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Sonntag, 22. Februar 2009

weiter gehts...

Schnell ein Hinweis: Es gibt ein paar neue Bilder zu bestaunen, und ich glaub ein paar Videos sind auch dabei.

Meine Mama und mein Bruder sind vor ein paar Tagen angekommen (bleiben fuer 3 Wochen), und Poy und ich haben sie natuerlich feierlich in Empfang genommen. Die Welt ist klein geworden...Was ich auch letzte Woche Sonntag feststellen musste. Wir haben Sabrina, eine Mitstudentin aus Saarbruecken, die gerade ein Praktikum bei Siemens in Princeton macht, gerade mal 1 Stunde von hier ;), eben dort, in Princeton besucht. So ist man irgendwie doch nie alleine, und trifft Freunde auf der ganzen Welt. Und jetzt ist ja auch meine Mama hier ;) Der zeig ich morgen mal die grosse weite New Yorker Welt.

Hm, was passiert denn mit mir so? Gute Frage. Der Randolf weiss noch nicht so genau was er will und wo er hin will. Mein Praktikum geht noch bis Ende Maerz, danach bleib ich vllt. noch 2 Wochen und dann gehts zurueck nach SB. Und dann? Das ist ein Geheimnis...(ok, ich sags euch: Ich werd Rockstar!!).

Na ja, auf jeden Fall drueckt zum einen die Wehmut. Zum anderen muss hier bei meiner Arbeit noch was Zaehlbares bei rausspringen (da man das Geld das ich verdiene ja nicht mehr zaehlen kann; weils schon ausgegeben ist ;) das Leben hier ist einfach zu teuer...). Wir werden ein Paper einreichen bei einer netten Konferenz, der NAACL. Wenn das angenommen wird, dann bin ich mit grosser Wahrscheinlichkeit nochmal hier im Juni, da waere dann die Konferenz. Mal sehen. Waere nett, so eine Veroeffentlichung mit meinem Namen drin zu haben.

Ach ja, zurueck zu unserem Trip, der schon ganz schoen lange her ist.

San Francisco
Super! Beste US-Stadt, meiner Meinung nach. Sehr tourisitisch, aber nicht wirklich ueberfuellt. Der schoene Teil der Stadt hat einfach krasse Strassen. Schaut euch ein paar Bilder an, dann wisst ihr was ich meine. Das Essen ist super, man isst viel Meeresfruechte. Uuuuund: Clam Chowder ;) Sehr lecker, und bekommt man auch hier in New York, im kleinen aber netten Suppenladen, und das auch noch fuer wenig Geld ($5,20 mit Brot). Poy war total begeistert in San Francisco das "Ur-Swenson"'s zu finden, eine typisch amerikanische Eiskette, die ich aber bisher lustigerweise nur in Thailand (und San Francisco) gesehen habe. Es gibt dann noch ewig viele coole Dinge (Alcatraz, Golden Gate Bruecke und Park, Sillicon Valley in der Naehe, genauso wie einige der besten Unis der Welt: Stanford, Berkeley). Viele haben wahrscheinlich auch schonmal von der tollen Strassenbahn gehoert, die diese irren Steigungen ueberwinden muss. Klar wollten wir den richtigen Touristen geben, und diese einmalige Erfahrung nicht verpassen.
Ueber den gesamten Trip hinweg war es kalt, und ich war bitter enttaeuscht, dass ich nicht in T-Shirt und kurzer Hose rumlaufen konnte. Aber in San Francisco wars an diesem Tag einfach moerderisch. Wahrscheinlich war die Meernaehe Schuld. Wahrscheinlich mussten wir einfach zu lange auf die bloede Strassenbahn warten (die verdammt teuer war fuer eine kurze Fahrt, hab aber vergessen wieviel). Wahrscheinlich war ich sowieso schon angeschlagen. Auf jeden Fall war ich vom naechsten Tag an krank, und zwar recht uebel, mit Fieber und so. Das hat unsere Plaene ein wenig durchkreuzt, aber so was passiert eben immer mal. Wir sind daher noch einen Tag laenger geblieben, da ich kein Auto fahren konnte, und Poy nicht wirklich wollte. Wir mussten auch leider umziehen. Oh, hab noch gar nicht gesagt dass wir ein Mega-Hotel fuer ganz wenig Geld (da besonders beworben im Internet) hatten. Schaut euch die Bilder an und ratet mal welche sich auf dieses Zimmer beziehen ;)

Westkueste und nochmal LA
Im Auto gings dann doch irgendwann wieder nach Sueden, Poy und ich haben uns abgewechselt. Krasse Fahrt! Auch wenns kalt war, war die Aussicht oft einfach atemberaubend. Wir sind fast die ganze Zeit ueber (5 Std.) an der Kueste gefahren. Wie gesagt, Bilder gucken. Auf dem Weg haben wir auch ein paar Seeloewen getroffen (ich denke zumindest es waren Seeloewen, hab von sowas ja keine Ahnung...). Die waren sehr nett zu uns und haben uns zum Tee eingeladen. OK, bloeder Witz ;) Aber in der Tat waren sie sehr nett und haben brav von sich Bilder und Videos machen lassen.

LA
In LA sind wir dann durch Beverly Hills gefahren und haben nochmal gut Thailaendisch gegessen. Natuerlich waren wir auch am Walk of Fame. Und wir haben uns "Arielle - Die kleine Meerjungfrau" in der Videothek ausgeliehen. Wir hatten eine CD mit Disney-Liedern dabei, und irgendwann konnten wir einfach nicht mehr wiederstehen.

Las Vegas
Las Vegas sollte dann das grosse Highlight werden, an Sylvester. Irgendwie haben die das dort aber nicht verstanden. Der ganze Abend war ziemlich nervig, weil einfach zu viele Leute dort waren, und weil die Organisation gelinde gesagt bescheuert war. Man hatte die grossartige Idee einen verrueckten auf einem Motorrad durch die Gegend fahren und ueber Vulkane springen zu lassen. Waere ja ganz nett gewesen, wenn dafuer nicht die Hauptstrasse (und der Hauptteil von Las Vegas besteht quasi nur aus dieser Hauptstrasse) gesperrt worden waere. Man konnte die Strasse nicht mehr ueberqueren und somit waren wir mehrere Stunden gefangen, bis der nette Herr fertig war mit seinem Gehoppse. Richtig enttaeuscht war ich aber, als es um 12 kaum Feuerwerk gab. Man koennte meinen auch Las Vegas muss in der Krise sparen. Aber das war schon sehr mager. Hundertausende waren unterwegs und genauso enttaeuscht wie wir. Ich konnte drei Hotels zaehlen, die ein wenig Feuerwerk gemacht haben. Ansonsten ist Las Vegas eben Party, nicht so meins, aber nett anzuschauen.

Grand Canyon
Wir hatten noch 5 Tage uebrig. Daher gings weiter zum Grand Canyon, der gerade mal "nur" 5 Stunden von Las Vegas weg ist. Der Canyon selber ist ganz nett, aber irgendwie erwartet man ja auch was grosses. Aehnlich wie mit den Niagarafaellen, von denen ich wirklch derb enttaeuscht war, was dort aber vorallem an dem uebermaessigen Tourismus gelegen hat. Wirklich interessant auf unserer Reise um den Canyon herum fand ich die einsame Landschaft. Man fuhr manchmal 20, 30 Meilen und sah mehr oder weniger nichts, ausser den Autos, die einen auf der Autobahn begleitet haben. Uebernachtet haben wir in Flagstaff, der groesste Ort in der Gegend (wir sind auch wenig auf der Route 66 "gecroust"). Das beste an dem Ort war das Kino. Dort waren wir gleich 2x drin, auf dem Hin- und auch auf dem Rueckweg. Seltsam, seltsam... Nach dem Canyon sind wir noch ein paar hundert Meilen weiter nach Norden gefahren, und haben uns das "Monument Valley" angeschaut, wahrscheinlich das typischste Bild, das jeder in seinem Kopf hat, wenn er an Western-Filme denkt.

Das wars im Grossen und Ganzen. Irgendwann waren die Ferien dann vorbei, und wir sind wieder zurueckgeflogen ins gute alte New York. Ach ja, die Welt ist klein geworden...

Freitag, 2. Januar 2009

Aus dem Westen nichts Neues

Das Randili ist mal wieder am reisen, das, was es eben am Besten kann. Zur besinnlichen Weihnachtszeit gings diesmal in den Westen, (fast) soweit gegen die Weltzeit wie nur irgendmoeglich. Wir sind an die Westkueste in den USA gefahren (oder besser geflogen) und habens und dort auf warmes Wetter gehofft. Wir hatten eine recht chaotische Tour, die von atemberaubenden Aussichten, Erkaeltungen, stundenlangen Autobahnfahrten mit reichlich viel Metallica an Board, dem "it's like in the movies"-Gefuehl und kurzen Sonnenscheindauern gepraegt war. Ach ja, auch die Polizei hat mich liebgewonnen, und wollte mir erklaeren, dass man doch am Stoppschild anhalten muss. Ach...Die Amis sind komisch. Drei Dinge, die mich beim Fahren besonders nerven:
  1. Ampeln sind grundsaetzlich hinter der Kreuzung. Wenn man nicht aufpasst, passiert es dann schnell, dass man ueber die Kreuzung hinwegsaust, um wie gewohnt vor der Ampel anhalten zu koennen. Super gefaehrlich! Und oft merkt man erst viel zu spaet, dass die Kreuzung bereits hinter einem liegt, oder man gerade mitten drauf steht.
  2. Hier schert sich keiner darum NICHT von rechts zu ueberholen. Autobahnspuren sind alle gleichberechtigt, und wenn man mal eine nette gefunden hat, dann bleibt man da auch drauf, egal, was von links, rechts, hinten, vorne, oben oder unten kommt. Da bleibt einem nichts anderes uebrig als von rechts zu ueberholen. 
  3. Man darf (meisstens) nicht schneller wie 110 fahren (da dauern 200km nochmal ein gutes Stueck laenger).
Ohne Auto gehts aber nicht. Oeffentliche Verkehrsmittel sind mies und teuer, zumindest ausserhalb der grossen Staedte. Mittlerweile ist der Oelpreis ja immerhin wieder runtergegangen, und so bezahlt man hier nur noch knapp $1,70 pro Gallone (3,8Liter). Dafuer verbrauchen die Autos enorm viel, was aber keinen zu stoeren scheint.

Ich mach es kurz mit dem Reisebericht. Ich bin ein fauler Blogger.

New York
Hier gings los. Ab vom JFK-Flughafen. Ich fuege peinlicherweise hinzu, dass wir unseren Flug verpasst hatten. Der haette morgens um 10:45 losgehen sollen. Ich hab auch brav die Wohnung um 8:00 morgens verlassen, und haette auch rechtzeitig gegen 9:00 dasein koennen, aber irgendwie ging alles schief. Ich musste zweimal umsteigen, nur um in der richtigen Ubahn zu sitzen. Und dann wars doch die falsche. Aus einem undurchsichtigen Grund gibt es eine UBahn-Linie, die aber auf drei verschiedenen Routen faehrt, wovon nur zwei zum Flughafen fahren. Natuerlich war ich auf der dritten...Als ich das gemerkt hab, bin ich natuerlich ausgestiegen. Hat dann 15 Minuten gedauert bis der naechste kam. Und dann gabs noch so einen bloeden Zug, von der UBahn bis zum eigentlichen Flughafen...Im Endeffekt war ich zu spaet und die Sitze weg. Poy war auch zu spaet, selbst ein Taxi konnte sie nicht mehr retten. Sie hatte sich spontan dazu entschieden mit ein paar Freunden morgens noch schnell in Chinatown fruehstuecken zu gehen ;) 
Wir waren dann auf Standby, was soviel bedeutet wie, dass wir hoffen dass auch fuer den naechsten Flug Leute soviel Glueck haben wie wir. Wers nicht weiss, Fluggesellschaften ueberbuchen jeden Flug etwa 20-30% und rechnen damit dass Leute zu spaet oder garnicht kommen. Die Statistik scheint ihnen recht zu geben. Voller Angst haben wir dem naechsten Flug um 23:00 am selben Tag entgegengebibbert. Wir wussten erst 20 Minuten vor Abflug Bescheid. Schrecklich!!! Wirklich...Immerhin, danach war alles super. Virgin Airlines. Nett, sogar mit Internet auf dem Flugzeug (natuerlich fuer $12.90 extra...).

Las Vegas
Wir kamen um 1Uhr Nachts in Las Vegas an (3 Stunden Zeitverschiebung). Dann ab in den Mietwagen und zum Hotel. Natuerlich mussten wir in New York noch alles umbuchen, weil wir nicht mehr unserem Plan folgen konnten. Ich versuch mich kuerzer zu fassen...Schrecklich, zuviele Worte in den Fingern...Wir haben nicht viel von Las Vegas mitbekommen an dem Tag, einfach nur noch ins Bett gefallen. Aber immerhin waren wir in einem Kasinohotel, mit vielen Abhaengigen an den Slot-Maschinen. Nett. Ach ja, das Zimmer war mit $29 geradezu spottbillig. Wir waren im Stratosphere.
Die haben einen grossen haesslichen Turm, der sich aber wunderbar als Ausblick eignet. Super Aussicht! Man sieht ganz Las Vegas, in der Ferne den Beginn der Wueste und die Berge, z.T. mit Schnee. 
Im Auto gings dann ab nach Los Angeles, ein 5 Stunden Marathon, vorbei am Death Valley und der Mojave-Wueste, Kakteenfeldern (sagt man das?), Niemandslaendern und Geisterstaedten. Gibts nicht viel auf dem Weg. 

Los Angeles
Man denkt wohl automatisch an Hollywood. Viel mehr gibt es meiner Meinung auch nicht. LA hat nicht viel zu bieten,  ausser Straenden (was ja nicht unbedingt schlecht ist) und reichen Leuten (was ja an sich auch nicht schlecht ist, wenn man dazugehoert). Da unsere Planungen ueber den Haufen geworfen waren durch den verpassten Flug sind wir erstmal einen Tag in die Universal Studios (ein Freizeitpark) gegangen. Aufmerksame Leser werden anmerken, dass wir dort schon in Orlando waren. AAAAber...in LA ist alles anders. Der Park ist voller Shows, die mehr als sehenswert sind. Es gibt keine Achterbahnen, dafuer aber eine super-super-tolle Studiotour, die einen zu den Drehorten von einigen Filmen und Serien fuehrt. 45Minuten in einem kleinen Zuggefaehrt, ohne Rumlaufen zu duerfen (das duerfen nur die VIP-Gaeste, die aber auch $190 dafuer zahlen). Aber es war genial, mehr kann ich nicht sagen. Kulissen aus "Krieg der Welten", "Zurueck in die Zukunft", "King Kong" und meinem Favourite "Desperate Housewives". Mann...das war ein Erlebnis! Dazu noch ein paar nette Spezialeffekte aus "Fast and Furious", "Der weisse Hai" und wieder "King Kong". Danach konnte nix mehr schiefgehen...
Ansonsten war (noch) nicht viel in LA. Erstmal weiter nach San Francisco, denn Weihnachten wollten wir dort verbringen.

San Francisco
schreib ich morgen...