnurstracks auf Empire State Building zu.

Mittlerweile habe ich auch eine Gitarre (fuer $180) gekauft. Man lebt sich ein.

Ich hab mir ja vorgenommen nicht mehr soviel auf einmal zu schreiben, deswegen halte ich jetzt die Klappe. Bis dann ;)

Freitag, 29. August 2008

eine woche (fast) vorbei

Die letzten Tage habe ich vollzeit mit meiner Bachelorarbeit verbracht, die leider immer noch nicht fertig ist. Aber mittlerweile ist ein Ende in Aussicht, und das sollte es auch. Denn ich muss ja jetzt hier arbeiten...Immerhin hab ich schonmal dran gedacht, die Abgabefrist fuer die Arbeit zu verlaengern, jetzt hab ich Zeit bis Mitte Oktober.

Mein Buero ist im 7. Stock, in einem netten, unscheinbaren Gebaeude im Broadway. Alles ist durch Wachen gesichert, und auch sonst gibt es ueberall Sicherheitstueren, die ich mit meiner tollen NYU-ID-Karte oeffnen kann. Mit in meinem Buero sitzt ein Doktorand, der ein Englisch-Chinesisch-Uebersetzungstool baut, ohne auch nur ein Wort Chinesisch sprechen zu koennen ;)

Mittlerweile habe ich auch soweit alles administrative hinter mir. Ich habe jetzt Steuernummer, Bankkonto, Handy, Wohnung, Metrokarte und NYU-ID. Fehlt nur noch ein Detail wegen der Versicherung, die von der NYU bezahlt wird.

Fuer Poy gings gestern wieder los. Ihre Uni-Raeume sind mehr oder weniger direkt in der Wall Street, was ich aber eher schlecht finde, da das Essen in der Umgebung schlecht und teuer ist und die ganze Umwelt dort viel zu gehetzt. Oh! Ausserdem hab ich gestern das erste Mal seit Wochen wieder Burger-King-Fastfood gegessen, und meine erste Cola in 2 Wochen getrunken. Der Grund ist wahrscheinlich ein stiller Protest, aber auch dass Soda-Getraenke hier immer aus dem Automat kommen und damit auf Dauer einfach mies schmecken. Im Burger King waren fast nur Schwarze, was wieder die These bestaetigt, dass Burger King und McDoof von der reichen weissen Oberschicht vorwiegend gemieden werden, was nicht heisst dass das McDonalds am Times Square (mit drei Stockwerken, eigenen Bildschirmen an den meissten Tischen, das groesste das ich bisher gesehen habe) nicht trotzdem super voll ist, hier aber zumeisst mit Touristen.

Mich nervt die allgemeine Verschwendungskultur hier. Jeder Imbiss und auch viele sogenannte Restaurants haben kein echtes Geschirr, und selbst wenn man sagt "zum Hieressen" gibts immer nur Pappe und Plastik, die spaeter komplett entsorgt werden. Nachts sind in vielen Geschaeften und Buerogebaeuden alle Lichter an, auch wenn kein Mensch drin ist! Und da Wasser kostenlos ist, herrscht allgemeine Wasserverschwendung, da koennen sie noch so auffaellig in den Mietvertrag schreiben "der Mieter ist dazu angehalten Energie zu sparen".

Die UBahn empfinde ich mittlerweile als sehr angenehm, und durch meine Metrokarte mit unbegrenzt vielen Fahrten auch erschwinglich. Lustig ist, dass man oft beim Mittagessen oder auch nur beim Laufen auf der Strasse, den Boden wackeln spuert, weil gerade eine UBahn darunter vorbeifaehrt.

Die Uni selber ist klasse, und in keinster Weise mit unserer lieben kleinen Saarbruecker Uni vergleichbar. Die Bibliothek (bzw. eine der Bibliotheken) hat glaube ich 10 Stockwerke, mit ewig vielen Aufenthaltsraeumen und mit wahrscheinlich jedem Buch das jemals geschrieben wurde. Na ja...

Ich hab immer noch keine Gitarre. Bisher hab ich mir einfach noch nicht die Zeit dafuer genommen...diese bloede Arbeit muss endlich fertig werden...

Jetzt hab ich Hunger und gehe mal fruehstuecken/Mittag essen.

Sonntag, 24. August 2008

Krank

Wie immer, wenn der Randolf zu wenig schlaeft, wird er krank. Unpassend, einen Tag bevor ich anfange zu arbeiten. Die Aussicht ist immer noch gigantisch, kleine Segelboote befahren den Hudson River, direkt von Manhattan. Tolle Aussicht!



Unsere Wohnung könnt ihr übrigens recht einfach betrachten, zumindest von außen. Klickt auf folgende Link und dann auf das kleine gelbe Männchen. Dann könnt ihr Bilder sehen, die sich auch noch drehen lassen ;)

http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=275+23rd+street,+brooklyn&sll=40.643608,-73.953631&sspn=0.006268,0.013819&layer=c&ie=UTF8&cbll=40.659411,-73.993248&panoid=j7aqC9Opk0-iL3m-iSarPw&ll=40.662557,-73.992448&spn=0.006267,0.013819&z=16&cbp=1,47.43135741626372,,0,7.669297170612288


Unser Haus ist das mit dem blauen Dach über der Haustür. Und ihr könnt auch die Mauer zum Elektrizitätswerk sehen.

Gestern gabs auf dem Time Square ein Demontstration von Exil-Tibetern gegen China, bzw. gegen den Genozid, der von China verübt wird. Wir kamen leider als schon alles vorbei war, aber die hatten schon nette T-Shirts, wenn diese auch wenig aggressiv auf mich gewirkt haben.



Ansonsten ist der Time Square schrecklich. Laut, voll und teuer. Ein Wasser kostet dort das 3fache. Noch eine nette Kleinigkeit nebenbei: Im Supermarkt ist Cola billiger wie Wasser. Das ist mal ein Zeichen, oder?
Zurück zum Time Square. Im Prinzip ist er nur für Touristen gemacht, mit den bekannte Broadway Theatern und dem Militär-Häuschen, in dem neue Soldaten angeworben werden, und an dem außen die ganze Zeit über die Armee in heroischen Videos gerühmt wird. In der UBahn am Times Square findet man immer interessante Leute, die sich mit Musik, Tanz oder was auch immer präsentieren. Besonders cool fand ich bisher den Trommler mit den Mülltonnen und verschieden Breakdance-Gruppen. Könnt ich mich ja auch mal hinstellen :)

Essen ist im AmiLand grundsätzlich teuer. Selbst billiges chinesisches Essen, das aber eigentlich recht gut schmeckt (auf jeden Fall besser wie im deutschen Lande, d.h. echt chinesisch), kostet zwischen $10 und $15. Gutes Essen für unter $10 ist schwierig zu finden, und ist eigentlich immer frittiert, zu süß oder zu fett. Soda (d.h. Cola, Fanta und der ganze Kram) sind immer am billigsten. Lustigerweise trinke ich hier weniger davon wie zu Hause, vielleicht auch aus Protest. Aber vorallem auch weil es den Tag über immer so heiß ist, dass ich mit Cola einfach nicht überleben kann. Das Zeug macht nur noch durstiger, genauso wie meine sonst heißgeliebten Smoothies. Was ich super finde, ist die Pizza. Die Amerikaner lieben Käse, und das merkt man an der Pizza. Leckerer Boden und viiiieeel Käse ;) Wie in Thailand muss ich hier sagen, man bekommt einfach ne riesige Auswahl, und alles kostet ähnlich viel. Wirklich zu empfehlen sind auch gute Burger, also nicht der Fraß von McDoof oder Burger King.

Danke für die netten Kommentare und Emails. Mir ist grad aufgefallen, dass der Dollar wieder stark im Kommen ist ("nur" noch $1,45 für einen Euro). Trotzdem hoffe ich doch, dass ihr mich zahlreich besuchen kommt. Denn unsere Wohnung ist riesig (meiner Meinung nach). Falls es euch interessiert, was Wohnungen hier so kosten, schaut mal auf craigslist: http://newyork.craigslist.org/abo/

Das ist so ne Art Findling fürs Internet. Man findet alles!

Ich ruhe mich jetzt noch ein wenig aus, und schaue nach einer Gitarre auf craiglist...

Sonntag, 17. August 2008

Wohnungssuche die dritte...

Am dritten Tag unserer Suche nach der Wohnung unserer Wahl stehen wir immer noch ohne Vertrag da. Die Dame von gestern hatte nicht geantwortet. Nach 10.000 Versuchen sie zu erreichen hat sie uns angerufen und gemeint dass Sonntags ja gar keiner arbeitet und sie den Landlord (Vermieter) nicht erreichen kann. Zwischendurch haben wir uns über den Tag verteilt einige Wohnungen angeschaut, alle in Park Slope / Sunset Park, d.h. in Süd-Brooklyn. Das letzte Appartment war großartig, zumindest meiner Meinung nach. Ist in einem von diesen Häusern, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, und dann auch noch direkt gegenüber von einem Park, der recht nett ist, mit super Aussicht auf Manhattan. Muss man gesehen haben, auch als Tourist ganz nett. Der Vermieter ist super nett. Die Wohnung ist quasi der 1. Stock seines Hauses, er wohnt unten mit seiner Frau. Die Wohnung selber ist ok, ein wenig zu groß für uns, aber was solls. Alles ist etwas alt, aber ich finde die Lage und den Vermieter super. Die Wohnung ist OK. Einziges Problem ist eventuell, dass es keine richtige Eingangstür nur für den oberen Teil des Hauses gibt. Man geht eine Treppe hoch, und dort sind dann über den Gang verteilt die einzelnen Zimmer. Ein wenig seltsam, aber ok. Kostet $1750. Ich hätte gerne diese, Poy lieber die andere, weil sie denkt, dass sie dort besser lernen kann (sie denkt es ist zu dunkel). Ich bin mir da nicht so sicher. Mal drüber schlafen...

Die beiden Wohnungen sind übrigens recht nah beieinander. Die halben Stunden nach Manhattan bleibt also. Mal sehen. Morgen werde ich wissen, ob wir eine von beiden bekommen können. Wenn nicht, wirds etwas schwieriger. Morgen mittag müssen wir aus dem Hotel raus. Und ich müsste ja auch mal irgendwann an meiner Arbeit weitermachen. Tja, mal sehen.

Was denkt den die Leserschaft? Ich finde die Wohnung bei dem Park besser, weil wir dort mehr oder weniger mit Amerikanern zusammenwohnen würden. Insgesamt fühlt es sich mehr nach Abenteuer an. Die 1. Wohnung ist da vergleichsweise etwas langweiliger und defintiv anonymer. Außerdem müssten wir da die komplette Miete vorstrecken, da wir wohl keine zweite Person zum Unterschreiben haben.

Alles ein wenig kompliziert. Ich hoffe ich kann morgen schreiben, wies ausgegangen ist. Wenn wir nicht im Hotel sind, dann ist noch zu entscheiden, wo wir denn sein werden ;)

Samstag, 16. August 2008

Wohnungssuche

Ein wenig genervt schreib ich wieder kurz vorm Schlafengehen. Nach langem Suchen haben wir ein paar echte gute Wohnungen gefunden heute. Das Problem ist, dass wir nur 7 Monate bleiben wollen. Dafür müssen wir eigentlich überall mehr zahlen. Bei einer Wohnung heute nicht. Die war dann aber auch recht mies. Direkt an der Straße, laut, und mit "Railroad", d.h. man muss ein anderes Zimmer durchqueren, um zu einem bestimmten Raum zu kommen. Dabei hatten zwei große komplett keine Fenster, waren dunkel angestrichen und daher recht deprimierend. Und dafür $1600 ;)

Danach haben wir eine super Wohnung in Sunset Park (http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=Sunset+Park,+brooklyn,+ny&ie=UTF8&ll=40.660978,-73.981934&spn=0.050134,0.11055&z=13) besichtigt. Sehr gute Umgebung, wenn auch voller Latinos (was aber nicht schlecht sein muss). Super Stimmung dort, überall war was los, und wegen Sicherheit brauch man sich dort auch keine Sorgen zu machen. Die Wohnung kostet $1650. Das Problem sind die 7 Monate. Eigentlich bräuchten sie einen "CoSigner", also jemand der eine "credit history", eine Kredithistorie, hat. Da wir die nicht haben, brauchen wir jemand der eine hat, so einfach ist das. Das ist natürlich nicht so einfach, und wer will schon mit voller Haftbarkeit garantieren, in einem Land wie den USA, wo man für jeden Mist verklagt wird, und mit solchen Mietpreisen? Daher haben wir vorgeschlagen doch die ganze Miete auf einmal zu zahlen, plus eine Management fee, um den Vertrag unter 12 Monaten zu halten. Wir warten jetzt auf die Antwort. Ansonsten werden wir morgen nochmal dort in der Gegend versuchen was zu finden. Eigentlich ist es ein wenig weit um jeden Tag nach Manhattan zu fahren (etwa 30 Minuten), aber wahrscheinlich bekommen wir fürs selbe Geld bessere Wohnungen. 10 Minuten weniger bedeuten $500 mehr Miete. Schrecklich...Wie kann man sich sowas leisten? Schaut mal bei Craigslist was Wohnungen so kosten in Manhattan. Nett. (Wohnungen in Manhattan)

Wünscht mir Glück...

Ach ja, schaut doch ein paar Bilder. Sind noch nicht viele, aber werden hoffentlich bald mehr. Sind wieder auf der alten Seite zu bewundern. Durch einen Klick auf die Bilder, die ich gelegentlich in meinem Blog zeige, kommt ihr direkt zum jeweiligen Album.

Freitag, 15. August 2008

New York

Ich bin da. Ich machs kurz, zum einen weil die meissten doch lieber weniger lesen, zum anderen weil ich nur ein paar Minuten hab. Dann macht der Raum, in dem ich WLan hab zu, hier im Hotel.

Poy und ich sind gestern abend gegen 18:30 gelandet. Danach gings ins Hotel, in der Nähe vom Central Park. Der Flug war schön, und auch was Besonderes. Ich bin das erste Mal mit Lufthansa geflogen, wenn auch nur 50 Minuten von Frankfurt nach Genf. Auf dem Weg dorthin sind wir am Mont Blanc und am Genfer See vorbeigeflogen. Wirklich eine schöne Aussicht...Der Flug von Genf nach New York war dann mit Qatar-Airlines. Sehr guter Service und fabelhaftes Essen werden mir in Erinnerung bleiben. Ach, zum Lufthansa-Flug: Wahrscheinlich aus Sentimentalität hab ich mir tatsächlich ein Bier geholt, das sogar garnicht mal schlecht war (siehe Bilder unten). Und einen Kaffe, und ein Ginger-ale, und ein Wasser. Und alles gleichzeitig ;)

Alles lief reibungslos. Der Abflug aus Deutschland war diesmal recht traurig. Als ich nach China bin, war ich wesentlich gefasster. Diesmal war ich wirklich richtig traurig, wahrscheinlich vorallem weil ich nicht weiß wies denn genau weitergeht, wann ich zurückkomme, und überhaupt.

Das Ankommen war einfach, und wesentlich angenehmer als ich erwartet hatte. Ich habe meinen Sarkasmus ausgelebt und eigentlich bei allen Gelegenheiten über irgendwas amerikanisches gelästert. So muss das sein am Anfang, und wird sich wohl auch schnell ändern. Vielleicht ;) Das Hotel war schnell gefunden, der Raum OK, wenn auch für $120 pro Raum/Nacht recht teuer, meiner Meinung nach, allerdings laut Internet derzeit wegen Hauptsaison am unteren Limit.

Der Tag heute hat dann sehr früh angefangen. Sowohl Poy als auch ich konnten schon früh nicht mehr schlafen. Um 6 sind wir aufgestanden, haben uns was zum Frühstücken gekauft (in einer angeblich europäischen Bäckerei; die hatten sogar Schweinsöhrchen, allerdings hießen sie "Elefante-Ohren") und sind in Richtung Central Park gelaufen. Das war echt nett, und sehr interessant mitanzusehen wie die Amis, wie ich die hier Ansässigen im Folgenden liebevoll nennen werde, durch die Gegend gejoggt sind. Der Central Park ist riesig, und voller Hunde. Ich habe leider keine guten Bilder davon gemacht, aber manchmal habe ich mehr Hunde wie Menschen gesehen, die sich dann jeweils nachlaufen und über die riesigen Wiesen nachjagen. Hübsch.

Danach haben wir einen kleinen Rundgang gemacht, am Goethe-Institut und dem Museum of Modern Arts vorbei in der 4th Avenue (da wo die ganzen Reichen wohnen, wovon ich aber nix gemerkt hab). Dann gings wieder zurück zum Hotel. Das frühe Aufstehen, wahrscheinlich hauptsächlich wegen dem Jet-Lag, sind ja doch immerhin 6 Stunden Unterschied, und der doch recht lange Morgenspaziergang hatten mich wieder müde gemacht und ich hätte gerne geschlafen. Aber ich wollte noch mit meiner Mama reden, und danach gings los mit der Wohnungssuche. Also keine Zeit zum schlafen...

Das mit der Wohnung fing recht gut an. Schnell hatten wir zwei Besichtgigungstermine, beide in Park Slope South in Brooklyn. Der erste Termin war schon recht bald, so dass wir uns schnell zur Metro aufgemacht haben. Die erste Wohnung war dann erstmal ein Schock. Das Haus schief wie bei uns ein Haus mit Grubenschäden, dreckig, an tausend Ecken kaputt und der Typ nervig, obwohl er sich echt bemüht hat. Und der Oberhammer war natürlich der Preis: $1600!!! plus Maklergebühr, wasnochmal eine ganze Monatsmiete ist. Traurigerweise war der zweite Termin mit derselben Makleragentur, und der Herr wollte uns dieselbe Wohnung nochmal zeigen. Unsere Bedingungen sind leider auch ein wenig hart. Wir wollen nur 7 Monate mieten, wobei aber kaum ein Vermieter unter einem Jahr vermieten will. Außerdem wollen wir nicht zu weit von Manhattan wegwohnen, weil man sonst einfach ewig viel hin- und herfahren musss. Wohnen ist in New York teuer, das ist klar. Und mit $1500 - $2000 müssen wir rechnen. Na ja, die hatten dann dort nichts mehr für uns und wir sind weitergezogen. Für heute gaben wir die Wohnungssuche auf, müde wie wir waren und haben uns Richtung Chinatown aufgemacht. Super Idee ;) Chinatown ist krass, richtig krass. Ich habe mich selten so verwirrt gefühlt. Die Straßen und die Menschen, die Gerüche und das Chaos waren wie in China, aber die Häuser und die Luft waren komplett anders (wobei die Luft hier nicht unbedingt besser ist, es ist schrecklich stickig und es gibt kaum Wind). Ich hab richtig viel Chinesisch gesprochen (Frau Chen wäre stolz auf mich) und ich habe seit ewiger Zeit wieder richtiges chinesisches Essen gegessen. Wir hatten Jiaozi, Gulaoro (süß-saures-Schweinefleich, auch wenns heute mit Hühnchen war), Fanjiechaodan(gebratenes Ei mit Tomaten) und so ne komische Suppe mit Tofu, die aber Poy alleine gegessen hat. Lecker ;)

Wir wollten zurücklaufen, und noch ein wenig Sightseeing machen, aber der Regen hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach ein paar Versuchen und Bangen dass der Regen doch aufhören möge, sind wir in die Ubahn geflüchtet und dann ab zum Hotel.

Jetzt bin ich tierisch müde, und ein wenig enttäuscht, dass das mit der Wohnung nicht geklappt heute, obwohl ich vorher sehr optimistisch war. Aber diese Preise machen mich schon irgendwie wahnsinnig. Mein erste Eindruck von New York ist diesmal wesentlich besser, als um Ostern rum. Besonders beeindruckend finde ich diese enorme Vielfalt an Menschen. Die Stadt ist bunt und wirkt frisch. Viele typisch amerikanische Dinge, wie die aufgesetzte Freundlichkeit und das schreckliche Essen sind verschmerzbar (es gibt auch gute Restaurants, wenn auch fettes Fast-Food überwiegt). Insgesamt ist New York klasse und bietet einiges. Wir sind den ganzen Tag rumgelaufen, haben viele Dinge gesehen von denen ich irgendwann mal gehört hab. Wir sind sogar kurz mehr oder weniger an meinem zukünftigen Arbeitsplatz vorbeigegangen. Die NYU (New York University) ist wirklcih mitten in der Stadt, verteilt in einigen Gebäuden. Mich dort vorstellen konnte ich mich heute leider nicht mehr, da das Büro schon um 3 zumacht. Das muss dann bis Montag warten.

Das Leben hier ist teuer, und selbst für kleine unbedeutende Dinge bezahlt man viel Geld. Ich denke es dauert noch ein wenig bis ich die Tricks raushab, um Geld, Zeit und Nerven zu sparen. Wird schon werden. Morgen gehts weiter mit Wohnungssuche, und dem Erkunden einer neuen Welt.

Zum Schluss zeige ich noch ein paar Bilder, die ihr gerne gucken könnt. Alle Bilder werden wieder bei Picasa-Web hochgeladen.

Ankunft

Donnerstag, 22. Mai 2008

Praktikum

Hab mein Praktikum jetzt sicher. Ich werde als "Junior Research Scientist" in New York an der New York University ein Praktikum machen, von August bis nächsten März. Krass, oder? Unfassbar wie einfach dass dann auf einmal alles war, nachdem mein Professor ein Empfehlungsschreiben an Prof. Grishman geschickt hatte. Wirklich schnell. Geld bekomm ich auch, ausreichend um in NY zu überleben, vorallem wenn ich dann mit anderen (speziell mit einer Person) zusammenwohnen werde. Ist alles sehr aufregend, und ich weiß noch nicht genau was auf mich zukommt. Was ich weiß, ist dass ich jetzt schnellstmöglich ein paar Unterlagen für das Visum beschaffen muss (denn so ein Antrag braucht seine Zeit, und es wird ein J-1 Visum :) Am 14.8. fliege ich dann. Bisher hab ich nur ein Hinflugticket, da ich noch keine Ahnung hab, wohin es danach gehen wird. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich nach März noch ein wenig in Amerika reisen werde.

Ach ja, die oben erwähnte Dame war am Wochenende unverhofft hier gewesen! Ich wollte mir am Freitag einen schönen Abend machen, einen Film schauen, Pizza bestellen und früh ins Bett. Nachdem die Pizza bestellt war, hat mich Poy angerufen und gemeint ich kann sie abholen. Klar, warum nicht. "Ich komme dich abholen". Ich dachte sie wäre in London, weil sie dort zwischenlanden wollte (ihr Semester ist am Donnerstag zu Ende gegangen, sie ist nach Hause geflogen für einen kurzen Heimaturlaub, bevor sie im Juni in Praktikum in Kaiserslautern anfängt). "Du kannst mich abholen, am Hauptbahnhof in Saarbrücken". Damit war der Abend gegessen, und die Pizza auch, seeeehr schnell :) War total unerwartet, und hat gezeigt, dass solche Überraschungen möglich sind. Aus diesem Grund habe ich verständlicherweise wenig gearbeitet und weniger geschlafen. Am Dienstag hab ich sie an den Flughafen gebracht. Schon ein seltsames Gefühl, zu wissen dass sie ja in zwei Wochen schon wieder hier ist.

Ich bin glücklich, dass das mit New York klappt. Jetzt kämpfe ich mit meiner Bachelorarbeit. Physik ist mir zuviel geworden. Daher hab ich leider mit dem Kurs aufhören müssen, aber das ist ok. Ich hatte mich dort ja reingesetzt, um ein Gefühl für Physik im Allgemeinen zu bekommen. Dafür macht mir Mathe (d.h. Analysis I) riesig viel Spaß. Mit diesem einen Kurs und meiner Bachelorarbeit bin ich vollstens ausgelastet.