Somit bin ich also wieder in Shanghai angekommen. Ein seltsames Gefuehl, sag ich euch. Auf eine gewisse Weise kommt man wieder nach Hause, aber auch irgendwie nicht. Vieles ist vertraut, aber soviele Leute, die man kannte, sind weg. Man fuehlt sich ein wenig alleine und weiss nicht so recht was tun.
Gewohnt hab ich bei der Caro. Die macht ja jetzt ein Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung und wohnt dafuer in der YanPing lu, in der Naehe vom recht bekannten JingAn-Tempel (na ja, recht nahe, immerhin 15 Minuten laufen :), sehr weit fuer asiatische Massstaebe..). Ach ja! Hatte ich vorher schone erwaehnt, wies denn jetzt weiter geht mit mir? Nicht sicher...Daher erzaehl ichs einfach nochmal. Ich hab mir ein Flugticket nach Bangkok gekauft (bzw. kaufen lassen, von Leon :)). Ja, schon wieder! Denn ich mach jetzt tatsaechlich ein Praktikum dort, bei einer Firma names Tcllab , einer kleinen Firma in der Naehe von Bangkok. Ein Freund (ich kenn jetzt ne Menge Thais...) hat mir dafuer eine Wohnung besorgt, am Rande vom Bangkok, denn die Firma ist dummerweise doch sehr ausserhalb, in einem Gebaeudekomplex, der sich NECTEC nennt, und sich auf verschiedensten Gebieten mit neuen Technologien befasst (nebenan befindet sich z.B. auch noch BIOTec). Ich hatte mich dort vorgestellt, als ich Poy in Thailand besucht hab. Ich fand alles recht sympathisch, und ich hab dort auch mehr oder weniger ohne Probleme einen Job bekommen, fuer etwas weniger als zwei Monate. Damit hab ich mich quasi bewusst dafuer entschieden, kein Praktikum in China zu machen. Die Gruende dafuer sind zahlreich, die wichtigsten mit Sicherheit, dass ich gerne Thai lernen moechte zwecks besserer Kommunikation oder einfach auch nur weils ne coole Sprache ist :), und zum anderen, weil ich gerne noch was Neues kennenlernen moechte, eine neue Umgebung (ja, schon wieder). Denn diesmal wird es anders sein. Ich muss arbeiten, und ich wohne komplett alleine. In Shanghai hatte ich doch immerhin einen Zimmerpartner, und mehr oder weniger immer Leute um mich rum. Ausserdem war das Sprachstudentenleben doch recht locker. Mal gespannt was hier jetzt auf mich zukommt (ja, ich schreibe gerade aus Bangkok, aber dazu spaeter :)
In Shanghai angekommen bin ich Samstags, mein Flug nach Bangkok ging Mittwochs Abends. Ein paar Tage hatte ich also um verschiedenste Dinge zu erledigen, im Grossen und Ganzen aber einfach um mal zu entspannen. Zu meinen Hauptaktivitaeten in dieser Zeit hat gehoert Essen zu gehen, einkaufen zu gehen und Pakete mit Zeug zu packen, die ich dann nach Hause geschickt hab. Schoen war, dass ich ein paar alte Bekannte treffen konnte, die ich wohl so schnell nicht mehr wieder sehen werde. Und auch ein paar, die ich schon etwas laenger kenne :) , und zwar drei Herren aus Saarbruecken, die derzeit eine kleine Rundreise in China machen. Das war verdammt lustig und ich muss sagen, es ist echt was anderes Bekannte in einer voellig anderen und fremden Umgebung wiederzutreffen. Wir waren zusammen noch ein letztes Mal im Daisei gewesen, der Japaner der direkt hinter der Uni ist, und bei dem man fuer 138 Yuan all-you-can-eat-and-drink machen kann, wohlgemerkt alla Carte! Das Essen ist super und ich geh dort jedesmal pappsatt aber hochzufrieden raus...Shoppen war ich auch ne Menge, man muss doch ein paar Souvenirs fuer die Daheimgebliebenen besorgen. Insgesamt hab ich damit also 3,5 Pakete nach Deutschland geschickt, was etwa 35 Kilo entspricht :) Im Flugzeug haette ich da en Haufen Geld fuer bezahlen muessen. Es war ein seltsames Gefuehl, nochmal den UniCampus zu besuchen, und unser altes Wohnheim. Wie gesagt, man fuehlt sich zu Hause, aber es gibt fast keine bekannten Gesichter, ausser dem Wachpersonal. Das ist traurig, aber normal. Nur wenige Studenten bleiben dort laenger als ein oder zwei Semester. So viele Erinnerungen haengen dort, und vieles wirkt ein wenig wie im Traum. Es war echt eine gute Zeit, eigentlich genauso wie ich es mir vorher gedacht hatte. Aber vorher ist man ja immer ein wenig skeptisch. Ich hab enorm viel gelernt fuer mich selber und eben auch etwas Chinesisch :) Ich hab ne Menge neue Freund gefunden, und bin insgesamt wesentlich offener und toleranter geworden. Ausserdem sieht man in solche Situationen einfach auch viele Dinge, die schocken oder fuer andere Dinge motvieren und alleine fuer solche neuen Perspektiven und Ideen lohnt sich ein derartiger Aufenthalt. Ich bin tierisch froh, dass ich nicht nach Europa bin, sonder bewusst eher das Abenteuer in Asien gesucht hab (womit ich aber nicht Erasmus schlecht machen will, ich mein nur dass fuer mich die Kulturerahrung in Asien wesentlich groesser war als sie irgendwo in Europa je haette sein koenne, aber klar, das ist Ansichtssache). Diese Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen, wie man so schoen sagt. China war ne super Sache, aber ich bin wirklich ernsthaft froh wenn ich bald wieder nach Hause komme. Ich hab soviel gesehen, dass ich jetzt einfach ein wenig Zeit zum drueber Nachdenken brauche. Ausserdem vermisse ich das Saarland und seine Menschen doch sehr...
Dennoch hab ich mich auf das Praktikum gefreut, wo auch immer ich es denn gemacht haette. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ich in diesem Bereich spaeter nicht arbeiten will. Also seh ich alles wesentlich lockerer und einfach als ein weiteres Stueck Spass an. In Bangkok kann ich wieder eine ganz andere Kultur kennenlernen. Denn China und Thailand sind so sehr unterschiedlich, wei zwei Laender nur sein koennen. Ich hoffe ich werde das in naechster Zeit schoen in meinem Blog darstellen koennen.
Vielen Dank Frau Chen fuer die grossartigen Chinesischkurse, ohne die ich definitiv nie auf die Idee gekommen waere hier herzukommen!
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Sonntag, 26. August 2007
Freitag, 15. Juni 2007
Ferien in China (Tag 65 - 73)
Ich hatte Ferien. Oder sagen wir mal nicht nur ich. Insgesamt so etwa...hm, ja, so etwa ganz China :)
Das macht Ferien dann doch wieder anstrengend. Denn eigentlich ist man ja in einem anderen Land und könnte solche Ferien mal zum Reisen benutzen. Das das nicht wirklich was wird, kann man sich gut vorstellen. Denn natürlich denken auch die Chinesen so. Dementsprechend übel ist es auf den Straßen. Zumindest da wo irgendwas Bekanntes und Tolles ist, wie z.B. in Shanghai :) Aber eigentlich auch überall anders. Daher hab ich meine Reisepläne umstrukturiert, und bin doch mehr oder weniger hier auf dem Campus geblieben. Das Wetter war auch nicht so gut, dass ich wirklich was vermisst hätte. Um ehrlich zu sein, es war die meißte Zeit über ziemlich besch....Viel Regen, und Wind, gemischt mit Sturm und Blitz. Das Wetter ist absolut nicht einzuschätzen. Ist es mal wieder warm, dann gleich so heiß, dass es ein zwei Tage später wieder Sturmwarnung gibt. Dann ist es wieder einen Tag richtig kühl, dann gibts einen Tag zum Übergang, dann wieder einen heißen, und das Ganze fängt von vorne an. So ist es eigentlich seitdem ich hier bin. Ziemlich nervig. Fühlt euch glücklich in Deutschland. Heute sinds hier auch mal wieder über 30 Grad, aber das hält ja nicht lange. Und 30 Grad fühlen sich hier gleich immer ziemlich übel an, speziell in Shanghai. Viel Verkehr, viele Menschen. Das ist kein Spaß...
Ok, den letzten Abschnitt hab ich vor knapp nem Monat geschrieben. Mittlerweile hat sich das Wetter doch wieder ein wenig gebessert... Es ist jeden Tag mehr oder weniger warm, allerdings immer noch recht feucht. Die hohe Luftfeuchtigkeit hier ist manchmal fast nicht auszuhalten. Zum Glück sind alle Zimmer mit ner Art Klimaanlage ausgestattet, die aber eigentlich keine Klimaanlage ist. Denn es kommt nur kalte Luft raus, mehr nicht, wie ein Ventilator. Aber durch das Teil ist es hier in meinem Zimmer wenigstens auszuhalten. Allerdings lässt es einen nach einer gewissen Zeit glauben, dass es draußen auch so kalt ist. Und dann geht man raus, und wird fast erschlagen von der feucht-warmen Luft. Naja, man gewöhnt sich daran, dass man sich an nichts gewöhnen kann hier. Aber ist schon ok. So ist jeder Tag ein neues Abenteuer...Die letzten drei Tagen gabs z.B. zur Abwechslung mal wieder nur Regen. Morgen solls dann wieder besser werden, angeblich :)
Aber jetzt nochmal zurück zu den Ferien. Was hab ich denn da so gemacht? Tja, sind ja jetzt schon ne Zeitlang rum (heißen nicht ohne Grund Mai-Ferien...). Ich kann mich noch erinnern, wie ich mir vorher unheimlich viel Stress gemacht hab, in der Zeit unbedingt reisen zu wollen. Wir hatten eine Woche frei, da wär ja doch Zeit um mal was anderes als nur Häuser und Menschen zu sehen. Aber da eben jeder frei hat, macht das dann doch nicht soviel Spaß. Somit bin ich dann dageblieben, und hab andere schöne Dinge gemacht. Zunächst mal hatten wir noch Unterricht. Denn wegen den Maiferien wurde Unterricht vorgezogen, so dass wir dann tatsächlich Samstags und Sonntags Unterricht hatten, so ne Schweinerei...Gut, ich bin dann Sonntags auch (aus Protest) nicht hin :) Samstags war ich, glaub ich. Ok, und dann gabs Ferien.
Und das war auch gut so. Denn nach zwei Monaten ununterbrochenem Neuem war so ne kleine Pause mal gar nicht schlecht. Doch was macht man da? Ziemlich viele sind dann doch auf Reisen gegangen, und Shanghai finde ich einfach nicht so wirklich spannend. Und dann war auch noch das Wetter schlecht. Also hab ich das Beste drauß gemacht, und mehr oder weniger jeden Tag mit Caro und Dominik verbracht. Zumeißt spät aufgestanden (die Zeit genossen :), zum Mittagessen gegangen, irgendwohin was Besonderes essen, dann weiß Gott was gemacht, oft gelernt (ja, ich war tatsächlich mal wieder fleißig), und dann abends einen Film geschaut. Denn wie ich schon mehrfach erwähnt hab, sind DVDs hier einfach spottbillig. Und die Auswahl ist einfach enorm. Da kauft mal schnell einfach ein paar Filme mehr. Das größte Event - soweit ich mich noch erinnern kann - war, dass wir mit Luis, Tomoko und Rui zusammen nach Hangzhou gefahren sind. Da blogg ich nach diesem Eintrag kurz drüber, weil das doch recht nett war.
Ja, und dann waren die Ferien auch schon wieder rum, und man musste sich wieder an den Alltag gewöhnen.
Das macht Ferien dann doch wieder anstrengend. Denn eigentlich ist man ja in einem anderen Land und könnte solche Ferien mal zum Reisen benutzen. Das das nicht wirklich was wird, kann man sich gut vorstellen. Denn natürlich denken auch die Chinesen so. Dementsprechend übel ist es auf den Straßen. Zumindest da wo irgendwas Bekanntes und Tolles ist, wie z.B. in Shanghai :) Aber eigentlich auch überall anders. Daher hab ich meine Reisepläne umstrukturiert, und bin doch mehr oder weniger hier auf dem Campus geblieben. Das Wetter war auch nicht so gut, dass ich wirklich was vermisst hätte. Um ehrlich zu sein, es war die meißte Zeit über ziemlich besch....Viel Regen, und Wind, gemischt mit Sturm und Blitz. Das Wetter ist absolut nicht einzuschätzen. Ist es mal wieder warm, dann gleich so heiß, dass es ein zwei Tage später wieder Sturmwarnung gibt. Dann ist es wieder einen Tag richtig kühl, dann gibts einen Tag zum Übergang, dann wieder einen heißen, und das Ganze fängt von vorne an. So ist es eigentlich seitdem ich hier bin. Ziemlich nervig. Fühlt euch glücklich in Deutschland. Heute sinds hier auch mal wieder über 30 Grad, aber das hält ja nicht lange. Und 30 Grad fühlen sich hier gleich immer ziemlich übel an, speziell in Shanghai. Viel Verkehr, viele Menschen. Das ist kein Spaß...
Ok, den letzten Abschnitt hab ich vor knapp nem Monat geschrieben. Mittlerweile hat sich das Wetter doch wieder ein wenig gebessert... Es ist jeden Tag mehr oder weniger warm, allerdings immer noch recht feucht. Die hohe Luftfeuchtigkeit hier ist manchmal fast nicht auszuhalten. Zum Glück sind alle Zimmer mit ner Art Klimaanlage ausgestattet, die aber eigentlich keine Klimaanlage ist. Denn es kommt nur kalte Luft raus, mehr nicht, wie ein Ventilator. Aber durch das Teil ist es hier in meinem Zimmer wenigstens auszuhalten. Allerdings lässt es einen nach einer gewissen Zeit glauben, dass es draußen auch so kalt ist. Und dann geht man raus, und wird fast erschlagen von der feucht-warmen Luft. Naja, man gewöhnt sich daran, dass man sich an nichts gewöhnen kann hier. Aber ist schon ok. So ist jeder Tag ein neues Abenteuer...Die letzten drei Tagen gabs z.B. zur Abwechslung mal wieder nur Regen. Morgen solls dann wieder besser werden, angeblich :)
Aber jetzt nochmal zurück zu den Ferien. Was hab ich denn da so gemacht? Tja, sind ja jetzt schon ne Zeitlang rum (heißen nicht ohne Grund Mai-Ferien...). Ich kann mich noch erinnern, wie ich mir vorher unheimlich viel Stress gemacht hab, in der Zeit unbedingt reisen zu wollen. Wir hatten eine Woche frei, da wär ja doch Zeit um mal was anderes als nur Häuser und Menschen zu sehen. Aber da eben jeder frei hat, macht das dann doch nicht soviel Spaß. Somit bin ich dann dageblieben, und hab andere schöne Dinge gemacht. Zunächst mal hatten wir noch Unterricht. Denn wegen den Maiferien wurde Unterricht vorgezogen, so dass wir dann tatsächlich Samstags und Sonntags Unterricht hatten, so ne Schweinerei...Gut, ich bin dann Sonntags auch (aus Protest) nicht hin :) Samstags war ich, glaub ich. Ok, und dann gabs Ferien.
Und das war auch gut so. Denn nach zwei Monaten ununterbrochenem Neuem war so ne kleine Pause mal gar nicht schlecht. Doch was macht man da? Ziemlich viele sind dann doch auf Reisen gegangen, und Shanghai finde ich einfach nicht so wirklich spannend. Und dann war auch noch das Wetter schlecht. Also hab ich das Beste drauß gemacht, und mehr oder weniger jeden Tag mit Caro und Dominik verbracht. Zumeißt spät aufgestanden (die Zeit genossen :), zum Mittagessen gegangen, irgendwohin was Besonderes essen, dann weiß Gott was gemacht, oft gelernt (ja, ich war tatsächlich mal wieder fleißig), und dann abends einen Film geschaut. Denn wie ich schon mehrfach erwähnt hab, sind DVDs hier einfach spottbillig. Und die Auswahl ist einfach enorm. Da kauft mal schnell einfach ein paar Filme mehr. Das größte Event - soweit ich mich noch erinnern kann - war, dass wir mit Luis, Tomoko und Rui zusammen nach Hangzhou gefahren sind. Da blogg ich nach diesem Eintrag kurz drüber, weil das doch recht nett war.
Ja, und dann waren die Ferien auch schon wieder rum, und man musste sich wieder an den Alltag gewöhnen.
Sonntag, 3. Juni 2007
Durchhalten!
Hier bin ich mal wieder. Ich schreibe diesen Eintrag, um euch wissen zu lassen, dass ich leider doch noch da bin. Ich bin seit einem Monat fast gar nicht mehr an meinem Computer und wenn dann nur um kurz Mails zu checken. Fuer ein Blogeintrag, dazu noch mit Bildern hab ich definitiv keine Zeit gehabt. Das wird sich definitiv ab Freitag aendern. Dann koennt ihr wieder mit spannenden Geschichten aus dem Leben des Randili rechnen. Und es haben sich ne Menge Geschichten angesammelt, kann ich euch sagen, oh ja...Und vorallem auch ne Menge Bilder, die ich auch nciht mehr hochgeladen hab. Also, nicht aufgeben. Ich schick dann auch nach dem ersten Eintrag nochmal ne Mail rum, um euch zu erinnern :)
Ein paar Sachen kann ich ja grad noch loswerden. Das Semester hier neigt sich jetzt mehr oder weniger dem Ende zu. Ich haette definitiv mehr lernen koennen. Aber hier ist einiges passiert das etwas mehr Prioritaet verlangt hat. Und ich hab auf jeden Fall ne Menge gelernt, kann mich mit Chinesen unterhalten, und sie verstehen mich. Es koennte natuerlich besser sein. Aber fuer mich ist es absolut ausreichend. Somit muss ich nun anfangen fuer die Zeit nach dem Semester zu planen, das ist immer noch alles sehr in der Schwebe, inklusive Praktikum. Sogar die Ueberlegungn noch ein Semester zu bleiben, ist nicht komplett vom Tisch. Wird sich innerhalb der naechsten zwei Wochen zeigen, weil ich mich dann entscheiden muss. Mal schaun.
Also, nochmal: Nicht aufgeben. Ich komme bald wieder, diesmal sogar recht bald. Und dann geb ich Gas beim Bloggen, Hab ne Menge zu berichten :)
Ein paar Sachen kann ich ja grad noch loswerden. Das Semester hier neigt sich jetzt mehr oder weniger dem Ende zu. Ich haette definitiv mehr lernen koennen. Aber hier ist einiges passiert das etwas mehr Prioritaet verlangt hat. Und ich hab auf jeden Fall ne Menge gelernt, kann mich mit Chinesen unterhalten, und sie verstehen mich. Es koennte natuerlich besser sein. Aber fuer mich ist es absolut ausreichend. Somit muss ich nun anfangen fuer die Zeit nach dem Semester zu planen, das ist immer noch alles sehr in der Schwebe, inklusive Praktikum. Sogar die Ueberlegungn noch ein Semester zu bleiben, ist nicht komplett vom Tisch. Wird sich innerhalb der naechsten zwei Wochen zeigen, weil ich mich dann entscheiden muss. Mal schaun.
Also, nochmal: Nicht aufgeben. Ich komme bald wieder, diesmal sogar recht bald. Und dann geb ich Gas beim Bloggen, Hab ne Menge zu berichten :)
Samstag, 7. April 2007
Ausflug zum Botanischen Garten, Disko (Tag 36)
"So, hier folgt er nun endlich, Tag 36, den ich besonders schön fand. "
Dummerweise hab ich diesen Satz schon vor einiger Zeit geschrieben, und seither als Entwurf gespeichert gehabt. Ok, dann schreib ich doch mal schnell was dazu.
Woran kann ich mich denn noch erinnern? Also den ersten Teil des Tages haben wir (ich, Caro, Luis, Tomoko, Tomoe) im botanischen Garten von Shanghai verbracht. Das Wetter war nicht wirklich gut, aber immerhin hats nicht geregnet. Der Regen war aber angekündigt. Aber man muss ja mal raus aus dem ganzen Trubel. Wie ich schonmal erwähnt hab, mag ich die Parks in China, weil sie wirklich ein Rückzugsgebiet aus dem ganzen hektischen Trubel der Stadt sind. Man fühlt sich oft wie in einer anderen Welt. Der Eintritt für den hier war sogar noch ziemlich teuer, weiß aber nicht mehr wieviel. Drinnen angekommen gabs aber leider (noch) nicht soviel zu sehen, da noch schwer gearbeitet wurde. Neue Rasenstücke:
und ewig viele kleine "Enklaven", die man später wohl mal mieten kann.
Insgesamt sehr hübsch. Wir haben dann halt gemacht an einem kleinen Platz, auf dem es auch Grillplätze gibt. Picknick :)
Ach ja, auf den Bildern hab ich ja noch lange Haare. Und ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich aussehe als hätte ich etwas zu mir genommen, was ich nicht hätte zu mir nehmen sollen :)
Aber ich bin doch ein braver Junge, wisst ihr doch :)
Jup, und dann gabs Essen, das Tomoko und Tomoe freundlicherweiße vorbereitet hatten.
Und wer mich kennt, weiß, dass ich nie ohne meine Gitarre aus dem Haus gehe. Und ich China ist das sogar noch schlimmer geworden. Somit hatte ich sie auch diesmal dabei.
Und Tomoko als waschechte Japanerin hat mir natürlich tagkräftig geholfen..
Und wie's halt ist, kann ich's einfach nicht lassen, arme unschuldige Schulkinder zu nerven...Zuerst bin ich mit Tomoko zu ner Gruppe von Schuljungs (10 Jahre) und hab mit den mutigen den Zulu getanzt. Wie, ihr kennt den Zulu nicht? Dann schaut euch mal das hier an. Das hab ich wenig später mit ein paar Schulmädels aufgenommen.
Danach haben wir noch ein wenig mit diesen Mädels getratscht, und sie nach ihrem Schulleben befragt. Schon sehr interessant. Sie haben uns sogar ihren Tanz vorgeführt, den sie jeden Morgen als Morgensport machen müssen.
Anschließend haben wir deutsches und chinesisches Liedgut ausgetauscht. Spaßig :) Und natürlich sind wir auch ansonsten DIE Highlights in dem Park gewesen. Ich mein, der Zulu hat die Leute schon auf uns aufmerksam gemacht. Aber auch so kamen gern Eltern mit ihren kleinen Sprösslingen zu uns, um mal vorzuführen.
Das ist noch gar nicht mal ein Witz. Ist mir jetzt schon einige Male passiert. Wenn Eltern sehen, dass wir ihre Kinder mögen, dann werden diese regelrecht dazu gedrängt "hello" zu sagen, sich zu uns zu drehen und freundlich zu lächeln, damit wir auch ja schöne Bilder machen können. Und das obwohl die Kinder eigentlich nie mögen. Find ich echt krass.
Tja, ansonsten wars ein schöner Nachmittag, kulturell angehaucht :)
Später am Tag hab ich glaub ich noch ein wenig gelernt, da war ich noch ein guter Student.
Abends hat mich Luis gefragt, ob wir noch mit in einen Club kommen wollen. Ich hab mir gedacht, ja, komm, einmal. Ich mag das ja eigentlich nicht. Laut, eng, schreckliche Musik, und noch teuer dazu. Aber es kommt ja auch vorallem auf die Leute an. Also bin ich mit. Ebenso einige andere aus dem Wohnheim. Ich erzähl jetzt nicht die ganze Story, da hör ich nie mehr auf. Im großen und ganzen wars ganz nett. Aber viel zu teuer, weil man dann doch immerhin 80 Yuan Eintritt zahlen musste, und die Getränke verdammt teuer waren. Und die Musik war der absolute Horror, z.T. ein Mix zwischen Elektro und chinesischem HipHop. Schrecklich...Und viel zu laut...Und ich frag mich schon wer die ganzen Chinesen waren. Denn das ist ja doch ein ganz schön teurer Spaß. Und mittlerweile, nachdem ich auch noch in einem anderen Club war, merkt man schon, dass es hier recht viele recht wohlhabende Chinesen gibt, die ihr Geld mehr oder weniger rausschmeißen. Aber das gibts ja überall. Der größte Teil der Leute in diesen Clubs besteht aber aus Ausländern, denke ich. Aber ich kann nur empfehlen: verzichten! In dem anderen Club (Bonbon) bezahlt man als Mann sogar 120 Yuan. Ok, dafür ist dann der Alkohol for free. "Super", denk ich mir dann. Die Cola kostet dann trotzdem nochmal 3 € extra. Nix für mich. Interesanterweise gibts immer irgendwelches engagiertes Personal, um Stimmung zu machen. Im Bonbon z.B. war ne Gruppe von Rappern, einer war Ami. Die sind dann alla MTV publikumswirksam durch die Gegend gehüpft und haben Geld in die Menge geworfen ("money,money...").
Ok. soweit dazu. War trotzdem ein sehr schöner Tag, wie ich schon in meinem ersten Satz gesagt hab.
Dummerweise hab ich diesen Satz schon vor einiger Zeit geschrieben, und seither als Entwurf gespeichert gehabt. Ok, dann schreib ich doch mal schnell was dazu.
Woran kann ich mich denn noch erinnern? Also den ersten Teil des Tages haben wir (ich, Caro, Luis, Tomoko, Tomoe) im botanischen Garten von Shanghai verbracht. Das Wetter war nicht wirklich gut, aber immerhin hats nicht geregnet. Der Regen war aber angekündigt. Aber man muss ja mal raus aus dem ganzen Trubel. Wie ich schonmal erwähnt hab, mag ich die Parks in China, weil sie wirklich ein Rückzugsgebiet aus dem ganzen hektischen Trubel der Stadt sind. Man fühlt sich oft wie in einer anderen Welt. Der Eintritt für den hier war sogar noch ziemlich teuer, weiß aber nicht mehr wieviel. Drinnen angekommen gabs aber leider (noch) nicht soviel zu sehen, da noch schwer gearbeitet wurde. Neue Rasenstücke:
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und ewig viele kleine "Enklaven", die man später wohl mal mieten kann.
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Insgesamt sehr hübsch. Wir haben dann halt gemacht an einem kleinen Platz, auf dem es auch Grillplätze gibt. Picknick :)
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Ach ja, auf den Bildern hab ich ja noch lange Haare. Und ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich aussehe als hätte ich etwas zu mir genommen, was ich nicht hätte zu mir nehmen sollen :)
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Aber ich bin doch ein braver Junge, wisst ihr doch :)
Jup, und dann gabs Essen, das Tomoko und Tomoe freundlicherweiße vorbereitet hatten.
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Und wer mich kennt, weiß, dass ich nie ohne meine Gitarre aus dem Haus gehe. Und ich China ist das sogar noch schlimmer geworden. Somit hatte ich sie auch diesmal dabei.
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Und Tomoko als waschechte Japanerin hat mir natürlich tagkräftig geholfen..
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Und wie's halt ist, kann ich's einfach nicht lassen, arme unschuldige Schulkinder zu nerven...Zuerst bin ich mit Tomoko zu ner Gruppe von Schuljungs (10 Jahre) und hab mit den mutigen den Zulu getanzt. Wie, ihr kennt den Zulu nicht? Dann schaut euch mal das hier an. Das hab ich wenig später mit ein paar Schulmädels aufgenommen.
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Danach haben wir noch ein wenig mit diesen Mädels getratscht, und sie nach ihrem Schulleben befragt. Schon sehr interessant. Sie haben uns sogar ihren Tanz vorgeführt, den sie jeden Morgen als Morgensport machen müssen.
Anschließend haben wir deutsches und chinesisches Liedgut ausgetauscht. Spaßig :) Und natürlich sind wir auch ansonsten DIE Highlights in dem Park gewesen. Ich mein, der Zulu hat die Leute schon auf uns aufmerksam gemacht. Aber auch so kamen gern Eltern mit ihren kleinen Sprösslingen zu uns, um mal vorzuführen.
| Von 31.3.07 Ausfl... |
| Von 31.3.07 Ausfl... |
Das ist noch gar nicht mal ein Witz. Ist mir jetzt schon einige Male passiert. Wenn Eltern sehen, dass wir ihre Kinder mögen, dann werden diese regelrecht dazu gedrängt "hello" zu sagen, sich zu uns zu drehen und freundlich zu lächeln, damit wir auch ja schöne Bilder machen können. Und das obwohl die Kinder eigentlich nie mögen. Find ich echt krass.
Tja, ansonsten wars ein schöner Nachmittag, kulturell angehaucht :)
| Von 31.3.07 Ausfl... |
Später am Tag hab ich glaub ich noch ein wenig gelernt, da war ich noch ein guter Student.
Abends hat mich Luis gefragt, ob wir noch mit in einen Club kommen wollen. Ich hab mir gedacht, ja, komm, einmal. Ich mag das ja eigentlich nicht. Laut, eng, schreckliche Musik, und noch teuer dazu. Aber es kommt ja auch vorallem auf die Leute an. Also bin ich mit. Ebenso einige andere aus dem Wohnheim. Ich erzähl jetzt nicht die ganze Story, da hör ich nie mehr auf. Im großen und ganzen wars ganz nett. Aber viel zu teuer, weil man dann doch immerhin 80 Yuan Eintritt zahlen musste, und die Getränke verdammt teuer waren. Und die Musik war der absolute Horror, z.T. ein Mix zwischen Elektro und chinesischem HipHop. Schrecklich...Und viel zu laut...Und ich frag mich schon wer die ganzen Chinesen waren. Denn das ist ja doch ein ganz schön teurer Spaß. Und mittlerweile, nachdem ich auch noch in einem anderen Club war, merkt man schon, dass es hier recht viele recht wohlhabende Chinesen gibt, die ihr Geld mehr oder weniger rausschmeißen. Aber das gibts ja überall. Der größte Teil der Leute in diesen Clubs besteht aber aus Ausländern, denke ich. Aber ich kann nur empfehlen: verzichten! In dem anderen Club (Bonbon) bezahlt man als Mann sogar 120 Yuan. Ok, dafür ist dann der Alkohol for free. "Super", denk ich mir dann. Die Cola kostet dann trotzdem nochmal 3 € extra. Nix für mich. Interesanterweise gibts immer irgendwelches engagiertes Personal, um Stimmung zu machen. Im Bonbon z.B. war ne Gruppe von Rappern, einer war Ami. Die sind dann alla MTV publikumswirksam durch die Gegend gehüpft und haben Geld in die Menge geworfen ("money,money...").
Ok. soweit dazu. War trotzdem ein sehr schöner Tag, wie ich schon in meinem ersten Satz gesagt hab.
Haare ab! (Tag 40)
Ob ihrs glaubt oder nicht: Ich hab mir tatsächlich die Haare schneiden lassen. Ich hab diesmal echt lange durchgehalten, in den letzten Jahren hab ich mein schwindendes Haar ja für gewöhnlich recht kurz getragen. Aber diesmal hab ich sie glaub ich fast ein halbes Jahr nicht mehr geschnitten. Und mittlerweile hätte ich mich auch kämmen müssen, aber dafür bin ich einfach zu faul. Die einzige Möglichkeit, die mir blieb war wiedermal ALLES abzumachen.
Somit bin ich dann mal spontan zum Friseur. Ja, ich hätte es auch selber machen könnne, aber irgendwie wollte ich mal einen chinesischen Friseur ausprobieren. Ich bin zu einem direkt hinter der Uni gegangen. Der sah nicht ganz so teuer aus, und trotzdem nicht zu schlecht. Ich hattte dem Personal recht schnell klargemacht, dass ich KEINEN Kahlschnitt wollte, sondern nur 3 Milimeter. Dann gings schon los, wie am Fließband.
Zuerst zurechtgemacht und eingeseift:
Dann gewaschen und geföhnt:
Man muss vielleicht noch erwähnen, dass die beim Schamponieren recht grob war. Die hat nicht einfach nur massiert, die hat richtig mit Krallen rumgezerrt und gedrückt, dass ich wirklich Angst hatte, die paar Haare, die noch da sind, auch noch zu verlieren. Und insgesamt sahen alle Angestellten mal wieder sehr genervt aus. Ich glaub die haben sich richtig gefreut, dass ich da war, weil ich recht viel gelacht hab, und sie dann auch mal gelacht haben. Wie gesagt, wie am Fließband. Die eine hat shamponiert, eine andere abgespült. Und der Typ am Ende hat geföhnt und später auch geschnitten. Jeder hat einen sehr beschränkten Arbeitsbereich, was den Tag wohl ein wenig langweilig macht, kann ich mir gut vorstellen.
Und dann gings los...
Und fertig:
Ah, jetzt kenn ich mich wieder. Interessanterweise aber sonst keiner mehr :)
Egal wo ich hinkomme seitdem, bekomme ich erstmal verständnislose Blicke entgegen. Es dauert immer ein paar Sekunden, bis die Leute realisieren wer ich bin :) Das macht echt Freude. Besonders lustig war es als ich das erste Mal zum Unterricht gekommen bin. herrlich...
Tja, mittlerweile hab ich leider schon die meisten Leute getroffen. Aber ein paar fehlen noch. Manch einer hat mich nicht mal mehr annähernd wiedererkannt. Vorallem so manch ein Koreaner denkt jetzt erst recht ich wär David Beckham. Daran merkt man mal wieder wie gleich wir doch alle sind :) Zumindest für Asiaten. Aber die sehen ja auch alle gleich aus (obwohl ich zugeben muss, mittlerweile ändert sich das, das persönliche Gespür wird doch besser).
Auf jeden Fall gehts mir so besser, und durchweg alle sagen, dass es besser aussieht. Also scheints nicht so schlecht gewesen zu sein.
Nach dem Schneiden wurde ich nochmal gewaschen und geföhnt, und am Ende hab ich dann insgesamt 30 Yuan bezahlt. Vergleichsweise zu uns war das billig, aber die meisten haben gesagt, dass ichs auch hätte billiger bekommen können, für 10 Yuan. Egal, sag ich mir, auf die 2 € kommts mir jetzt auch nicht mehr an. Dafür muss ich jetzt wieder für das nächste halbe Jahr nicht mehr zum Friseur. Wunderbar...
Somit bin ich dann mal spontan zum Friseur. Ja, ich hätte es auch selber machen könnne, aber irgendwie wollte ich mal einen chinesischen Friseur ausprobieren. Ich bin zu einem direkt hinter der Uni gegangen. Der sah nicht ganz so teuer aus, und trotzdem nicht zu schlecht. Ich hattte dem Personal recht schnell klargemacht, dass ich KEINEN Kahlschnitt wollte, sondern nur 3 Milimeter. Dann gings schon los, wie am Fließband.
Zuerst zurechtgemacht und eingeseift:
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
Dann gewaschen und geföhnt:
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
Man muss vielleicht noch erwähnen, dass die beim Schamponieren recht grob war. Die hat nicht einfach nur massiert, die hat richtig mit Krallen rumgezerrt und gedrückt, dass ich wirklich Angst hatte, die paar Haare, die noch da sind, auch noch zu verlieren. Und insgesamt sahen alle Angestellten mal wieder sehr genervt aus. Ich glaub die haben sich richtig gefreut, dass ich da war, weil ich recht viel gelacht hab, und sie dann auch mal gelacht haben. Wie gesagt, wie am Fließband. Die eine hat shamponiert, eine andere abgespült. Und der Typ am Ende hat geföhnt und später auch geschnitten. Jeder hat einen sehr beschränkten Arbeitsbereich, was den Tag wohl ein wenig langweilig macht, kann ich mir gut vorstellen.
Und dann gings los...
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
Und fertig:
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
| Von 4.4.07 Haare ab! |
Ah, jetzt kenn ich mich wieder. Interessanterweise aber sonst keiner mehr :)
Egal wo ich hinkomme seitdem, bekomme ich erstmal verständnislose Blicke entgegen. Es dauert immer ein paar Sekunden, bis die Leute realisieren wer ich bin :) Das macht echt Freude. Besonders lustig war es als ich das erste Mal zum Unterricht gekommen bin. herrlich...
Tja, mittlerweile hab ich leider schon die meisten Leute getroffen. Aber ein paar fehlen noch. Manch einer hat mich nicht mal mehr annähernd wiedererkannt. Vorallem so manch ein Koreaner denkt jetzt erst recht ich wär David Beckham. Daran merkt man mal wieder wie gleich wir doch alle sind :) Zumindest für Asiaten. Aber die sehen ja auch alle gleich aus (obwohl ich zugeben muss, mittlerweile ändert sich das, das persönliche Gespür wird doch besser).
Auf jeden Fall gehts mir so besser, und durchweg alle sagen, dass es besser aussieht. Also scheints nicht so schlecht gewesen zu sein.
Nach dem Schneiden wurde ich nochmal gewaschen und geföhnt, und am Ende hab ich dann insgesamt 30 Yuan bezahlt. Vergleichsweise zu uns war das billig, aber die meisten haben gesagt, dass ichs auch hätte billiger bekommen können, für 10 Yuan. Egal, sag ich mir, auf die 2 € kommts mir jetzt auch nicht mehr an. Dafür muss ich jetzt wieder für das nächste halbe Jahr nicht mehr zum Friseur. Wunderbar...
Freitag, 6. April 2007
Frohe Ostern!
Ja, da will ich doch schnell noch ein paar schöne Ostertage wünschen! Wie ist denn das Wetter bei euch? Bei uns gehts aufwärst, zum Glück.
Ich denke am Sonntag ist mal wieder Kirche angesagt, denn heute Abend wird das nix. Heute Abend geh ich mit ein paar Leuten auf ein Konzert, das der kleine Bruder von jemandem hier aus dem Wohnheim mit seiner Band gibt (Funk). Mal gespannt.
Interessanterweise ist mal wieder blogger.com gesperrt bzw. blogspot, so dass mein blog mal wieder nicht verfügbar ist in China. Tja, so ists halt. Und google.de/com scheint auch nicht verfügbar.
Feiert schön und genießt die freien Tage!
Denn für die Studenten unter euch geht ja das Semester bald schon wieder los...Und wenn es losgeht hab ich erstmal ne Woche frei :)
Ich denke am Sonntag ist mal wieder Kirche angesagt, denn heute Abend wird das nix. Heute Abend geh ich mit ein paar Leuten auf ein Konzert, das der kleine Bruder von jemandem hier aus dem Wohnheim mit seiner Band gibt (Funk). Mal gespannt.
Interessanterweise ist mal wieder blogger.com gesperrt bzw. blogspot, so dass mein blog mal wieder nicht verfügbar ist in China. Tja, so ists halt. Und google.de/com scheint auch nicht verfügbar.
Feiert schön und genießt die freien Tage!
Denn für die Studenten unter euch geht ja das Semester bald schon wieder los...Und wenn es losgeht hab ich erstmal ne Woche frei :)
Eindrücke III (Tag 43)
Mal kurz ein kleiner Bericht von meinem bisherigen Samstag, und den Dingen die ich auf dem Weg gedacht hab.
Mal ein richtiger schöner Tag. Die Sonne scheint, und es wird wieder wärmer, nachdem während der Woche doch ein recht heftiger Einbruch in der Temperatur zu spüren war. Ich bin erst um 10 aufgestanden, und hab mir dann für den Tag vorgenommen, mal ganz entspannt an alles ranzugehen. Heute wird gebloggt, was das Zeug hält.
Ich bin dann aufgestanden, hab mich fertig gemacht (ich war mal wieder alleine heut nacht, Joen war mal wieder aus :), und bin dann rausgegangen, um mal zur Abwechslung wieder auswärts zu frühstücken. So ein Morgen ist schön, da noch nicht ganz so viele Leute unterwegs sind, und die, die unterwegs sind, sind überwiegend Chinesen, man ist also kurrzeitig mal wieder richtig Ausländer. Dann bin ich erst mal auf die Suche nach ner Bäckerei, um mir ein wenig Brot fürs Frühstück zu kaufen. Vielleicht mal gerade zwei Worte zu den "Bäckereien" hier. Die stellen zwar Backwaren her, aber ganz anders als wie bei uns. Alles ist bereits in Folie verpackt und muss nur noch eingesammelt werden. Und was die haben, ist nicht unbedingt das was ich gerne hätte. Ich denke, die haben das französische Vorbild im Kopf, mit Croissants und Flute. Aber so wirklich glückt das nicht. Denn die Süßwaren sind definitiv nicht mein Fall, und richtigen Kuchen bekommt man dort auch nicht, nur ein Sahne-Irgendwas. Das sonstige Brot ist überwiegend Toast-Brot, manchmal auch noch mit Rosinen gefüllt. Nicht so wirklich mein Fall auf Dauer. Ich sehne mich sehnlichst nach meinem leckeren deutschen Brot zurück. Und das obwohl ich normalerweise gar nicht der große Brotesser bin. Aber was soll man sonst essen? Den ganzen Tag Reis und Nudeln, und dann noch dazu Fleisch und massenhaft Öl, ist definitiv nicht ein Fall, zumal ich ja nicht der große Obstesser bin. Obwohl ich hier schon soviel Obst gegessen hab, wie noch nie vorher. So ein wenig erinnert mich die Situation an die Zeit in Serbien. Aber ich muss sagen, dass das serbische Essen wirklich gut ist, und ich das Brot dort liebe. Und das chinesische Essen ist auch super, aber ich bin halt anderes gewohnt.
Übrigens sind alle Bäckereien so, alle gleich. Genauso wie alle Supermärkte gleich sind.
Dann hab ich einen kleinen DVD-Laden gefunden, der auch CDs hatte. Da hab ich spontan mal reingeschnuppert. Und fand den Laden echt klasse :) Die hatten echt alles, was man so auf ne Plastikscheibe brennen kann. Vorallem was das Musikangebot angeht, war ich doch sehr überrascht. Selbst üblen Death-Metal gabs. Von allem etwas. Allerdings alle von ein und demselben Label: China Records. Ich denke, da kann man zu 100% von Raubkopie ausgehen, zumal die Alben oft nicht nur die Lieder des Albums enthielten, sondern immer noch ne "Bonus-CD", auf der noch ein Album zu finden war. Die Preise waren ähnlich wie im Grand Gateway, so um die 20 - 25 Yuan pro CD (bzw. pro DoppelCD :). Richtig richtig cool fand ich die Auswahl an Serien auf DVD. Das war echt krass. Die haben komplette (!) Serien in einer Box, so z.B. Akte X (800 Yuan -> 80 €), und auch "Star Trek - The Next Generation", und das letzte sind immerhin 48 DVDs, für nur 500 Yuan. Die Aufmachung ist sogar richtig schön, und sieht gut aus. Und ist sogar in Deutsch dabei :), wie bei den meisten anderen auch. Es ist wohl klar, dass das keine Special- China-Edition ist. Und wieder alle von derselben Firma (?) hergestellt. Auch die neueste Simpson-staffel gibts, für 7 €. Tja, wenn ich wüsste dass die Chancen nicht zu schlecht ständen, das unbeschadet über den Zoll zu bringen ? Kein ahnung, aber eigentlich gehts mir bei sowas wie mit den Kleidern. Ich kauf mir Musik und DVD eigentlich nur zum Sammeln, und dann nur die guten Sachen. Nichts ums einfach nur zu haben. Und das alles hier zu gucken, dafür ist mir meine Zeit definitiv zu schade.
Das erinnert mich ein wenig an so manchen Bewohner dieses Wohnheims. Für viele ist es das erste Mal von zu Hause weg zu sein. Und das merkt man. Ein Exzess folgt auf den nächsten. Definitiv nicht bei jedem, aber gerade bei diesen "Frischlingen". Carolins Zimmernachbarin SunYoung z.B. geht derzeit kaum noch in ihren Unterricht, obwohl sie am Anfang extrem ehrgeizig war. Jetzt geht sie ständig auf irgendwelche Parties, oder bleibt bis nachts 5 auf und schaut irgendwelche DVDs.
Dann bin ich was essen gegangen. Zur Abwechslung mal alleine, ich glaub das erste Mal. Das war auch mal sehr sehr angenehm. So ein bißchen Zeit nur für mich ist auch mal nicht schlecht.
Mal ein richtiger schöner Tag. Die Sonne scheint, und es wird wieder wärmer, nachdem während der Woche doch ein recht heftiger Einbruch in der Temperatur zu spüren war. Ich bin erst um 10 aufgestanden, und hab mir dann für den Tag vorgenommen, mal ganz entspannt an alles ranzugehen. Heute wird gebloggt, was das Zeug hält.
Ich bin dann aufgestanden, hab mich fertig gemacht (ich war mal wieder alleine heut nacht, Joen war mal wieder aus :), und bin dann rausgegangen, um mal zur Abwechslung wieder auswärts zu frühstücken. So ein Morgen ist schön, da noch nicht ganz so viele Leute unterwegs sind, und die, die unterwegs sind, sind überwiegend Chinesen, man ist also kurrzeitig mal wieder richtig Ausländer. Dann bin ich erst mal auf die Suche nach ner Bäckerei, um mir ein wenig Brot fürs Frühstück zu kaufen. Vielleicht mal gerade zwei Worte zu den "Bäckereien" hier. Die stellen zwar Backwaren her, aber ganz anders als wie bei uns. Alles ist bereits in Folie verpackt und muss nur noch eingesammelt werden. Und was die haben, ist nicht unbedingt das was ich gerne hätte. Ich denke, die haben das französische Vorbild im Kopf, mit Croissants und Flute. Aber so wirklich glückt das nicht. Denn die Süßwaren sind definitiv nicht mein Fall, und richtigen Kuchen bekommt man dort auch nicht, nur ein Sahne-Irgendwas. Das sonstige Brot ist überwiegend Toast-Brot, manchmal auch noch mit Rosinen gefüllt. Nicht so wirklich mein Fall auf Dauer. Ich sehne mich sehnlichst nach meinem leckeren deutschen Brot zurück. Und das obwohl ich normalerweise gar nicht der große Brotesser bin. Aber was soll man sonst essen? Den ganzen Tag Reis und Nudeln, und dann noch dazu Fleisch und massenhaft Öl, ist definitiv nicht ein Fall, zumal ich ja nicht der große Obstesser bin. Obwohl ich hier schon soviel Obst gegessen hab, wie noch nie vorher. So ein wenig erinnert mich die Situation an die Zeit in Serbien. Aber ich muss sagen, dass das serbische Essen wirklich gut ist, und ich das Brot dort liebe. Und das chinesische Essen ist auch super, aber ich bin halt anderes gewohnt.
Übrigens sind alle Bäckereien so, alle gleich. Genauso wie alle Supermärkte gleich sind.
Dann hab ich einen kleinen DVD-Laden gefunden, der auch CDs hatte. Da hab ich spontan mal reingeschnuppert. Und fand den Laden echt klasse :) Die hatten echt alles, was man so auf ne Plastikscheibe brennen kann. Vorallem was das Musikangebot angeht, war ich doch sehr überrascht. Selbst üblen Death-Metal gabs. Von allem etwas. Allerdings alle von ein und demselben Label: China Records. Ich denke, da kann man zu 100% von Raubkopie ausgehen, zumal die Alben oft nicht nur die Lieder des Albums enthielten, sondern immer noch ne "Bonus-CD", auf der noch ein Album zu finden war. Die Preise waren ähnlich wie im Grand Gateway, so um die 20 - 25 Yuan pro CD (bzw. pro DoppelCD :). Richtig richtig cool fand ich die Auswahl an Serien auf DVD. Das war echt krass. Die haben komplette (!) Serien in einer Box, so z.B. Akte X (800 Yuan -> 80 €), und auch "Star Trek - The Next Generation", und das letzte sind immerhin 48 DVDs, für nur 500 Yuan. Die Aufmachung ist sogar richtig schön, und sieht gut aus. Und ist sogar in Deutsch dabei :), wie bei den meisten anderen auch. Es ist wohl klar, dass das keine Special- China-Edition ist. Und wieder alle von derselben Firma (?) hergestellt. Auch die neueste Simpson-staffel gibts, für 7 €. Tja, wenn ich wüsste dass die Chancen nicht zu schlecht ständen, das unbeschadet über den Zoll zu bringen ? Kein ahnung, aber eigentlich gehts mir bei sowas wie mit den Kleidern. Ich kauf mir Musik und DVD eigentlich nur zum Sammeln, und dann nur die guten Sachen. Nichts ums einfach nur zu haben. Und das alles hier zu gucken, dafür ist mir meine Zeit definitiv zu schade.
Das erinnert mich ein wenig an so manchen Bewohner dieses Wohnheims. Für viele ist es das erste Mal von zu Hause weg zu sein. Und das merkt man. Ein Exzess folgt auf den nächsten. Definitiv nicht bei jedem, aber gerade bei diesen "Frischlingen". Carolins Zimmernachbarin SunYoung z.B. geht derzeit kaum noch in ihren Unterricht, obwohl sie am Anfang extrem ehrgeizig war. Jetzt geht sie ständig auf irgendwelche Parties, oder bleibt bis nachts 5 auf und schaut irgendwelche DVDs.
Dann bin ich was essen gegangen. Zur Abwechslung mal alleine, ich glaub das erste Mal. Das war auch mal sehr sehr angenehm. So ein bißchen Zeit nur für mich ist auch mal nicht schlecht.
Bilder von Tag 35 (Gitarre)
ich wollte mal schnell noch ein paar Bilder nachreichen, weil ich den Tag soo toll fand.
Da ich aber schon alles gesagt hab, und die Bilder ja wunderbar im Netz stehen, hier nur der Link:
http://picasaweb.google.de/randolf.altmeyer/30307CoolFriday03
Ach ja, ich aktualisier übrigens von Zeit zu Zeit auch Alben wie "Shanghai" oder "Essen", auch wenn die mehr oder weniger wie vorher aussehen. Picasaweb macht da leider automatisch keine Änderungen. Ich will damit nur sagen, dass es sich lohnt, ab und zu mal nochmal schon gesehene Bilder-Alben anzuschauen.
Da ich aber schon alles gesagt hab, und die Bilder ja wunderbar im Netz stehen, hier nur der Link:
http://picasaweb.google.de/randolf.altmeyer/30307CoolFriday03
Ach ja, ich aktualisier übrigens von Zeit zu Zeit auch Alben wie "Shanghai" oder "Essen", auch wenn die mehr oder weniger wie vorher aussehen. Picasaweb macht da leider automatisch keine Änderungen. Ich will damit nur sagen, dass es sich lohnt, ab und zu mal nochmal schon gesehene Bilder-Alben anzuschauen.
Party bei Leon (Tag 29)
Ich komme mittlerweile ein wenig durcheinander mit meiner Nummerierung. Das liegt wohl daran, dass ich aus der Reihenfolge raus bin, und scheinbar gehen dabei auch einige Sachen unter. Daher halt mich ran, und mach mal schnell weiter.
Mittlerweile schon fast vor zwei Wochen gabs ne Party bei meinem Freund dem Leon. Der wohnt allerdings nicht gerade um die Ecke. Also haben wir mal zur Abwechslung den Bus genommen. Da wurde uns vorher von allen Seiten abgeraten. Aber eigentlich wars ziemlcih cool. Schwierig war es zunächst die richtige Haltestelle und dann den richtigen Bus zu findne. Denn wie so vieles hier sind auch die Erklärungen an den Bushaltestellen komplett in Chinesisch. Die erwarten wohl nicht dass ein komplett Fremder, der kein Wort Chinesisch spricht, den Bus nimmt. Tja, so war das aber kein großes Problem. Leon hatte mir eine Haltestelle genannt, die zum Glück nur Zeichen enthielt, die ich schon kenne. In den Bus sind wir dann kurze Zeit später eingestiegen, und einfach mal losgefahren. Bezahlt wird dann hinten im Bus, nachdem man (bzw. der der kassiert) durch das ganze Gedränge gezwängt hat. Wieder mal eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Wir waren dann aber erstaunlich schnell da, und haben dabei eine RIESENDistanz zurückgelegt. Ganz in den Nordwesten von Shanghai und dass mit nur 5 oder 6 Stationen. In Deutschland ist man es ja gewohnt, alle 200 Meter ne Haltestelle zu haben. Ganz anders hier. Da lohnt sich Busfahren wirklich. Und gekostet hats für die ganze Strecke nur 2 Yuan (20 Cent). Nicht schlecht, allerdings mussten wir auch die ganze Zeit stehen. Aber was solls...
Leon hat uns dann an der Haltestelle abgeholt, denn da gings nicht mehr weiter. Er hat uns geschickterweise eine Endstation angegeben, da kann man nicht soviel falsch machen, meint er. Netterweise war direkt um die Ecke noch ein ”Hallo Pizza", wenn auch ein anerer als bei uns. Aber die hatten für verdammt wenig Geld (10 Yuan) ne verdammt gute Pizza. Sehr überraschend! Dann gings mit Leon auf ne kleine Reise zu seiner Wohnung, die doch noch wenigstens 20 Minuten zu Fuß weg war. Wir hätten auch die Metro nehmen können, wie uns dann später aufgefallen ist. Aber war schon nett. Ist ja ein ganz anderes Viertel von Shanghai, und man sieht wieder ganz andere Sachen. Z.B. auch ein Viertel, dass wirklich übel aussieht, also ich mein ziemlich alt und dreckig (zumindest im Vergleich zum umliegenden Rest), und Leon hat dazu gemeint, dass die Menschen mehr oder weniger umgesiedelt werden, bzw. sie ihre Häuser verkaufen müssen. Was auch immer dann dort hinkommt. Auf jeden Fall war der Kontrast ziemlich stark.
Dann näherten wir uns dem Campus von Leons Universität (Shanghai Eastern Normal University).
Der Campus sah dann auch ganz anders aus als unserer. Vorallem schön :)
Es gibt dort ne Menge Grün, und weite Anlagen, ganz anders als bei uns. Ok, dafür sind wir auch mitten in der Stadt, auch wieder ein Vorteil, und ein Nachteil, da man schnell abgelenkt ist :)
Und natürlich gabs auch den Mao:
...der wohl nur an der JiaoTong Universität fehlt, denn hier hab ich noch keinen gesehen. RuoXing hat mir dann später mal erzählt, dass die Statue, die bei uns auf dem Campus gestanden hat, nach der Kulturrevolution entfernt worden ist. Da steht jetzt ein seltsames anderes Stück Stein, aber wenigstens kein Mao mehr.
Leon ist umgezogen, wie ich schon berichtet habe. Und das heißt er wohnt nicht mehr auf dem Campus, aber sehr nahe dran. Wir sind einmal quer drüber und dann auf der anderen Seite wieder raus. Und mehr oder weniger direkt hintendran wohnt er dann.
Und da ist es sehr belebt, wie man sieht. Die ganze Zeit über war dort ne Art Straßenmarkt, mit sehr vielen Menschen. So, wie bei uns nur an irgendwelchen Stadtfesten. Schon cool irgendwie.
Wir haben unterwegs einen von seinen Freunden eingesammelt, und dann gings zu seiner Wohnung.
Das ist nicht nur seine Wohnung, er wohnt dort mit zwei anderen Persönchen zusammen. Derzeit weiß ich nur noch von ihm, dass er dort wohnt. Den dritten weiß ich nicht:
Und dann wurds echt cool! Zuerst hab ich mich mal mit den Leuten ein wenig bekannt gemacht, es waren nämlich noch mehr Gäste da. Alles Bekannte oder Studienkollegen. Alles Chinesen :) Ich hab mein Chinesisch bemüht, wos ging. Sie haben mich verstanden, aber ich nicht sie :)
Und dann war da noch dieser eine Freund von Leon, den wir schon auf der Straße aufgegabelt hatten. Und der spielt auch noch Gitarre, und das sogar ziemlich genial :) Und er ist voll der Metal-Fan, wenn ich das mal so sagen kann. Genau das hab ich hier noch gesucht. Da hab ich dann gleich mal ne Runde mit ihm gespielt.
Währenddessen hat Leon Essen gemacht.
Und da sah nicht nur gut aus, sondern hat auch wirklich gut geschmeckt. Und hat ganz schön lange gedauert. Ich war überrascht, das hätte ich ihm spontan nicht zugetraut. Aber so wird man öfter mal positiv überrascht.
Es gab alles mögliche, und unmögliche, u.a. auch "Wurst":
Bei den meisten Sachen hab ich keine Ahnung was es war, und wenn ich es wusste, hab ichs mittlerweile vergessen. War auf jeden Fall echt cool! Und diese Mix aus Deutsch, Englisch und Chinesisch sehr unterhaltsam. Und Leons Freunde sind alle echt cool , und gut drauf.
Nach dem Essen sahs dann so aus, richtig schön chinesisch:
Wir sind gar nicht mal so lange geblieben, ist mir im Nachhinein aufgefallen, ich glaub wir sind schon gegen 12 gefahren. Aber das hat gereicht, ich war tierisch müde, und voll happy über den schönen Abend. Ich denke so was bringt mehr als all die netten Bücher, die man so liest. Und ich hab auch ein paar Sachen die Kultur betreffend gelernt (z.B. wie Romeo und Julia auf chinesich heißen, also das Equivalent), aber ich habs jetzt schon wieder vergessen...
Mittlerweile schon fast vor zwei Wochen gabs ne Party bei meinem Freund dem Leon. Der wohnt allerdings nicht gerade um die Ecke. Also haben wir mal zur Abwechslung den Bus genommen. Da wurde uns vorher von allen Seiten abgeraten. Aber eigentlich wars ziemlcih cool. Schwierig war es zunächst die richtige Haltestelle und dann den richtigen Bus zu findne. Denn wie so vieles hier sind auch die Erklärungen an den Bushaltestellen komplett in Chinesisch. Die erwarten wohl nicht dass ein komplett Fremder, der kein Wort Chinesisch spricht, den Bus nimmt. Tja, so war das aber kein großes Problem. Leon hatte mir eine Haltestelle genannt, die zum Glück nur Zeichen enthielt, die ich schon kenne. In den Bus sind wir dann kurze Zeit später eingestiegen, und einfach mal losgefahren. Bezahlt wird dann hinten im Bus, nachdem man (bzw. der der kassiert) durch das ganze Gedränge gezwängt hat. Wieder mal eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Wir waren dann aber erstaunlich schnell da, und haben dabei eine RIESENDistanz zurückgelegt. Ganz in den Nordwesten von Shanghai und dass mit nur 5 oder 6 Stationen. In Deutschland ist man es ja gewohnt, alle 200 Meter ne Haltestelle zu haben. Ganz anders hier. Da lohnt sich Busfahren wirklich. Und gekostet hats für die ganze Strecke nur 2 Yuan (20 Cent). Nicht schlecht, allerdings mussten wir auch die ganze Zeit stehen. Aber was solls...
Leon hat uns dann an der Haltestelle abgeholt, denn da gings nicht mehr weiter. Er hat uns geschickterweise eine Endstation angegeben, da kann man nicht soviel falsch machen, meint er. Netterweise war direkt um die Ecke noch ein ”Hallo Pizza", wenn auch ein anerer als bei uns. Aber die hatten für verdammt wenig Geld (10 Yuan) ne verdammt gute Pizza. Sehr überraschend! Dann gings mit Leon auf ne kleine Reise zu seiner Wohnung, die doch noch wenigstens 20 Minuten zu Fuß weg war. Wir hätten auch die Metro nehmen können, wie uns dann später aufgefallen ist. Aber war schon nett. Ist ja ein ganz anderes Viertel von Shanghai, und man sieht wieder ganz andere Sachen. Z.B. auch ein Viertel, dass wirklich übel aussieht, also ich mein ziemlich alt und dreckig (zumindest im Vergleich zum umliegenden Rest), und Leon hat dazu gemeint, dass die Menschen mehr oder weniger umgesiedelt werden, bzw. sie ihre Häuser verkaufen müssen. Was auch immer dann dort hinkommt. Auf jeden Fall war der Kontrast ziemlich stark.
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Der Campus sah dann auch ganz anders aus als unserer. Vorallem schön :)
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Es gibt dort ne Menge Grün, und weite Anlagen, ganz anders als bei uns. Ok, dafür sind wir auch mitten in der Stadt, auch wieder ein Vorteil, und ein Nachteil, da man schnell abgelenkt ist :)
Und natürlich gabs auch den Mao:
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...der wohl nur an der JiaoTong Universität fehlt, denn hier hab ich noch keinen gesehen. RuoXing hat mir dann später mal erzählt, dass die Statue, die bei uns auf dem Campus gestanden hat, nach der Kulturrevolution entfernt worden ist. Da steht jetzt ein seltsames anderes Stück Stein, aber wenigstens kein Mao mehr.
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Leon ist umgezogen, wie ich schon berichtet habe. Und das heißt er wohnt nicht mehr auf dem Campus, aber sehr nahe dran. Wir sind einmal quer drüber und dann auf der anderen Seite wieder raus. Und mehr oder weniger direkt hintendran wohnt er dann.
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Und da ist es sehr belebt, wie man sieht. Die ganze Zeit über war dort ne Art Straßenmarkt, mit sehr vielen Menschen. So, wie bei uns nur an irgendwelchen Stadtfesten. Schon cool irgendwie.
Wir haben unterwegs einen von seinen Freunden eingesammelt, und dann gings zu seiner Wohnung.
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Das ist nicht nur seine Wohnung, er wohnt dort mit zwei anderen Persönchen zusammen. Derzeit weiß ich nur noch von ihm, dass er dort wohnt. Den dritten weiß ich nicht:
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Und dann wurds echt cool! Zuerst hab ich mich mal mit den Leuten ein wenig bekannt gemacht, es waren nämlich noch mehr Gäste da. Alles Bekannte oder Studienkollegen. Alles Chinesen :) Ich hab mein Chinesisch bemüht, wos ging. Sie haben mich verstanden, aber ich nicht sie :)
Und dann war da noch dieser eine Freund von Leon, den wir schon auf der Straße aufgegabelt hatten. Und der spielt auch noch Gitarre, und das sogar ziemlich genial :) Und er ist voll der Metal-Fan, wenn ich das mal so sagen kann. Genau das hab ich hier noch gesucht. Da hab ich dann gleich mal ne Runde mit ihm gespielt.
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Währenddessen hat Leon Essen gemacht.
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Und da sah nicht nur gut aus, sondern hat auch wirklich gut geschmeckt. Und hat ganz schön lange gedauert. Ich war überrascht, das hätte ich ihm spontan nicht zugetraut. Aber so wird man öfter mal positiv überrascht.
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Es gab alles mögliche, und unmögliche, u.a. auch "Wurst":
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Bei den meisten Sachen hab ich keine Ahnung was es war, und wenn ich es wusste, hab ichs mittlerweile vergessen. War auf jeden Fall echt cool! Und diese Mix aus Deutsch, Englisch und Chinesisch sehr unterhaltsam. Und Leons Freunde sind alle echt cool , und gut drauf.
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Nach dem Essen sahs dann so aus, richtig schön chinesisch:
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Wir sind gar nicht mal so lange geblieben, ist mir im Nachhinein aufgefallen, ich glaub wir sind schon gegen 12 gefahren. Aber das hat gereicht, ich war tierisch müde, und voll happy über den schönen Abend. Ich denke so was bringt mehr als all die netten Bücher, die man so liest. Und ich hab auch ein paar Sachen die Kultur betreffend gelernt (z.B. wie Romeo und Julia auf chinesich heißen, also das Equivalent), aber ich habs jetzt schon wieder vergessen...
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